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Physical AI: Neue OPC Companion Specification veröffentlicht

Die industrielle Automatisierung steht vor einem Paradigmenwechsel hin zu Physical AI: Maschinen, Roboter und mobile Systeme lernen, den Raum zu „verstehen“. Mit der neuen OPC UA Companion Specification für Identifikation und Ortung schaffen AIM-D e.V., PROFIBUS & PROFINET International (PI) mit dem offenen Ortungsstandard omlox, sowie die OPC Foundation die Grundlage für eine gemeinsame Sprache der „räumlichen Intelligenz“. 

von | 10.11.25

Die neue Spezifikation steht ab sofort kostenfrei auf den Webseiten der OPC Foundation zur Verfügung
Foto: putilov_denis - stock-adobe.com

Die industrielle Automatisierung steht vor einem Paradigmenwechsel hin zu Physical AI: Maschinen, Roboter und mobile Systeme lernen, den Raum zu „verstehen“. Mit der neuen OPC UA Companion Specification für Identifikation und Ortung schaffen AIM-D e.V., PROFIBUS & PROFINET International (PI) mit dem offenen Ortungsstandard omlox, sowie die OPC Foundation die Grundlage für eine gemeinsame Sprache der „räumlichen Intelligenz“.

OPC Companion Specification für Physical AI

Physical AI – also KI, die den physischen Raum aktiv wahrnimmt und kontextbezogen handelt – erfordert ein einheitliches Verständnis von Positionen, Bewegungen und Identitäten im Raum. Genau hier setzt die neue Companion Spezifikation an: Sie vereinheitlicht das räumliche Datenmodell für absolute Koordinaten innerhalb der OPC Foundation und erlaubt eine global durchgängige Verortung von Assets in der digitalen und physikalischen Welt.

Damit wird eine nahtlose Integration räumlicher Daten in industrielle IT- und OT-Systeme möglich – die Voraussetzung für autonome mobile Roboter, intelligente Assistenzsysteme und selbstorganisierte Produktionsumgebungen.

Neue Spezifikation für mehr Interoperabilität

„Maschinen benötigen ein einheitliches Verständnis ihrer Position im Raum, für ein koordiniertes Zusammenspiel zwischen stationären Anlagen und mobilen Robotern in der flexiblen Produktion von morgen“, erklärt Dr. Matthias Jöst, Komitee-Leiter omlox bei PI. „Mit der nun verfügbaren OPC UA Companion Specification schaffen OPC Foundation, AIM-D und PI gemeinsam die Basis für eine neue Generation räumlich vernetzter und KI-fähiger Systeme.“

„AIM profitiert besonders durch die Verbindung von AutoID und Ortungstechnologien“, ergänzt Peter Altes, Geschäftsführer AIM-D e.V. „Das einheitliche Datenmodell stärkt die Interoperabilität – eine entscheidende Voraussetzung für die digital vernetzte Logistik und Industrie.“

Stefan Hoppe, Präsident und Executive Director der OPC Foundation, betont: „OPC UA verbindet Welten – von der Identifikation über die Ortung bis zur Steuerung. Diese neue Spezifikation zeigt, wie offene Standards gemeinsam echte Interoperabilität schaffen – und macht das industrielle Internet der Dinge skalierbar und zukunftssicher.“

Die Kooperation von AIM-D, omlox / PI und der OPC Foundation bringt die Disziplinen Identifikation, Ortung und Kommunikation in einem gemeinsamen räumlichen Kontext zusammen. Damit entsteht eine entscheidende Grundlage, um Roboter, Fahrzeuge und Maschinen mit einem gemeinsamen Raumverständnis auszustatten – der Schlüssel zu Physical AI, resilienten Lieferketten und autonomen industriellen Ökosystemen.

Die neue Spezifikation steht ab sofort kostenfrei auf den Webseiten der OPC Foundation zur Verfügung und gilt als Meilenstein für die nächste Evolutionsstufe der industriellen Intelligenz.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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