Die Deutsche Gesellschaft für Robotik e.V. (DGR) hat ihren ersten regulären Vorstand gewählt. Zum Vorsitzenden der Fachgesellschaft für Robotik wurde Prof. Dr. Wolfram Burgard von der Technischen Universität Nürnberg bestimmt. Der neue Vorstand übernimmt seine Aufgaben am 1. Oktober 2026 und löst den bisherigen Gründungsvorstand ab.
Robotik-Gesellschaft schließt Aufbauphase ab
Die Vorstandswahl fand am 17. September 2026 im Rahmen einer hybriden Mitgliederversammlung in Berlin statt. Sie markiert den Abschluss der ersten Aufbauphase der DGR, die im März 2026 gegründet wurde. Mitglieder konnten sowohl vor Ort als auch digital an der Versammlung teilnehmen.
Neben Burgard gehören dem neuen Vorstand Prof. Dr. Georgia Chalvatzaki von der Technischen Universität Darmstadt als zweite Vorsitzende, Prof. Dr. Johannes Betz von der Technischen Universität München als Schatzmeister sowie Prof. Dr.-Ing. Alice Kirchheim vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML als Schriftführerin an.
DGR will Austausch zwischen Forschung und Industrie stärken
Die DGR versteht sich als mitgliedergetragene Fachgesellschaft, die Akteure aus Wissenschaft, Industrie, Start-ups und Bildung zusammenbringen will. Ziel ist es, den fachlichen Austausch über Disziplinen und Institutionen hinweg zu fördern und technologische sowie gesellschaftliche Entwicklungen der Robotik gemeinsam einzuordnen.
Für die Automatisierungstechnik ist diese Vernetzung besonders relevant, weil Robotik zunehmend mit Themen wie künstlicher Intelligenz, autonomer Navigation, Sensorik und industrieller Produktion zusammenwächst. Fachgesellschaften können hier eine Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung, technischer Entwicklung und industrieller Anwendung bilden.
Neuer Vorstand soll fachliche Schwerpunkte entwickeln
Der neue Vorstand will auf der Arbeit des Gründungsvorstands aufbauen und die inhaltlichen Schwerpunkte für die kommende Amtsperiode gemeinsam mit den Mitgliedern entwickeln. Burgard kündigte an, den wissenschaftlichen Austausch zu intensivieren und die Expertise der Mitglieder stärker in Diskussionen über technologische und gesellschaftliche Entwicklungen einzubringen.
Der bisherige Vorsitzende des Gründungsvorstands, Prof. Dr. Tamim Asfour vom Karlsruher Institut für Technologie, verwies bei der Übergabe auf die Verbindung zwischen der DGR und dem Robotics Institute Germany. Beide Organisationen sollen nach seiner Darstellung weiterhin auf Kooperation und gemeinsame Aktivitäten setzen.
Bedeutung für die deutsche Robotik-Community
Mit dem Übergang vom Gründungs- zum regulären Vorstand beginnt für die DGR die Phase des dauerhaften Organisationsaufbaus. Entscheidend wird sein, wie die Gesellschaft ihre Rolle zwischen Forschung, Industrie und gesellschaftlicher Debatte konkret ausgestaltet und welche fachlichen Themen sie in den kommenden Jahren priorisiert.
Für die deutsche Robotiklandschaft entsteht damit eine zusätzliche Plattform, über die Forschungsergebnisse, technologische Entwicklungen und Anforderungen aus der industriellen Praxis institutionenübergreifend diskutiert werden können.
Fazit
Mit der Wahl ihres ersten regulären Vorstands schließt die Deutsche Gesellschaft für Robotik ihre Gründungsphase ab. Unter dem Vorsitz von Wolfram Burgard soll nun die fachliche Arbeit der Gesellschaft ausgebaut und der Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und weiteren Akteuren der Robotik verstärkt werden.








