Emerson Automation Solutions hat eine Erweiterung der Plattform für seine Rosemount™ X-well™ Technologie zur Oberflächentemperaturmessung präsentiert. Neu ist eine festverkabelte Variante mit dem Rosemount 3144P, die die ursprüngliche WirelessHART® Version ergänzt. Das Unternehmen erweitert damit sein Portfolio der nichtintrusiven Temperaturmesstechnologie und eignet sich besonders Nutzer konventionell verkabelter E/A-Umgebungen.
Vor allem in Anlagen und Einrichtungen, in denen bereits verkabelte Netzwerke installiert sind oder Wireless HART noch nicht eingesetzt wird, vergrößert das neue Produkt die Anwendungsmöglichkeiten der X-well-Technologie. Anwender haben die X-well Technologie bereits als Ersatz von schwierigen Schutzrohrinstallationen für sich entdeckt. Bei solchen Installationen steht häufig ein verkabelter Anschluss zur Verfügung. Hier kann nun ebenfalls eine verkabelte X-well Version eingesetzt werden.
Die Technologie misst die Oberflächentemperatur der Rohrleitung und die Umgebungstemperatur und kombiniert diese Informationen mit den Wärmeleiteigenschaften der Installation und der Prozessleitungen. Daraus lässt sich eine präzise Prozesstemperatur errechnen.
Der wesentliche Vorteil ist die präzise Prozesstemperaturmessung, ohne dass ein Eindringen oder Eingreifen in den Prozess erforderlich ist. Ergebnis ist ein schneller und unkomplizierter Einbau sowie eine vereinfachte Langzeitwartung, denn es müssen keine Schutzrohre ausgelegt, angepasst oder gewartet werden. Ebenso überflüssig werden "Wake Frequency Calculations" wie auch die zeitaufwendige Bestimmung der Materialkompatibilität, die Bestimmung der korrekten Eintauchtiefe und des erforderlichen Schutzprofils.
Geeignet ist die X-well-Technologie vor allem für den Einsatz an Rohrleitungen mit geringen Querschnitten, hoher Strömungsgeschwindigkeit, bei Schlämmen oder Medien mit schweren Partikeln, Bohrlochköpfen, Clean-In-Place-Prozessen, hochviskosen Fluiden und rauen Prozessen in den Sektoren der Öl- und Gasindustrie, Chemischen Industrie, in Raffinerien, in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, im Metall- und Minensektor sowie der Papier- und Zellstoffindustrie.
Die nötigen Messgeräte können mit Hilfe gängiger Montageverfahren mittels Rohrklemmen und den üblichen dafür eingesetzten Werkzeugen installiert werden, ohne dass eine darauf spezialisierte Montagefirma hinzugezogen werden muss. Außerdem ist Anwendern möglich, Temperaturmesspunkte hinzuzufügen, ohne einen Prozess herunterfahren zu müssen.
IGR-Erfahrungsaustausch Technik 2026: KI-Einsatz in der Prozessindustrie im Fokus
Am 30. September und 1. Oktober 2026 findet im Bürgerhaus in Mörfelden/Walldorf der IGR-Erfahrungsaustausch Technik statt. Die Veranstaltung widmet sich der Frage, wie Künstliche Intelligenz von der Pilotphase in die Produktion überführt werden kann. Im Mittelpunkt stehen resiliente Produktionsprozesse, ein gezielter Ressourceneinsatz sowie neue digitale Geschäftsmodelle. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.







