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Batteriezellfertigung: Battery Production Days diskutierten Herausforderungen

Eine unabhängige europäische Batteriezellindustrie erfordert innovative Lösungen, starke europäische Zusammenarbeit und einen intensiven Wissenstransfer entlang des gesamten Wertschöpfungskreislaufs der Batteriezellfertigung. Vor diesem Hintergrund boten die Battery Production Days 2025, die am 21. und 22. Oktober in der BatteryCityMünster stattfanden, eine zentrale Plattform für den fachlichen Austausch zu aktuellen Entwicklungen in der Batteriezellfertigung.

von | 27.10.25

Mit der Ausrichtung der Battery Production Days positioniert sich Münster weiter als zentraler Knotenpunkt der europäischen Batteriezellfertigung.
Foto: Johannes Ueberfeldt

Eine unabhängige europäische Batteriezellindustrie erfordert innovative Lösungen, starke europäische Zusammenarbeit und einen intensiven Wissenstransfer entlang des gesamten Wertschöpfungskreislaufs der Batteriezellfertigung. Vor diesem Hintergrund boten die Battery Production Days 2025, die am 21. und 22. Oktober in der BatteryCityMünster stattfanden, eine zentrale Plattform für den fachlichen Austausch zu aktuellen Entwicklungen in der Batteriezellfertigung.

Herausforderungen für den Aufbau der Batteriezellfertigung in Europa

Organisiert von der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB, dem Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen und dem Campus Forum, versammelte die Fachkonferenz und -messe in der Halle Münsterland über 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Industrie und Politik. Gemeinsam diskutierten sie aktuelle Herausforderungen, neue Ansätze und Lösungsstrategien für den Aufbau einer wettbewerbsfähige Batteriezellfertigung in Europa.

Mit 25 Ausstellungsständen, sechs thematischen Sessions und kuratierten Führungen durch die „FFB PreFab“ richtete die Veranstaltung den Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette der Batteriezellproduktion – von der Prozessentwicklung über die Fabrikplanung bis zum Recycling. Im Fokus standen Themen wie Innovationen in der Batteriezellfertigung, Digitalisierung und Qualitätssicherung, Fabrikplanung, Batterie-Testing, nachhaltigen Strategien und neue Zelltechnologien.

Ein Höhepunkt der Battery Production Days 2025 boten vier thematisch kuratierte Touren durch die offene Forschungsfertigung Batteriezelle „FFB PreFab“. Auf rund 6.500 Quadratmetern vollständig digitalisierter Produktionsumgebung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Bereiche „Technische Gebäudeausrüstung“, „Elektrodenfertigung“«, „Zellassemblierung und Formierung“ sowie „Labore und Qualitätssicherung“.

„Mit der »FFB PreFab« schaffen wir eine Umgebung, in der Industrie und Forschung nahtlos zusammenarbeiten. Unternehmen können hier neue Prozesse und Anlagen unter realen Bedingungen testen, validieren und weiterentwickeln. So zeigen wir schon heute, wie europäische Anlagentechnik und kooperative Forschung ineinandergreifen, um Innovationen aus der Pilotfertigung in den industriellen Maßstab zu überführen“, erklärt Dr. Florian Degen, Bereichsleiter für Strategie- und Unternehmensentwicklung an der Fraunhofer FFB.

Auch zahlreiche Fach- und Medienvertreterinnen und -vertreter nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein umfassendes Bild von aktuellen Forschungsprojekten und neuen Ansätzen am Standort Münster zu verschaffen.

Batteriezellfertigung: Das Know-how ist da, es braucht politische Rückendeckung

Vor dem Hintergrund der starken Marktposition Chinas wurde in den Vorträgen und Diskussionen der Battery Production Days ein gemeinsamer Tenor deutlich: Die Zukunft der Batteriezellproduktion in Europa wird nicht durch Einzellösungen, sondern durch koordinierte Ansätze und gemeinschaftliche Entwicklungsstrategien entschieden.

„Die Aufbruchsstimmung im europäischen Batterie-Ökosystem ist deutlich spürbar. Wenn Forschung, Industrie und Anlagenbau diesen Schulterschluss weitertragen, können wir eine resiliente und wettbewerbsfähige Produktionslinie in Europa etablieren. Entscheidend ist jetzt der Mut, auf gemeinsame europäische Lösungen zu setzen“, so Prof. Dr. Achim Kampker, Institutsleiter der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB. Dr. Sarah Michaelis, Leiterin der Fachabteilung Batterieproduktion des deutschen Verbands der Maschinen- und Anlagenbauer betonte weiterhin: „Der Maschinen- und Anlagenbau in Europa verfügt über das nötige Know-how und die Technologien, um die gesamte Prozesskette der Batteriezellfertigung abzudecken. Jetzt braucht es die Kundenaufträge und die politische Rückendeckung, um eine wettbewerbsfähige Wertschöpfung in Europa zu sichern“.

In der kommenden Woche wird Prof. Simon Lux, Institutsleiter der Fraunhofer FFB, im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland an einem strategischen Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Industrie teilnehmen, um die nächsten Schritte zur Stärkung der Batterieforschung und -produktion in Deutschland zu diskutieren.

Münster als zentraler Batterie-Knotenpunkt

Mit ihrem Fokus auf die Prozesskette von der Entwicklung bis zur industriellen Produktion der Batteriezelle reagieren die BPD auf den steigenden Bedarf an tiefgehenden Fachdebatten und praxisnahen Lösungsansätzen der europaweiten Batteriebranche. Nach den Aachener „Elektromobilproduktionstagen“ schlagen die Battery Production Days mit der BatteryCityMünster als neuem Veranstaltungsort ein weiteres Kapitel in der Fachkommunikation zur Batteriezellfertigung auf.

Der Standort Münster positioniert sich damit weiter als zentraler Knotenpunkt der europäischen Batteriezellfertigung, an dem Forschung, Entwicklung und industrielle Produktion unmittelbar zusammengeführt werden. Künftig wird die Veranstaltung jährlich wechselnd in Münster und Aachen stattfinden und den fachlichen Austausch zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Industrialisierung der Batteriezellproduktion weiter vertiefen. Der nächste Termin findet am 20. bis 21. Oktober 2026 in Aachen statt.

Weitere Informationen gibt es unter www.ffb.fraunhofer.de.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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