3 Min. Lesezeit

Wie Simatic PCS neo und der Simatic Automation Node die industrielle Steuerungstechnik neu definieren

Die Prozessindustrie steht vor einem grundlegenden Wandel: Neben hoher Anlagenstabilität werden zunehmend Flexibilität, Digitalisierung und schnelle Anpassungsfähigkeit gefordert. Gewachsene, proprietäre Systemlandschaften erschweren jedoch die Integration moderner IT-Technologien und die Umsetzung effizienter Modernisierungsstrategien. Vor diesem Hintergrund gewinnt softwaredefinierte Prozessautomatisierung an Bedeutung. Der Ansatz zielt darauf ab, Automatisierung flexibler, skalierbarer und stärker softwarezentriert zu gestalten und damit die Konvergenz von IT und OT voranzutreiben.

von | 30.06.26

Advertorial
Die wachsende Komplexität der Prozessindustrie erfordert neue Automatisierungsansätze.
Foto: Siemens

Auch für die Wasser- und Abwasserbranche geeignet

Die Prozessindustrie steht vor einem grundlegenden Wandel: Neben hoher Anlagenstabilität werden zunehmend Flexibilität, Digitalisierung und schnelle Anpassungsfähigkeit gefordert. Gewachsene, proprietäre Systemlandschaften erschweren jedoch die Integration moderner IT-Technologien und die Umsetzung effizienter Modernisierungsstrategien.

Vor diesem Hintergrund gewinnt softwaredefinierte Prozessautomatisierung an Bedeutung. Der Ansatz zielt darauf ab, Automatisierung flexibler, skalierbarer und stärker softwarezentriert zu gestalten und damit die Konvergenz von IT und OT voranzutreiben.

Simatic PCS neo als Enabler softwaredefinierter Architekturen

Mit dem webbasierten Prozessleitsystem Simatic PCS neo wird die Entkopplung von Automatisierungsfunktionen von der Hardware umgesetzt. Es integriert IT- und OT-Welt nahtlos und unterstützt durchgängige, datenzentrierte Architekturen. Standortübergreifendes Engineering verbessert die Zusammenarbeit globaler Teams, während moderne Benutzeroberflächen Transparenz und Bedienbarkeit erhöhen.

Simatic PCS neo unterstützt dynamische Architekturen, in denen Daten über alle Ebenen verfügbar sind – von der Feldebene über Edge bis in die Cloud. Dies ermöglicht modulare Anlagenkonzepte und datenbasierte Optimierung, etwa zur Reduktion von Energieverbrauch und Emissionen. Zusätzliche Funktionen wie KI-gestütztes Engineering oder cloudbasierte Engineering-Umgebungen steigern Effizienz weiter. Gleichzeitig werden zentrale Anforderungen wie Cybersecurity, Skalierbarkeit und Compliance adressiert.

Simatic Automation Node (AN): Softwaredefinierter Controller als integraler Bestandteil

Die softwaredefinierte Automatisierung reicht bis in die Steuerungsebene. Der Simatic AN ist ein zentraler Bestandteil dieser Strategie: Anstatt Steuerungsintelligenz in unveränderliche Controller zu integrieren, können Funktionen dynamisch geladen, aktualisiert und orchestriert werden.

Hardwareunabhängigkeit und Investitionsschutz

Klassische Automatisierungssysteme sind eng an spezifische Hardware gebunden: Ein Controller-Upgrade erfordert häufig den Austausch physischer Komponenten sowie eine vollständige Neuqualifizierung des Systems. Ein SDA-Node bricht mit dieser Abhängigkeit: Automatisierungsfunktionen laufen als verwaltete Softwaremodule in einem Container auf standardisierter Industriehardware. Unternehmen können ihre Rechenplattform weiterentwickeln, ohne die Steuerungslogik neu entwickeln zu müssen – ein wesentlicher Beitrag zum langfristigen Schutz von Software-Investitionen.

Flexibilität, Offenheit und Verfügbarkeit neu gedacht

Im Betrieb lassen sich Funktionen ohne Stillstand anpassen oder aktualisieren, was Wartungszeiten reduziert. Offene Schnittstellen, modulare Bausteine und generische Protokolle vereinfachen die Integration von HMIs, Leitsystemen und Drittsystemen.

Der Simatic AN adressiert Echtzeitanforderungen mit optimierter Thread-Zuordnung, zeitstabilem Scheduling und effizienten Datenpfaden. So werden deterministische, zyklusgenaue Abläufe erreicht. Integrierte Redundanz, Zustandsreplikation und Monitoring ermöglichen einen nahezu unterbrechungsfreien Betrieb.

Siemens Ansatz für einen SDA-Node

Durch die Kombination eines flexiblen Laufzeitcontainers mit Echtzeit-Scheduling, offenen Schnittstellen, dynamischem Automatisierungsfunktions-Management und integrierter Redundanz bietet der SIMATIC AN die Agilität moderner Softwareplattformen – ohne Abstriche bei der Zuverlässigkeit, die industrielle Automatisierung erfordert. Die erste Freigabe als RTU SIMATIC AN-5010 beweist, dass dieses Konzept auch für kleine Automatisierungseinheiten hervorragend skaliert.

Vor allem in der Wasser‑ und Abwasserwirtschaft, mit zahlreichen dezentralen Stationen wie Brunnen, Pumpwerken oder Regenüberlaufbecken, ist der Simatic AN 5010 in Kombination mit Simatic PCS neo ideal für RTU‑Anwendungen. Er überzeugt durch integrierte Datenpufferung ohne zusätzliche Hardware, unterstützt gängige Protokolle wie IEC 60870‑5‑104 und lässt sich nahtlos in Simatic PCS 7 sowie Simatic PCS neo integrieren. Das Engineering erfolgt aktuell XNET‑ und CFC‑basiert.

Fazit

Die wachsende Komplexität der Prozessindustrie erfordert neue Automatisierungsansätze. Softwaredefinierte Prozessautomatisierung bietet hierfür einen entscheidenden Hebel.

Mit Simatic PCS neo und dem Simatic Automation Node entsteht eine durchgängige Architektur, die IT und OT verbindet und die Grundlage für eine zukunftssichere, datengetriebene Produktion schafft.

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