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White Paper über die Gestaltung und Entwicklung anwendernaher Bediensysteme

Eaton hat ein neues White Paper „Mensch-Maschine-Interaktion im Produktionsumfeld–Gestaltung und Entwicklung anwendernaher Bediensysteme“ veröffentlicht.

von | 04.11.20

Die Autoren Simon Sittig, Professor Dr. Christian Brecher und Markus Obdenbusch von dem Werkzeugmaschinenlabor WZL der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule beschreiben darin die Stärken und Schwächen der aktuellen Bediensysteme, erläutern Richtlinien und Gestaltungsempfehlungen für moderne und anwendernahe Neuentwicklungen und gehen dabei auf viele praxisnahe Aspekte ein, die es in der Produktentwicklung zu beachten gilt.
Im Produktionsumfeld nimmt die Steuerungskomplexität stetig zu. Maschinenkonzepte ohne intuitiven Aufbau führen zu langen Einarbeitungszeiten, verlangsamten Arbeitsprozessen und letztlich zu höheren Kosten. Nicht nur neu anzulernende Mitarbeiter, auch die generell immer älter werdende Bevölkerung stellt die Bedienkonzepte vor Herausforderungen und erhöht den Bedarf nach intuitiveren Bediensystemen.
Aufgabenspezifische Informationsskalierung
Ein funktionsorientierter Aufbau von Menüs führt z. B. dazu, dass die benötigten Funktionen in verschiedenen Bereichen verortet sind, was die Ausführungsgeschwindigkeit verlangsamt. Ein Lösungsansatz, der im White Paper beschrieben wird, ist die aufgabenspezifische Informationsskalierung. Dabei wird jeder Arbeitsaufgabe ein Profil zugeordnet, in dem nur die für das Profil relevanten Informationen dargestellt werden.
Die wichtigsten Aspekte bei der Konzipierung von Benutzerschnittstellen sind die Benutzerfreundlichkeit und Gebrauchstauglichkeit. Der Autor stellt besonders die hohe Informationsverfügbarkeit in den Vordergrund, da durch schnelles Auffinden von Funktionen und Individualisierbarkeit die Nutzerakzeptanz erhöht werden kann.
Designaspekte und Bedienkomfort
Auch Designaspekte und Bedienkomfort, wie z. B. durch Touch-Displays, die sich auch mit Handschuhen bedienen lassen, sind wichtige Eigenschaften, um eine hohe Nutzerakzeptanz zu erreichen. Eatons Programm Galileo ist genau auf diese Aspekte hin ausgerichtet und erlaubt eine einfache Umsetzung neuer intuitiver Benutzungsschnittstellen. Es bietet eine Vielzahl vorgefertigter Graphen und Funktionen sowie Templates für die Benutzerverwaltung.
Das White Paper stellt heraus, dass die Idee eines nutzerorientierten Bediensystems auf einer durchgängigen Verfügbarkeit relevanter Informationen beruht. Dies lässt sich durch mobile Endgeräte erreichen. So werden bereits Tablets und Smartwatches in der Industrie eingesetzt, wobei eine Smartwatch z. B. zur Alarmierung der Mitarbeiter dient.
Industrie 4.0 im Fokus
Ganz im Sinne des Themas Industrie 4.0 beschreiben die Autoren, wie Cloudlösungen eine durchgängige Verfügbarkeit relevanter Informationen erreichen können. Für eine dynamische Verteilung von Aufgaben auf verschiedene geeignete Rollen wird eine übergeordnete Instanz benötigt. Mittels Cloud-Infrastruktur ist es auch möglich externe Dienstleister in bestimmte Arbeitsabläufe einzubinden. Wichtig dabei ist die Ausrichtung auf eine hohe Datendurchgängigkeit, standardisierte Schnittstellen und einheitliche Übertragungsprotokolle.
Das White Paper kann unter folgendem Link kostenlos heruntergeladen werden: www.eaton.com/de/hmi.

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