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Frauenhofer IPA: Beteiligung am europäischen Forschungsprojekt euROBIN

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Autor: Charlotte Lange

Frauenhofer IPA: Beteiligung am europäischen Forschungsprojekt euROBIN
Im Juli 2022 fand das Kickoff-Meeting zum Projektstart von euROBIN statt (Bild: DLR)

euROBIN ist ein neues Exzellenznetzwerk, das die europäische Expertise zu Robotik und  KI bündelt. Zum ersten Mal forschen insgesamt 31 Forschungslabors in ganz Europa vom Juli 2022 bis Juni 2026 gemeinsam an KI-basierter Robotik. Zu den Zielen gehören sowohl bedeutende wissenschaftliche Fortschritte bei Kernfragen dieser KI-basierten Robotik als auch die Stärkung der wissenschaftlichen Robotik-Gemeinschaft in Europa. Für letztere soll eine gemeinsame Plattform entstehen.

Das Netzwerk steht seinen Gemeinschaft offen und bietet Mechanismen zur Kaskadenfinanzierung, um die Zahl der Mitglieder in den nächsten Jahren zu verdoppeln. Unter der Koordination des „Instituts für Robotik und Mechatronik“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind sowohl Forschungseinrichtungen als auch Industriepartner aus verschiedenen Branchen vertreten. euROBIN erhält Fördermittel von der EU und der Schweiz in Höhe von 12,5 Millionen Euro.

Kognitive Roboter zur Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

Ziel der Initiative ist es, die Robotik-Gemeinschaft zusammenzubringen, um Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft zu unterstützen und gleichzeitig europäische Werte zu fördern. Das Netzwerk soll den Wissenstransfer und den Austausch zwischen Forschungseinrichtungen und Industriepartnern erleichtern.

Das Projekt hat zwei Hauptziele. Das erste ist der Einsatz von Robotik zur Erreichung der von den Vereinten Nationen (UN) 2016 verkündeten „Sustainable Development Goals“ (SDGs, auf Deutsch „Ziele für nachhaltige Entwicklung“). Das Fraunhofer IPA ist am Arbeitspaket 1 „Robotische Fertigung für die Kreislaufwirtschaft“ beteiligt, das mit dem SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ verknüpft ist.

„Das Projekt euROBIN passt perfekt in das Netzwerk unseres KI-Fortschrittszentrums ‚Lernende Systeme und kognitive Robotik‘, das wir gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hier in Stuttgart betreiben«, erklärt Dr. Werner Kraus, Leiter der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme am Fraunhofer IPA.

Wissenstransfer

Das zweite Ziel ist, wichtige wissenschaftliche und technologische Herausforderungen zu bewältigen, die den Durchbruch und den großflächigen Einsatz von Robotik behindern: euROBIN konzentriert sich darauf, die Übertragbarkeit und Wiederverwendbarkeit kognitionsgestützter Robotiklösungen in der Wissenschaft sowie in neuen Branchen zu verbessern. Dies ist entscheidend, um die Kräfte in Europa in diesem dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld besser zu bündeln. Das betrifft z. B. die Übertragung von Fähigkeiten von Roboter zu Roboter, von Mensch zu Roboter oder auch von Mensch zu Mensch.

Wettbewerbe und wissenschaftliche Beiträge

Bei dem Erreichen dieser Ziele spielen zwei wichtige Projektaspekte eine Rolle. Der eine Aspekt sind kooperative Wettbewerbe. Die Teams werden sich gemeinsam praxisrelevanten und ambitionierten Herausforderungen der Robotik stellen. Dabei werden die Wettbewerbsregeln so gestaltet, dass der Austausch von Wissen, Daten und Ergebnissen zwischen den Teams den gleichen Stellenwert hat wie die Lösung der Herausforderungen. Das Fraunhofer IPA wird sich am Wettbewerb für die Produktion und insbesondere an der robotergestützten Handhabung von biegeschlaffen Bauteilen beteiligen. Der andere Aspekt sind wissenschaftliche Beiträge mit den vier Schwerpunkten Umgebungsinteraktion, Transfer von gelerntem Wissen, übertragbare Darstellung von Wissen und menschzentrierter Wissenstransfer.

Weitere Informationen über das KI-Fortschrittszentrum finden Sie hier.

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