Aufgrund der zunehmenden Komplexität und Anzahl der Angriffe im Industriesektor wären die Folgen katastrophal, wenn Cybersicherheitsprobleme ignoriert würden. 28 Prozent der von Kaspersky Lab befragten Industrieunternehmen waren in der jüngeren Vergangenheit mit einem zielgerichteten Angriff konfrontiert – das sind acht Prozentpunkte mehr gegenüber dem Vorjahr (20 Prozent).
Die deutliche Zunahme solcher Attacken weist darauf hin, dass es Cyberkriminelle vermehrt auf Unternehmen im Industriesektor abgesehen haben und daher entsprechende Malware entwickeln werden, die es speziell auf industrielle Automationskomponenten abgesehen hat.
Knapp 50 Prozent haben keinen ausreichenden Einblick in Cyberbedrohungen
Die Hälfte (48 Prozent) der Industrieunternehmen gibt an, dass sie keinen ausreichenden Einblick in mögliche Cyberbedrohungen hat, mit denen das eigene Unternehmen konfrontiert sein könnte. Angesichts der mangelnden Einsicht in das Netzwerk stimmen 87 Prozent der Industrieunternehmen zu, dass die registrierten Sicherheitsvorfälle komplex gewesen seien.
Mit zunehmender Komplexität der Cyberattacken benötigen Industrieunternehmen im Durchschnitt mehrere Tage (34 Prozent) bis hin zu mehreren Wochen (20 Prozent), um einen Sicherheitsvorfall zu entdecken.
(Un)-Sicherheitsfaktor Mensch
Die Mehrheit (62 Prozent) der Mitarbeiter in Industrieunternehmen ist überzeugt, dass der Einsatz einer entsprechenden Sicherheitslösung nötig ist; rund die Hälfte (49 Prozent) beschuldigt jedoch die eigenen Mitarbeiter, IT-Sicherheitsrichtlinien nicht ordnungsgemäß zu befolgen. Neben dem Einsatz einer Sicherheitslösung [4] sind daher Schulungen und Mitarbeitertrainings [5] für einen umfassenden Schutz in Unternehmen notwendig. "Cyberangriffe auf industrielle Kontrollsysteme sind für viele zum unumstrittenen Hauptanliegen geworden", so Andrey Suvorov, Head of Critical Infrastructure Protection Business Development bei Kaspersky Lab.
"Die gute Nachricht ist, dass die Mehrheit der industriellen Marktteilnehmer weiß, welche Bedrohungen derzeit existieren und in naher Zukunft relevant sein werden. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, eine komplexe Sicherheitslösung zu implementieren, die speziell für den Schutz automatisierter industrieller Umgebungen konzipiert sowie hochflexibel und entsprechend den technologischen Prozessen der jeweiligen Organisation konfiguriert ist."
PROFIBUS & PROFINET International veröffentlicht neues Security-Whitepaper
PROFIBUS & PROFINET International (PI) hat ein neues gemeinsames technisches Positionspapier zum sicheren Einsatz industrieller Kommunikationsprotokolle veröffentlicht. Das Dokument wurde im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit der FieldComm Group, der ODVA und der OPC Foundation erarbeitet. Das Whitepaper steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.







