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Vollautomatisierte Verbindungstechnik für Produktivität

Mit SNAP IN hat Weidmüller eine Anschlusstechnologie entwickelt, die speziell den Anforderungen automatisierter Schaltschrankfertigungen entspricht. Dabei steht weniger ein evolutionärer Fortschritt im Vordergrund als vielmehr ein konsequent neu gedachter Ansatz elektrischer Kontaktierung im industriellen Umfeld: Von der händischen Verdrahtung bis hin zur Roboterintegration.

von | 05.08.25

Bildunterschrift: Die SNAP IN-Anschlusstechnologie ist für die automatisierte, robotergestützte Verdrahtung optimiert.
Quelle: Weidmüller

Die SNAP IN-Reihenklemme nutzt einen vorgespannten, wire-ready-Federmechanismus, der eine sofortige Leitereinführung ohne Werkzeug und ohne vorbereitende Arbeitsschritte wie Abisolieren, Crimpen oder Vormontieren erlaubt.

SNAP IN für den automatisierten Schaltschrankbau

Die Verbindung wird dabei mechanisch gesichert und gibt ein deutlich akustisches und haptisches Feedback in Form eines „Klicks“ (SNAP IN ), das sowohl von Monteuren als auch von Robotern eindeutig interpretiert werden kann.

René Arntzen, Head of Product Management Device Connectivity bei Weidmüller:

„Der SNAP IN-Klick-Moment ist jedes Mal ein echtes Highlight, wenn ich unsere Innovation vorstelle. Kundinnen und Kunden berichten oft, dass sie genau solche Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung suchen, denn SNAP IN liefert hierfür einen wichtigen Beitrag.“

Im Gegensatz zu klassischen PUSH IN- oder Schraubsystemen ist SNAP IN für den automatisierten Schaltschrankbau prädestiniert. Die Einführkraft ist gering genug, dass auch kollaborative Robotiksysteme, etwa SCARA- oder Delta-Roboter, ohne spezielle Kraftregelung oder sensorische Überwachung sicher arbeiten können.

Dabei ist die mechanische Rückmeldung der eingerasteten Verbindung ein integraler Bestandteil des Designs. Für Robotersysteme bedeutet das eine klare, messbare Prozessbestätigung, etwa über Kraft- oder Wegesensorik in den Greifern, wodurch eine Qualitätssicherung in Echtzeit ermöglicht wird. Gleichzeitig entfällt der Bedarf an komplexen Sensorpaketen zur optischen Kontrolle der Verdrahtungslage.

Die Kontakte sind gasdicht, vibrationsfest und langzeitstabil.

Reduktion der Durchlaufzeiten

Bei Umgebungseinflüssen wie Temperaturschwankungen oder Vibrationen, wie sie in Maschinenparks oder dezentralen Steuerungseinheiten üblich sind, bleibt die Kontaktqualität konstant. Die Langzeitzuverlässigkeit der Verbindung wurde in Validierungszyklen und Testreihen unter anderem gemäß IEC 60947-7-1 geprüft und zertifiziert.

Ein besonderer Fokus liegt auf der vollständigen Automatisierbarkeit des Verdrahtungsprozesses. In Kombination mit dem Weidmüller Configurator (WMC) lassen sich Verdrahtungslayouts digital planen, simulieren und direkt an Fertigungsmaschinen oder Roboterzellen übergeben.

Die SNAP IN-Klemmen werden in geöffnetem Zustand (wire ready) geliefert, sodass in der Fertigung kein manueller Vorbereitungsprozess notwendig ist. Für OEMs, Systemintegratoren oder Schaltschrankbauer bedeutet das eine Reduktion der Durchlaufzeiten bei gleichzeitig gesteigerter Prozesssicherheit.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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