Prof. Dr.-Ing. Rainer Drath von der Hochschule Pforzheim und langjähriger atp-Beirat zählt 2024 zu den weltweit meistzitierten Wissenschaftlern. Laut der aktuellen Ausgabe des Elsevier-Stanford-Zitationsrankings gehört er damit wie bereits im Vorjahr zu den besten 4 % aller Forschenden. Das Ranking basiert auf der jüngsten Auswertung des Elsevier-Datasets (Version 8), das international als eines der verlässlichsten Instrumente zur Bewertung wissenschaftlichen Einflusses gilt.
Elsevier-Zitationsranking: Nicht nur Anzahl der Publikationen zählt
Besonders hervorzuheben ist, dass das Ranking nicht nur die reine Anzahl an Publikationen berücksichtigt, sondern mehrere aussagekräftige Indikatoren, die die Bedeutung einzelner Forschender differenziert abbilden. Dazu zählt unter anderem der sogenannte h-Index, der ausdrückt, wie viele Publikationen eines Wissenschaftlers in welchem Umfang zitiert werden. Er spiegelt damit sowohl die Produktivität als auch die Relevanz der veröffentlichten Forschung wider. Zusätzlich wird der hm-Index einbezogen, eine weiterentwickelte Form des h-Index, die berücksichtigt, wie viele Personen an einer Veröffentlichung beteiligt waren. Dadurch wird die individuelle Leistung eines Autors oder einer Autorin fairer bewertet, insbesondere in Forschungsfeldern, in denen viele Ko-Autoren üblich sind.
Hinzu kommen Zitationsfaktoren, die sich an der jeweiligen Autorenposition orientieren. In wissenschaftlichen Publikationen ist diese Reihenfolge keineswegs zufällig: Die Erstautorenschaft steht in vielen Disziplinen für den zentralen Beitrag zur Arbeit, während die Letztautorenschaft häufig die wissenschaftliche Leitung symbolisiert. Indem das Ranking diese Autorensignifikanz berücksichtigt, wird die tatsächliche Rolle der einzelnen Forschenden genauer abgebildet. Aus all diesen Kennzahlen wird schließlich der sogenannte c-Score berechnet – ein zusammengesetzter Wert, der Publikationsmenge, Zitationshäufigkeit und Autorenrolle vereint und so eine besonders ausgewogene und fächerübergreifende Bewertung ermöglicht.
Rainer Drath ist führender Architekt von AutomationML
Prof. Dr.-Ing. Rainer Drath ist seit 2017 Professor für Mechatronische Systementwicklung an der Hochschule Pforzheim. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im interdisziplinären System Engineering, in der Industrie 4.0, in der Datenintegration und in der Modellierung technischer Systeme. Als einer der führenden Initiatoren und Architekten des offenen Datenformats AutomationML hat er wesentlich zur Standardisierung industrieller Datenmodelle beigetragen und damit weltweit Beachtung gefunden. Mit über 400 Publikationen, mehr als 60 Patentveröffentlichungen und zahlreichen wissenschaftlichen Auszeichnungen – zuletzt dem Research Excellence Award 2025 der Hochschule Pforzheim – zählt Prof. Drath zu den prägenden Persönlichkeiten seines Fachgebiets.
„Dass ich erneut zu den meistzitierten Forschenden weltweit zähle, ist für mich eine große Ehre“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Rainer Drath. „Gleichzeitig ist es ein Ansporn, die Brücke zwischen Forschung, Lehre und industrieller Praxis weiter auszubauen. Besonders im Zeitalter der Digitalisierung und Industrie 4.0 spielen offene, standardisierte Datenformate wie AutomationML eine entscheidende Rolle, damit Unternehmen und Forschungseinrichtungen effizient und vernetzt arbeiten können.“
Weitere Informationen gibt es unter www.hs-pforzheim.de.







