Die Technische Universität München (TUM) und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) bauen ihre Zusammenarbeit in Robotik und Künstlicher Intelligenz aus. Im Mittelpunkt der zunächst mit 1,6 Millionen Euro geförderten Partnerschaft stehen gemeinsame Forschungsprojekte zur KI-basierten Robotik sowie nachhaltigen robotischen Fertigungsprozessen.
KI-Robotik im Fokus gemeinsamer Forschung
Im Rahmen der Partnerschaft arbeiten Forschende beider Einrichtungen in sogenannten Forschungs-Tandems zusammen. Einmal jährlich verbringen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUM und des MIT jeweils drei Monate an der Partnerinstitution. Dort entwickeln, testen und validieren sie gemeinsam neue Technologien für Anwendungen der KI-gestützten Robotik.
Die Kooperation verbindet zwei international etablierte Forschungszentren. Während das MIT CSAIL weltweit für seine Arbeiten in Robotik und Künstlicher Intelligenz bekannt ist, zählt das TUM MIRMI mit knapp 80 Professorinnen und Professoren zu den größten Robotik- und KI-Instituten weltweit.
Neue KI-Modelle und digitale Zwillinge
Das erste Forschungstandem entwickelt KI-Modelle für Robotersysteme, die aus großen Mengen unstrukturierter Sensordaten lernen. Dafür sollen unter anderem Large Video Models eingesetzt werden, um eine flexible Pfadplanung in komplexen und bislang unbekannten Umgebungen zu ermöglichen. Ziel ist eine bessere Generalisierung der Systeme auf neue Aufgaben und Einsatzszenarien.
Ein zweites Forschungsteam konzentriert sich auf KI-gestützte Methoden für nachhaltige robotische Fertigungsprozesse. Im Mittelpunkt stehen die Verbindung von computergestütztem Design, digitalen Zwillingen und robotischer Fertigung, um Planungs- und Produktionsprozesse effizienter zu gestalten.
Bedeutung für die Prozessindustrie
Die Forschungsfelder adressieren zentrale Herausforderungen der Automatisierungstechnik. Verbesserte Wahrnehmungssysteme, generative KI und digitale Zwillinge können künftig dazu beitragen, Robotersysteme flexibler in dynamischen Produktions- und Industrieumgebungen einzusetzen. Gleichzeitig eröffnet die Kooperation neue Möglichkeiten für den wissenschaftlichen Austausch sowie den Transfer von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen.
Nach Angaben der Projektpartner soll insbesondere der enge Austausch zwischen jungen Forschenden beider Einrichtungen die gemeinsame Entwicklung praxisnaher Technologien beschleunigen.
Weitere Informationen gibt es unter www.tum.de.







