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Blockchain – Abstrakte Transaktions-Technologie mit Zukunft

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Autor: Jonas Völker

Blockchain – Abstrakte Transaktions-Technologie mit Zukunft

Blockchains revolutionieren die Geschäftswelt. Für sämtliche Branchen von Logistik über Tourismus und die Energiewirtschaft bis hin zur Finanzbranche ist das Thema relevant. Bislang wissen nur wenige in Deutschland (11 Prozent) was dieser Begriff „in etwa“ bedeutet, auch wenn jeder Fünfte (22 Prozent) ihn schon einmal gehört hat.
Doch besonders die traditionellen Banken sollten sich umgehend mit dieser Technologie auseinandersetzen, um nicht überrollt zu werden. Denn was Kunden bei Bankgeschäften (Überweisungen) wichtig ist, das sind zugleich die Vorteile der Blockchain-Technologie, wie die aktuelle Studie „Blockchain – Revolution“ des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov belegt.
Hohe Schnelligkeit, Transparenz und Sicherheit sowie niedrige Transaktionskosten sind die Pluspunkte von Blockchain. Vereinfacht ausgedrückt ist darunter eine Software-Architektur zu verstehen, die Prozesse in einer neuartigen Infrastruktur programmiert und automatisiert verarbeitet. Zahlungsabwicklungen sind ein prädestiniertes Anwendungsfeld für Blockchain. Schließlich ist 84 Prozent der Deutschen bei Überweisungen der Schutz vor Angriffen Dritter wichtig, gefolgt von geringen Kosten und der Bestimmung über Datenverwendung (je 70 Prozent) sowie Schnelligkeit (60 Prozent).
"Eine Revolution kommt ins Rollen" „Sobald die Technologie aufgrund ihrer Vorteile immer mehr Anwendung und Anwender findet, kommt eine Revolution ins Rollen, die möglicherweise etablierte Anbieter in ihrer Existenz bedroht“, betont Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov. Veränderungen gehen stets einher mit Widerstand und Verunsicherung – ein Punkt, den sich die etablierten Player auf zwei Arten zu Nutze machen können. Einerseits indem sie ihre Rolle als verlässlicher, vertrauter Partner nutzen, um die Zukunftstechnologie leicht verständlich zu kommunizieren und den Verbraucher wirklich abzuholen statt ihn zu überfordern. Schließlich wollen 48 Prozent der Deutschen möglichst wenig technisches Know-how bei Überweisungen anwenden müssen.
Gleichzeitig ist es jedem Zweiten wichtig, zu wissen, was hinter den Transaktionen passiert. Zudem setzt mehr als jeder dritte Blockchain-Kenner auf bekannte Finanzdienstleister, was den Markteinstieg für Start-Ups erschwert. Andererseits können die traditionellen Finanzinstitute die Nachteile der Blockchain-Technologie als eigene Vorteile nutzen. So ist beispielsweise gerade bei der Altersgruppe ab 55 der persönliche Kontakt wichtig. Ein Wunsch, der mehr für eine Filialbank spricht.
Entwicklung der Blockchain ist noch unklar
„Die Blockchain-Entwicklung steht noch ganz am Anfang und es ist schwer abschätzbar, wie sich Geschäftsfelder entwickeln werden. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass Unternehmen sich schon heute mit dem Thema befassen und das Informationsdefizit in der Kommunikation angehen sollten“, fasst Braun zusammen. Die YouGov-Studie zeigt aus Marktsicht attraktive Merkmale der Blockchain-Kenner. So werden sie häufig von Freunden und Bekannten um Rat gefragt, bevor diese bestimmte Produkte kaufen. Dadurch wirken die Early Adopter als Multiplikator für die Blockchain-Technologie. Außerdem verfügen sie eher über ein hohes Einkommen und eine größere Risikofreude bei Investitionen.
Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende YouGov-Datenbank zugegriffen, für die im Jahresverlauf 70.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden. Die intelligente Vernetzung der Daten ermöglicht eine besonders detaillierte Analyse des Konsumentenverhaltens. Kombiniert wurde die Analyse mit einer zusätzlichen bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 2.000 Personen, die vom 07.07.2017 bis 14.07.2017 durchgeführt wurde.

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