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Startschuss zum Deutschen Materialfluss-Kongress 2018

Welche Folgen die Digitalisierung des Logistikprozesses mit sich bringt, diskutieren Experten am 1. und 2. März auf dem 27. „Deutschen Materialfluss-Kongress“ des VDI in Garching. In puncto Digitalisierung gehört die Logistik zu den führenden Branchen.

von | 04.11.20

Künstliche Intelligenz, Big Data, Augmented und Virtual Reality: Was nach Science-Fiction klingt, ist bereits angewandte Technologie in deutschen Fabrikhallen und Materialfluss-Systemen. Den Erfolg belegt der Digitalisierungsindex Mittelstand der Deutschen Telekom: Hiernach senken 85 Prozent der Unternehmen mit vernetzten Produktionsanlagen ihre Kosten und 70 Prozent steigern mithilfe von Cloudlösungen ihren Umsatz.
Welche Folgen die Digitalisierung des Logistikprozesses mit sich bringt, diskutieren Experten am 1. und 2. März auf dem 27. „Deutschen Materialfluss-Kongress“ des VDI in Garching. Wohin die Reise der Intralogistikbranche in Zukunft gehen wird, erklärt Kongressleiter Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner, VDI Landesvertreter Bayern und VDI BV Vorstandsmitglied, im Interview mit dem VDI Bezirksverband München.
In welchem Bereich sehen Sie die größten Optimierungspotenziale in Materialfluss-Systemen und welchen Ansatz braucht es, um sie zu heben?
Dr.-Ing. Johannes Fottner: Moderne Materialflusssysteme sind heute steuerungstechnisch sehr heterogen aufgebaut. Hier muss sehr kurzfristig eine deutliche Standardisierung stattfinden. Der VDI kann hier in seiner Richtlinienarbeit als Regelsetzer und Mit-Gestalter einen sehr wichtigen Beitrag leisten, ohne den eine übergreifende Verteilung und Nutzung von Daten im Sinne von Industrie 4.0 und Internet of Things nicht möglich sein wird.
Was sollten Unternehmen der Intralogistik bei der Gestaltung der Transformationsprozesse infolge der Digitalisierung beachten?
Dr.-Ing. Johannes Fottner: Meiner Meinung nach besteht ein sehr großes Risiko in entweder zu großen Schritten, oder zu kleinen. Einerseits ist Automatisierung kein Selbstzweck und der Mensch muss in die Digitalisierung und die Industrie 4.0 miteingebunden werden. Unternehmen, die heute eher im Sinne einer Manufaktur arbeiten (was häufig hervorragend ist), können nicht von Null auf Eins wechseln. Es gibt eine Vielzahl von Zwischenlösungen, die absolut sinnvoll sind. Andererseits: Wer glaubt, vielleicht kommt die Digitalisierung gar nicht, hat ein Problem: Wir sind schon mittendrin!

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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