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Nutzfahrzeuge: VDI und VDE fordern Ausbau der Ladeinfrastruktur

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Autor: Klaudia Mazur

Nutzfahrzeuge: VDI und VDE fordern Ausbau der Ladeinfrastruktur
Bis 2030 müssten in Deutschland 70 Lkw-taugliche Wasserstoff-Tankstellen gleichmäßig über das Autobahnnetz verteilt errichtet werden. Foto: VDI – Shutterstock

Um die EU-weiten CO2-Flottenzielwerte zu erreichen, müssten rund 200.000 emissionsfreie Lkw bis 2030 in Europa im Einsatz sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Kurzstudie, die Ende Februar 2022 vom VDI (Verein Deutscher Ingenieure e.V.) und VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) herausgegeben wurde.

Batterie und Brennstoffzelle gehört die Zukunft

Die EU legte Mitte 2019 erstmals CO2-Flottenzielwerte für schwere Nutzfahrzeuge fest. Im Vergleich zu den Bezugsjahren 2019 bis 2020 sind die Emissionen bis 2030 um 30 Prozent zu verringern. Um diese EU-Vorgaben zu erfüllen, empfiehlt die Studie den Einsatz von Brennstoffzellenantrieb beim Fernverkehr schwerer Nutzfahrzeuge, da diese Antriebstechnologie Vorteile in den Punkten Reichweite und Tankdauer aufweist. Im urbanen Raum sollten hingegen batterieelektrische Antriebe für kleine Nutzfahrzeuge aufgrund ihrer Effizienz im Vordergrund stehen.

Lade- und Tankstelleninfrastruktur für Nutzfahrzeuge muss ausgebaut werden

Dafür müssen laut den Herausgebern die Voraussetzungen geschaffen werden. Denn die Lade- und Tankstelleninfrastrukturen entspricht aktuell nicht den Ansprüchen schwerer Nutzfahrzeuge. Für Lkw mit Batterien eignen sich von den 16.100 Ladepunkten aktuell nur 25. Um einen Anteil von nur 5 Prozent des Fahrzeugbestands abzudecken, wären 1.200 Ladepunkte mit einer Ladeleistung von 720 kW erforderlich. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, vorhandene Wasserstoff-Tankstellen weiter auszubauen und um neue zu ergänzen“, sagt Martin Pokojski, Vorsitzender des VDI/VDE-Fachausschusses Wasserstoff- und Brennstoffzellenfahrzeuge. Bis 2030 müssten in Deutschland 70 Lkw-taugliche Wasserstoff-Tankstellen gleichmäßig über das Autobahnnetz verteilt errichtet werden.

Akzeptanz und Kosten könnten Weg zur Klimaneutralität verlangsamen

Ein weiteres Problem: die noch zu hohen Kosten für klimafreundliche Nutzfahrzeuge. Nur wenn für Spediteure, Verbraucher:innen und Industrie die Betriebskosten im tragbaren Rahmen liegen, werden sie auf klimafreundliche Nutzfahrzeuge umsteigen. „Aber eine deutliche Kostensenkung entsteht nur, wenn sich die Kosten von grünem Strom und grünem Wasserstoff verringern“, so Dr. Remzi Can Samsun vom Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich. Um dies zu erreichen, müsse die Bundesregierung laut Dr. Remzi Can Samsun politische Rahmenbedingungen für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft schaffen.

Die Kurzstudie steht Ihnen hier kostenfrei zur Verfügung.

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