Aus über 60 evaluierten Bewerbungen wurden zehn Start-ups als Finalisten ausgewählt. Die plus10 GmbH mit Büros in Augsburg und Stuttgart konnte die Jury mit der KI-Lösung Hopper – der Quality Optimizer überzeugen.
Diese lernt live auf hochfrequenten Maschinensteuerungsdaten komplexer Prozesse sowie dazugehörigen Kontextdatenquellen wie z.B. Spritzgießen von medizinischen Kleingeräten und zugehörige Temperiergeräte und Rohmaterialdatenbanken.
Wie Boris Scharinger, Siemens Digital Industries – Innovation Management hervorhob, ist es sehr beeindruckend, wie plus10 als junges Fraunhofer Spinoff sich einerseits in der sehr anspruchsvollen und stark regulierten Pharma- und Medizintechnik-Industrie erfolgreich bewegt und zugleich signifikante reale Benefits von im Schnitt +10% durch ihre Optimierungstools erzeugt.
Live im Einsatz: Effizienzsteigerung in der MedTech-Produktion
Im Rahmen des Summits präsentierten Felix Georg Müller (CEO und Co-Founder von plus10) und Simon Hug (Head of Global Account Development beim Sondermaschinenbauer Zahoransky) gemeinsam einen realen Anwendungsfall im Bereich der medizinischen Spritzenproduktion mit eingespritzter Nadel, sogenannten Staked Needle Syringes.
Hierbei kommt das plus10 KI-Tool Hopper zum Einsatz. Das Tool soll den anspruchsvollen Werkstoff COC „glass-like plastics“ im 24/7-Betrieb maximal effizient verarbeitbar machen und 6-18% mehr Effizienz im Dauerbetrieb ermöglichen.
Dies wurde mit Videos aus der realen Produktion und Userfeedback untermauert und als greifbare KI-Mehrwerte vorgestellt und mit dem Publikum diskutiert.
Im Fokus stand der Einsatz des plus10-Tools namens Hopper auf dem Anlagentyp „PRIMA Z Syringe“, einer vollautomatisierten Produktionslinie von Zahoransky zur Herstellung von sogenannten „Staked Needle-Syringes“ mittels hochkavitätigen Werkzeugen und zugehöriger vollautomatisierter Anlagentechnologie.
Gezeigt wurde, wie Hopper dazu beiträgt, die Effizienz und Produktqualität Rund-um-die-Uhr in der GMP- regulierten Medizin- und Pharmaproduktion zu steigern . Ein Bereich, in dem höchste Qualitätsanforderungen mit maximaler Prozessstabilität verbunden werden müssen.
Zugleich gilt es die Regulatorien rund um das Thema Good manufacturing practices (GMP) jederzeit einzuhalten.
HOPPER: Weniger Ausschuss, verkürzte Zykluszeiten
Mit Hopper, dem Quality Optimizer von plus10, bringt das Startup plus10 eine KI-Lösung in die industrielle Fertigung, die datenbasierte Prozessoptimierung weiterdenkt.
Das Tool analysiert kontinuierlich hochfrequente Maschinendaten in Echtzeit sowie relevante Kontextdatenquellen. Dazu gehören Rohmaterialdaten und Umgebungscharakterisierung. Und es steuert gegen automatisch erkannte Schwankungen an.
Daraus werden automatisch situative Empfehlungen zur Optimierung von Prozessparametern generiert. Wie z.B. beim Spritzgießen von Elastomeren, herausfordernden technischen Thermoplasten oder besonders hohe Rezyklatanteile bei der PCR-Verarbeitung.
Ziel ist es zeitgleich den Ausschuss zu minimieren und zugleich die Zykluszeiten zu verkürzen, um in Summe die Gutteilquote pro Stunde zu maximieren. Der Erfolg ist messbar. Hopper steigert diese Gutteilequote um 8–18%. Dies schlägt sich in einem stabileren und höheren Output nieder und macht die nachfolgenden Prozesse und die Supplychain robuster.
Außerdem unterstützt die Lösung die Mehrmaschinenbedienung durch gezielte Handlungsempfehlungen für alle angebundenen Anlagen beim Werkzeugwechsel und Rüsten bzw. beim Einrichten für den „ersten Schuss“, wodurch sich z.B. diese Phase um bis zu 20 % verkürzen lässt.
Industrielle KI-Innovation vorantreiben
Der AI with Purpose Summit (20.–21. Mai 2025, München) versammelte führende Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, Medien und Start-ups. Ziel der Veranstaltung: Praxisnahe KI-Lösungen für Industrieanwendungen sichtbar machen, vernetzen und ihre Skalierung beschleunigen.







