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OPC UA: Neue Schnittstelle für Instrumentierungsgeräte

Die OPC Foundation (OPCF) und die FieldComm Group (FCG) arbeiten künftig gemeinsam an der Schaffung herstellerübergreifender Interoperabilität von Instrumentierungsgeräten auf der Grundlage von OPC UA und den Erweiterungen für die Feldebene, genannt OPC UA FX (Field eXchange). In diese Entwicklung werden Vorarbeiten aus beiden Organisationen einfließen. Damit wird sichergestellt, dass es auf dem Markt nur […]

von | 23.08.22

Bitkom Digitalisierungsstrategie

Die OPC Foundation (OPCF) und die FieldComm Group (FCG) arbeiten künftig gemeinsam an der Schaffung herstellerübergreifender Interoperabilität von Instrumentierungsgeräten auf der Grundlage von OPC UA und den Erweiterungen für die Feldebene, genannt OPC UA FX (Field eXchange). In diese Entwicklung werden Vorarbeiten aus beiden Organisationen einfließen. Damit wird sichergestellt, dass es auf dem Markt nur einen einzigen Standard geben wird.

Gemeinsame Entwicklungsarbeit für verschiedene Branchen

Ziel der gemeinsamen Entwicklung ist es, eine interoperable Schnittstelle zwischen SPS/DCS und Instrumentierungsgeräten, wie Transmitter, Messinstrumente und Aktoren, bereitstellen. Die Lösung soll verschiedene Branchen wie Öl & Gas, Chemie & Pharma, Energieerzeugung, Wasser & Abwasser und Zellstoff & Papier unterstützen.

Um diese Arbeit zu beginnen, wird eine neue OPC UA Instrumentation Working Group von der OPC Foundation unter der Leitung der Field Level Communications (FLC) Initiative gegründet. Die Teilnahme an der Arbeitsgruppe steht sowohl Mitgliedern der OPC Foundation, als auch Unternehmensmitgliedern der FieldComm Group offen. In dieser Arbeitsgruppe sind viele namhafte Hersteller aus der Prozess- und Fabrikautomationsindustrie vertreten, um einen einheitlichen, weltweiten und abgestimmten Standard für OPC UA-basierte Instrumentierungsgeräte zu gewährleisten.

Um die Interoperabilität von Instrumentierungsgeräten zwischen den Herstellern zu erreichen, wird die Arbeitsgruppe die UAFX-Basisspezifikationen um die Definition von Schnittstellen und Verhaltensweisen ergänzen, die für diese Feldgeräte typisch sind, einschließlich:

  • allgemein verwendete Schnittstellen und Datentypen für die oben genannten Branchen, einschließlich der funktionalen Sicherheit,
  • spezifische Diagnoseinformationen für Instrumentierungsgeräte,
  • Betriebsarten von Instrumentierungsgeräten,
  • Zustandsautomaten und zeitliche Verhaltensmodelle für gerätespezifische Funktionen, wo erforderlich.

Kombination mit vielen Übertragungsphysiken ist möglich

Die neue Spezifikation des Geräteprofils für die Instrumentierung wird PubSub verwenden und kann mit verschiedenen unterlagerten Kommunikationsprotokollen (z. B. UDP/IP) und Übertragungsphysiken (z. B. Ethernet-APL) kombiniert werden, um alle relevanten Anwendungsfälle in der diskreten Fertigung und der Prozessfertigung zu unterstützen, einschließlich funktional sicherer Instrumentierungsgeräte auf der Grundlage von OPC UA Safety und des deterministischen Datenaustauschs auf der Grundlage von Ethernet Time-Sensitive Networking (TSN), wo erforderlich.

Neue Companion Specification will Überschneidungen vermeiden

Das Instrumentierungs-Profil soll die gemeinsame Spezifikation OPC 30081/FCG TS10098 „OPC UA for Process Automation Devices – PA-DIM“ und andere Companion Specifications ergänzen. Die Arbeitsgruppe wird sich auch bemühen, Überschneidungen mit anderen Informationsmodellen, die bereits veröffentlicht wurden oder sich in der Entwicklung befinden, zu vermeiden. Beispiele hierfür sind die Modelle für „Kalibrierung“ (eine Harmonisierungs-Untergruppe) und „Labor- und Analysegeräte“ (LADS-Arbeitsgruppe).

Weitere Informationen können von der Website der OPCF heruntergeladen werden www.opcfoundation.org/flc.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Das Instrumentierungs-Profil soll die gemeinsame Spezifikation OPC 30081/FCG TS10098 „OPC UA for Process Automation Devices - PA-DIM“ und andere Companion Specifications ergänzen.

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