Cyber-Security: Entscheider fordern politische Regelungen für Risiken

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Autor: Jonas Völker

Cyber-Security: Entscheider fordern politische Regelungen für Risiken

Der Command Control Cybersecurity Index 2020 hat im Auftrag der Command Control (3. und 4. März 2020 in München) 300 deutsche Entscheider befragt. Dabei kam heraus, dass drei Viertel der deutschen Entscheider für Cybersicherheit sich wünschen, dass digitale Sicherheit noch stärker als bislang von den politischen Institutionen geregelt wird. Passend zu dieser Forderung sind 71 Prozent der Entscheider der Meinung, dass gesetzliche Rahmenbedingungen wie die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) es ihrem Unternehmen einfacher machen, Cybersicherheit zu gewährleisten.
Eingriff des Staats
„Die Wirtschaft spricht sich beim Thema Cybersicherheit grundsätzlich für den Eingriff des Staats in Form von Gesetzen und Vorgaben aus. Dabei gibt es unter den Entscheidern aber eine Ambivalenz. Denn die Regelungen bieten zwar Orientierung, sind bei Verstößen teilweise aber auch mit empfindlichen Strafen verbunden“, kommentiert Katharina Keupp, Projektleiterin der Command Control.
So empfinden 64 Prozent der Befragten staatliche Sanktionen als eine der größten Bedrohungen für ihre Organisation im Zusammenhang mit Cybersicherheit. In Unternehmen, die im Bereich kritischer Infrastrukturen tätig sind, bei deren Beeinträchtigung also mit erheblichen Störungen der öffentlichen Sicherheit oder anderen dramatischen Folgen zu rechnen ist, trifft das sogar auf 71 Prozent der Befragten zu. Die Sorge besteht nicht zu Unrecht: Erst kürzlich verhängte der Bundesdatenschutzbeauftragte aufgrund von Datenschutzverstößen ein Bußgeld in Höhe von 9,6 Millionen Euro gegen einen Mobilfunkkonzern.
Command Control in München
Auf der Command Control tauschen sich am 3. und 4. März Cybersicherheitsentscheider wie CISOs, CIOs, Geschäftsführer, Risk-Manager und Datenschutzbeauftragte darüber aus, wie Unternehmen am besten mit den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen rund um Cybersicherheit umgehen sollten. Unter anderem diskutiert Dr. Räther in einem gemeinsamen Panel mit Dr. Anna Zeiter, Chief Privacy Officer von eBay, und dem Europa-Geschäftsführer der weltweit größten Datenschutz-Community IAPP (International Association of Privacy Professionals) Paul Jordan, wie Unternehmen sichere Datenschutzprogramme aufsetzen können. Zudem geben der Landesdatenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg Dr. Stefan Brink und der zertifizierte Datenschützer Dr. Carlo Piltz in einer interaktiven Session Tipps für den richtigen Umgang mit Datenschutzverletzungen.

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