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ZVEI: klimafreundliche Zukunft in der Elektro- und Digitalindustrie

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Autor: Charlotte Lange

ZVEI: klimafreundliche Zukunft in der Elektro- und Digitalindustrie
ZVEI Verbandspräsident Dr. Gunther Kegel hält eine klimafreundliche Zukunft für erreichbar. (Bild: Pixabay)

Im Vorfeld des ZVEI-Jahreskongresses in Berlin betonte der Verbandspräsident Dr. Gunther Kegel die Relevanz des Klimaschutzes und der Digitalisierung. Lösungen würden die Elektro- und Digitalindustrie schon länger bieten, nun müssten Politik, Gesellschaft und Industrie zusammenarbeiten, damit diese breiter zum Einsatz kommen.

Der Schlüssel für eine klimafreundliche Zukunft ist laut Kegel die All-Electric-Society. In ihr stehen Elektrifizierung, Digitalisierung und die Kopplung aller klimarelevanten Sektoren wie Wärme, Verkehr und Gebäude im Zentrum. Erneuerbarer Strom, dezentral erzeugt, sei der wichtigste Energieträger. Auf diese Weise können 90 Prozent des zukünftigen Energiebedarfs gedeckt und der Primärenergiebedarf in Deutschland bis 2045 um 40 Prozent gesenkt werden.

Vier Faktoren zum Erreichen einer All-Electric-Society

Vier Punkte sind aus Sicht des ZVEI dafür umzusetzen. Erstens muss der Ausbau für erneuerbare Energien enorm angezogen werden. Auf diese Weise kann eine Unabhängigkeit vom Import fossiler Energieträger schneller erreicht, und der stetig steigende Strombedarf aus erneuerbaren Quellen gespeist werden. Voraussetzung dafür sei, dass Planungs- und Genehmigungsverfahren von Seiten der Politik beschleunigt werden.

Zweitens muss sich die Energie- und Stromeffizienz verbessern. Besonders die Hebelwirkung der Energieeffizienz muss betrachtet werden, da durch sie deutlich mehr Energie eingespart werden könnte. Der größte Hebel sei die Elektrifizierung und dadurch ein zunehmender Verzicht auf Verbrennungsprozesse selbst. Weitere Maßnahmen zur Energieeffizienz müssten konsequenter gefördert und gefordert werden, so Kegel.

Drittens muss es zu einer Umverteilung der Steuern und Umlagen der Energieträger kommen, welche mit einem Anteil von 33 Prozent die Energiewende stark belastet. Die Stromsteuer müsse sich am Treibhausgasgehalt des Energieträgers ausrichten, für Strom aus erneuerbaren Energien sollte die Steuer wegfallen.

Der Strombedarf wird bei den Klimazielen steigen, allein in Deutschland um 50 Prozent bis 2030. Das bedeutet höhere Aus- und Belastung der Netze. Also müssten, viertens, die Netze ausgebaut und modernisiert werden. Die Digitalisierung der Netze müsse hierbei im Fokus stehen.

Auch mit Blick auf die Digitalisierung sieht der ZVEI großen Handlungsbedarf und fordert mehr Tempo bei dem Ausbau des Gigabit-Netzes. Zudem müssten grundlegende Rechtsfragen der Datenökonomie geklärt werden, mit einer Unterscheidung in den Regulierungen zwischen industriellen und konsumentennahen Anwendungen.

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