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Wegbereiter für das Energy Harvesting

Das Karlsruher Jungunternehmen otego präsentiert sich auf der diesjährigen Hannover Messe Industrie auf dem Gemeinschaftsstand des Karlsruher Instituts für Technologie, KIT. Im Mittelpunkt steht otegos „oTEG“, der weltweit erste gedruckte kommerzielle thermoelektrische Generator. Diese Elektronikkomponente wandelt selbst kleine Temperaturunterschiede in elektrische Energie um.

von | 04.11.20

Wegbereiter für das Energy Harvesting

Die vier Gründer von otego haben es mit ihrer mehrfach prämierten Entwicklung geschafft, thermoelektrische Generatoren (TEG) durch neuartige Materialien und großindustrielle Produktionsverfahren massenmarkttauglich zu machen. Der von ihnen vorgestellte oTEG, nicht größer als ein Zuckerwürfel, ist einfach in Elektronikprodukte zu integrieren und ermöglicht die Stromversorgung aus Umgebungswärme.
Gefragter Partner für Energy-Harvesting-Lösungen
Das Karlsruher Start-up ist mittlerweile gefragter Partner der Industrie bei der Umsetzung neuer Energy Harvesting Lösungen. Die Kunden profitieren vom umfangreichen Know-how des otego Teams, wenn es darum geht, drahtlose Low-Power Anwendungen mit autarker Energieversorgung zu entwickeln.
Mitgründer und CEO Frederick Lessmann: „Bei otego haben wir alle Entwicklungsschritte entlang der Wertschöpfungskette in der Hand. Dazu gehört die Materialsynthese, die Produktion im „Rolle-zu-Rolle“ Druckverfahren, der patentierte „Origami“-Faltprozess für die bedruckte Folie, die Elektronikentwicklung sowie die elektronische und thermische Integration der oTEGs in das Gesamtsystem unserer Kunden.“
Pilotproduktion ab September 2018
Der Start der Pilotproduktion ist für das dritte Quartal 2018 vorgesehen. Vor allem Hersteller von Industrieanlagen und Sensorsystemen schätzen die schnelle Umsetzung von Funktionsmustern für batterielose IoT-Anwendungen, die künftig von Serien-oTEGs versorgt werden.
Die stark wachsende Zahl vernetzter IoT-Geräte lässt in den kommenden Jahren vollkommen neue Anwendungen entstehen – sowohl im Consumer-Umfeld als auch in der Industrie. Das Karlsruher Start-up fokussiert sich derzeit auf zwei Marktsegmente: Drahtlose Sensoren zur Zustandsüberwachung von Maschinen und Einrichtungen in der Industrie (Condition Based Maintenance) und Sensoren und Aktoren für die Gebäudeautomation (Smart Home).
Dabei geht es nicht nur um die Integration der Generatoren als alternative Energiequelle in bestehende Systeme, sondern auch um das Beschreiten neuer Wege. Die oTEGs stellen dabei eine Lösung für die autarke Versorgung von Kleinstverbrauchern dar. Wo bislang Batteriespeicher oder Versorgungskabel einer sinnvollen Produktumsetzung im Weg standen, liefern oTEGs künftig kontinuierlich und wartungsfrei elektrische Energie direkt aus der Umgebungswärme.
Robust und umweltschonend zugleich
Aufgrund der verwendeten Polymermaterialien ist der oTEG mechanisch flexibel und unempfindlich gegenüber Stößen und Vibrationen. Die Einsatztemperaturen reichen derzeit von -55 bis +85 °C. Die hohe Ausgangsspannung im einstelligen Volt-Bereich erlaubt die Verwendung von Standard-Elektronikkomponenten, was die Produktintegration erleichtert. otego verwendet ausschließlich schwermetallfreie Materialien, die einer umweltschonenden Entsorgung nicht im Wege stehen.
Das Konzept des jungen Unternehmens hat auch Investoren überzeugt. otego schloss die erste Kapitalisierungsrunde mit einer Seed-Finanzierung in siebenstelliger Höhe ab. Yann Fiebig vom High-Tech Gründerfonds ist einer der drei Investoren. Er ist überzeugt von der Perspektive, das Internet der Dinge energieautark zu machen.
„Wesentlich zum Erfolg beitragen wird das industrielle Produktionsverfahren, da es skalierbar und damit mas-senmarkttauglich ist. Was uns zusätzlich motiviert ist die Tatsache, dass sich bei otego vier echte Unternehmer-Persönlichkeiten zusammengefun-den haben“, sagt Fiebig.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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