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ZVEI: Wie Automatisierungstechnik das Klima schützt

Innovative Lösungen in der Automation industrieller Prozesse spielen eine maßgebliche Rolle dafür, die Klimaschutzziele zu erreichen. Mehrere Ansätze bieten hier ein großes CO2-Einspar-Potential.

von | 04.11.20

„Technologischer Fortschritt ist ein wichtiger Hebel für mehr Klimaschutz“, sagt Dr. Jan Mrosik; Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation. „Besonders Innovationen aus der Automation ermöglichen es, effizient, ressourcenschonend und CO2-minimiert zu produzieren.“ Das Klimaziel, den CO2-Ausstoß bis 2050 gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 um 80 Prozent, bei höheren Anstrengungen sogar bis 95 Prozent zu reduzieren, lässt sich erreichen. Das belegt die vom BDI veröffentlichte Klimapfade-Studie, an der sich der ZVEI beteiligt hat.
Digitales Typenschild
Ein Beispiel für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ist das Digitale Typenschild, das der ZVEI auf der SPS 2019 erstmals vorstellt. Als Teilmodell der Industrie 4.0-Verwaltungsschale (AAS) bietet es zahlreiche Vorteile. „Nicht nur spezifische Geräteinformationen können digital, mehrsprachig und stets aktuell abgerufen werden, sondern perspektivisch auch die ganzer Maschinen“, erläutert Gunther Koschnick, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Automation. „Die althergebrachte papierbegleitende Dokumentation entfällt somit – das ist eine riesige Entlastung für die Umwelt.“
Smart Grid
Auch das vom ZVEI begleitete Forschungsprojekt DC-Industrie weist hohe Einsparpotenziale nach, im Durchschnitt bis zu zehn Prozent. „Ein gleichstrombasiertes Smart Grid in der industriellen Produktion ist deutlich energieeffizienter als eine wechselstrombasierte Energieversorgung“, so Koschnick. „Darüber hinaus bietet es mehr Energieflexibilität und eine über das einzelne Produkt hinausgehende systemische Betrachtung.“ Der ZVEI arbeitet deshalb in dem Nachfolgeprojekt DC2 mit Partnern daran, die Gleichstromversorgung in einer gesamten Produktionshalle zu erforschen.
5G
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Mobilfunkauktion und der Bekanntgabe der Vergabebedingungen durch die Bundesnetzagentur folgt als nächstes die Zeit des Erprobens von 5G. „2020 wird zum Test-Jahr und den Nachweis erbringen, dass lokale 5G-Campusnetze zu Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen führen“, sagt der Fachverbandsgeschäftsführer. „In Verbindung mit Industrie 4.0-Anwendungen kann hieraus ein neuer Exportschlager entstehen.“ In der ZVEI-Arbeitsgemeinschaft 5G-ACIA arbeiten mittlerweile 56 international tätige Unternehmen zusammen, damit 5G von Beginn an weltweit industriefähig gestaltet wird.

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