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Erster Archimedes Science Award geht an KI-Forscherin

Der Freistaat Sachsen vergibt gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden (TUD) am 12. September 2025 erstmals den Archimedes Science Award. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis würdigt wissenschaftliche Exzellenz, die – ganz im Sinne des Hebelgesetzes von Archimedes – durch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse eine besondere Hebelwirkung bei der Lösung globaler Herausforderungen erzielt.

von | 08.09.25

Überreicht den ersten Archimedes Science Award: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer
Quelle: photothek.net I Sächsische Staatskanzlei

Die erste Preisträgerin ist die international renommierte Informatikerin und KI-Forscherin Dr. Cordelia Schmid. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer wird Cordelia Schmid den Preis überreichen, TUD-Rektorin Prof. Ursula Staudinger hält die Laudatio.

Im Anschluss hält Schmid eine Keynote zum Thema „Artificial Intelligence: Past, Present and Future“. Die feierliche Preisverleihung findet im Festspielhaus Hellerau im Rahmen der Building Bridges Conference 2025 statt. In diesem Jahr unter dem Titel „Latest Findings in Artificial Intelligence“.

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen:

„Forschung und Innovationen sind mitentscheidend dafür, dass wir auch in Zukunft gut leben und unseren Wohlstand sichern können. Mit der internationalen Wissenschaftskonferenz hier bei uns im Freistaat wollen wir Spitzenforschung aus Sachsen und dem Ausland eine Plattform für den Austausch auch mit Politik und Wirtschaft geben, um so neue Perspektiven und Kooperationen zu eröffnen. Der Archimedes Science Award würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen und steht auch für erfolgreiche Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Den erstmals vergebenen Preis erhält mit Dr. Cordelia Schmidt eine international hoch anerkannte Spitzenforscherin. Ich gratuliere der Preisträgerin und danke der Jury für die wertvolle Arbeit und die Auswahl. Ausdrücklich danken möchte ich auch der TU Dresden und der Rektorin Prof. Staudinger für die tatkräftige Unterstützung.“

Prof.in Ursula Staudinger, Rektorin der TUD und Vorstandsvorsitzende von DRESDEN-concept e.V.:

„Die erstmalige Vergabe des Archimedes Science Award ist ein starkes Signal für die Sichtbarkeit wissenschaftlicher Exzellenz in Sachsen und darüber hinaus. Die hochkarätig besetzte Jury – bestehend aus den Präsidentinnen und Präsidenten der großen deutschen Forschungsorganisationen, dem Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz sowie der Spitze der DRESDEN-concept Allianz – unterstreicht die Bedeutung sowohl dieser Auszeichnung als auch der Preisträgerin. Dass die Wahl auf Dr. Cordelia Schmid gefallen ist, verdeutlicht die Relevanz von KI für die Lösung globaler Herausforderungen. Frau Schmid hat durch ihre fundamentalen Beiträge zur Echtzeit-Erkennung komplexer Objekte in Bildern und Videos ihr Forschungsfeld nachhaltig geprägt und gehört zu den Wegbereiterinnen und -bereitern der KI-Forschung. Ihre Forschungsschwerpunkte in Computer Vision, maschinellem Lernen und Robotik passen zudem hervorragend zu den Stärken der TUD, die mit dem Zentrum ScaDS.AI Dresden/Leipzig zu den führenden Standorten für Datenintensive Wissenschaft und KI zählt und im Rahmen des Exzellenzclusters CeTI zur Mensch-Maschinen-Interaktion an der Spitze forscht. Für uns als TUD ist es daher eine große Freude, gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der DRESDENconcept Allianz diesen neuen Preis erstmalig zu verleihen.“

Hochkarätige Jury verdeutlicht Einzigartigkeit des Archimedes Science Award

Der Archimedes Science Award ist einzigartig – als erster international ausgelobter sächsischer Preis für wissenschaftliche Exzellenz und durch die hochkarätig besetzte Jury.

Die Jury besteht aus den Spitzen der vier großen deutschen Forschungsorganisationen: Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft sowie dem Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz und der Vorstandsvorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden der DRESDEN-concept Allianz.

Hintergrund: Preisträgerin Dr. Cordelia Schmid

Dr. Cordelia Schmid ist Diplom-Informatikerin der TH Karlsruhe (heute KIT) und hat am Institut National Polytechnique de Grenoble promoviert und sich habilitiert. Sie ist Forschungsdirektorin am Institut de Recherche en Informatique et Automatique (Inria) und zudem bei Google DeepMind tätig. Schmid forscht zu Computer Vision, maschinellem Lernen und Robotik und hat ihr Fachgebiet entscheidend geprägt.

Mit ihren Beiträgen hat sie die automatisierte Erkennung komplexer Objekte in Bildern und Videos revolutioniert – mit Anwendungen etwa in Suchmaschinen und multimodalen KI-Systemen.

Darüber hinaus hat sie zahlreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler als Mentorin gefördert und die wissenschaftliche Community in führenden Rollen bei renommierten Fachzeitschriften und Konferenzen maßgeblich mitgestaltet.

Hintergrund: Building Bridges Conference

Der Freistaat Sachsen hat die internationale Wissenschaftskonferenz „Building Bridges“ initiiert, die vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) organisiert wird.

Sie bringt jährlich internationale Spitzenforschung mit Politik und Wirtschaft zusammen. In diesem Jahr stehen bei der fünften Auflage der Konferenz aktuelle Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz in den Bereichen Mikroelektronik, Medizin und Energie im Mittelpunkt.

Neben den langjährigen Partnern aus Polen und Tschechien erhält in diesem Jahr das Baltikum besondere Aufmerksamkeit. Die Konferenz steht 2025 unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel.

Hintergrund: Archimedes Science Award

Der Archimedes Science Award wird jährlich im Kontext des jeweiligen Jahresthemas der „Building Bridges Conference“ in Dresden verliehen. Benannt nach Archimedes und seinem berühmten Hebelgesetz. Er würdigt wissenschaftliche Leistungen mit besonderer Hebelwirkung für die Lösung globaler Herausforderungen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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