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Robotik: Baukasten für mobile Roboter verringert Engineering-Aufwand

Für das nahtlose Zusammenspiel von mobiler Robotik und IT stellt Bosch Rexroth ein modulares Robotik-Kit aus Soft- und Hardwarekomponenten vor.

von | 23.03.21

Foto: Bosch Rexroth

Für das nahtlose Zusammenspiel von mobiler Robotik und IT stellt Bosch Rexroth ein modulares Robotik-Kit aus Soft- und Hardwarekomponenten vor. Der Baukasten beinhaltet aktuell eine infrastrukturfreie Lokalisierung sowie ein Modul für die Routenplanung und einen standardisierten Antrieb, beide derzeit im Pilotstadium. Die Komponenten können unabhängig voneinander oder aber in Kombination erworben werden. Entwickler verringern damit ihren Engineering-Aufwand für unterschiedlichste mobile Roboter deutlich. Über offene Schnittstellen zur IT und zu beliebigen Industriesteuerungen sowie vorbereiteten Sicherheitsfunktionen bis Performance Level (PL) d reduzieren sie ihre Time-to-Market und die Inbetriebnahmezeit beim Kunden.

Roboter ermitteln ihre Position mit selbst hergestellter Umgebungskarte

Mit der 2020 mit dem IFOY Award ausgezeichneten und weiterentwickelten Softwarekomponente ROKIT Locator von Bosch Rexroth ermitteln mobile Roboter, wie beispielsweise Automated Guided Vehicles (AGV), ihre Position anhand einer eigenständig erstellten Umgebungskarte. Für die Inbetriebnahme der Komponente benötigen Anwender weder Expertenwissen noch konkrete bauliche Vorrichtungen. Der ROKIT Locator erzeugt bei einer Referenzfahrt eine Umgebungskarte und teilt sie über einen Server mit weiteren der Flotte angeschlossenen Fahrzeugen. Die neue Funktion Reference Alignment kann diese Karte mit bereits in den IT-Systemen gespeichertem Layout der Umgebung verbinden. Gemeinsame Referenzpunkte bringen die verschiedenen Karten in Übereinstimmung. Dies ermöglicht es, die im IT-System hinterlegten Lagerplätze eindeutig zu lokalisieren und anzufahren. Sollte zusätzlich Hardware gewünscht sein, bietet Bosch Rexroth die ROKIT Locator.Box, eine Kombination aus der Locator-Software, ctrlX AUTOMATION Betriebssystem und einem Industrierechner. Die neue Softwarekomponente ROKIT Navigator übernimmt auf Basis der Locator-Karte die Routenplanung und berücksichtigt dabei automatisch verschiedene Chassis und Antriebssysteme. Derzeit testen erste Pilotkunden den ROKIT Navigator im realen Betrieb. Je nach Größe und Lenkeigenschaften gibt die Komponente auf das Fahrzeug angepasste Fahrbefehle und reduziert so den Engineering-Aufwand für OEMs weiter. Beide Softwarekomponenten sind mit zahlreichen Industriesteuerungen und Lasersensoren verschiedener Hersteller kompatibel.

Standard-Hardware erweitert Baukasten

Ebenfalls im Pilotstadium ist der ROKIT Motor. Dieses einbaufertige Antriebsmodul für Nutzlasten bis zu einer Tonne erweitert den Baukasten für mobile Roboter um eine leistungsfähige Standard-Hardware. Der ROKIT Motor besteht aus einem 800 W starken elektrischen Antrieb, einem Getriebe, einer Bremse und einer vorprogrammierten Steuerung. Die funktionale Sicherheit bis zum PL d ist bereits vorbereitet und dokumentiert.

Robotik mit API-Anbindung

Die intuitive grafische Benutzeroberfläche ROKIT aXessor ermöglicht mittels API-Anbindung den Zugang zu allen ROKIT-Komponenten. Basierend auf einer 3D-Technologie schafft der ROKIT aXessor eine einfache und benutzerfreundliche Bedienung. Die Komponenten ROKIT Locator, ROKIT Navigator und ROKIT Motor automatisieren mobile Roboter für die Fertigung und Intralogistik in der Industrie sowie für Anwendungen im Handel und beispielsweise dem Einsatz in Krankenhäusern. Der Baukasten soll zukünftig um weitere Module der mobilen Robotik erweitert werden.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Soft- und Hardwaremodule von Bosch Rexroth beschleunigen Time-to-Market für OEMs. Foto: Bosch Rexroth

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