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KI-Assistent: Siemens und Microsoft peilen Skalierung an

Siemens und Microsoft wollen die Nutzung von Industrial AI weiter vorantreiben und fokussieren sich auf die Skalierung des Industrial Copilot. Das Know-how beider Unternehmen aus OT und IT soll dabei branchenübergreifend die Anforderungen der Fertigung und Automatisierung besser identifizieren und adressieren.

von | 24.10.24

Seit der Produkteinführung im Juli haben Kunden aus verschiedenen Branchen begonnen, den Siemens Industrial Copilot einzusetzen.
Foto: Siemens AG

Siemens und Microsoft wollen die Nutzung von Industrial AI weiter vorantreiben und fokussieren sich auf die Skalierung des Industrial Copilot. Das Know-how beider Unternehmen aus OT und IT soll dabei branchenübergreifend die Anforderungen der Fertigung und Automatisierung besser identifizieren und adressieren.

Siemens und Microsoft setzen auf den Industria Copilot

Mehr als 100 Unternehmen, darunter Schaeffler und thyssenkrupp Automation Engineering, setzen den Siemens Industrial Copilot bereits ein, um ihre Prozesse zu optimieren, dem Fachkräftemangel zu begegnen und Innovationen voranzutreiben. Über 120.000 Anwender und Anwenderinnen, die derzeit schon mit der Engineering-Software TIA Portal von Siemens arbeiten, können ihre Produktivität und Effizienz durch den GenAI-gestützten Assistenten nun zusätzlich steigern.

Co-Creation-Partner thyssenkrupp Automation Engineering ist nun das erste Unternehmen, das plant, den Copilot weltweit einzusetzen. Ab Anfang 2025 werden die Anlagen des Unternehmens mit dem KI-Assistenten ausgestattet, um ihr Potenzial über die gesamte Produktpalette hinweg auszuschöpfen. Geplant sei außerdem ein globaler Roll-out. Siemens unterstützt dabei zusätzlich mit der offenen digitalen Business Plattform Siemens Xcelerator.

„Die Zusammenarbeit zwischen Siemens und Microsoft markiert einen entscheidenden Moment des Wandels im Industriesektor, in dem sich die KI zu einem Eckpfeiler für Innovation und betriebliche Effizienz entwickelt“, sagte Judson Althoff, Executive Vice President und Chief Commercial Officer bei Microsoft. „Durch die Integration von Microsoft Azure OpenAI Service in die industriellen Lösungen von Siemens geben wir den Unternehmen cloudbasierte Tools an die Hand, die entscheidend dazu beitragen, komplexe Herausforderungen zu vereinfachen, die Produktivität zu steigern und ihnen zu helfen, in einem zunehmend dynamischen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.“

„Gemeinsam mit Microsoft skalieren wir industrielle KI und befähigen unsere Kunden in der gesamten Industrie, widerstandsfähiger, wettbewerbsfähiger und nachhaltiger zu werden. thyssenkrupp Automation Engineering zeigt, wie Kunden den Siemens Industrial Copilot selbst in hoch anspruchsvollen Umgebungen als bedeutenden Effizienzschub nutzen können“, sagte Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Digital Industries.

KI-Assistent von Siemens wird rege genutzt

Seit der Produkteinführung im Juli haben Kunden aus verschiedenen Branchen begonnen, den Siemens Industrial Copilot für Engineering zur Effizienzsteigerung einzusetzen. Ingenieurinnen und Ingenieure können nun Maschinenvisualisierungen in 30 Sekunden erstellen und passenden PLC-Code generieren, der teilweise nur 20 % Anpassung erfordert. Dies rationalisiert Arbeitsabläufe, reduziert den manuellen Aufwand und hilft, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Chat-Funktion liefert zudem sofort präzise Antworten, sodass zeitaufwendige Recherchen entfallen. Durch den Einsatz des Copiloten steigern Unternehmen ihre Produktivität und fördern Innovationen.

Referenzkunde bestätigt Arbeitserleichterung durch KI-Assistent

Die großflächige Einführung des KI-Assistenten bei thyssenkrupp Automation Engineering zeige laut Siemens sein transformatives Skalierungspotenzial, insbesondere in anspruchsvollen Umgebungen wie der Entwicklung automatisierter Systeme für die Produktion von Batterie- und Wasserstoff-Montagelinien. Eine Anlage des Unternehmens stelle beispielsweise die Qualität der Batterien für Elektrofahrzeuge sicher – ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Energiewende und die 100-prozentige Zuverlässigkeit der Batterien, die die Industrie braucht. Integrierte Sensoren, Kameras und Messsysteme überwachen die Qualität der Batteriezellen über mehrere Phasen hinweg und führen komplexe Auswertungen durch, um Entladungen außerhalb der festgelegten Schwellenwerte zu erkennen.

Der Siemens Industrial Copilot optimiert die Entwicklung und den Betrieb dieser Anlage, indem er repetitive Aufgaben wie Datenmanagement, die Sensorkonfiguration und die zentrale Berichterstattung über jeden notwendigen Schritt automatisieren soll, um die strengen Anforderungen der Batterieinspektion zu erfüllen. Zur generellen Unterstützung übernimmt der Copilot sowohl Routine- als auch wichtige Dokumentationsaufgaben. So können sich die Engineering-Teams auf komplexe Tätigkeiten mit höherem Mehrwert konzentrieren, während der Copilot in Echtzeit Probleme löst, Ausfallzeiten minimiert und eine reibungslose Produktion sicherstellt.

„Der Siemens Industrial Copilot wird uns in Zukunft den Arbeitsalltag erheblich erleichtern, und uns bei den drängenden Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel und der zunehmenden Komplexität von Batterieprüfungen unterstützen. Die KI-gestützte Lösung wird unsere Branche revolutionieren. Deswegen führen wir sie aktiv in unseren Maschinen ein“, sagt Dr. Volkmar Dinstuhl, Mitglied des Vorstands von thyssenkrupp AG und CEO von thyssenkrupp Automotive Technology.

Auf der SPS 2024, die im November 2024 in Nürnberg stattfindet, wird Siemens weitere Einzelheiten über den Siemens Industrial Copilot bekanntgeben.

Weitere Informationen gibt es unter www.siemens.com.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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