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Energiewende: BentoNet GmbH liefert Betriebssystem

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Autor: Jana Kötter

Energiewende: BentoNet GmbH liefert Betriebssystem
BentoNet GmbH liefert das Betriebssystem für die Energiewende. Foto: BentoNet GmbH

Es gibt eine erste ganzheitliche Digitalisierungsplattform für die Energiewende: Die neu gegründete BentoNet GmbH, Baden-Baden, liefert eine neue Plattform, auf der erstmals dezentrale Energieerzeuger, Anlagenhersteller und Softwareentwickler gemeinsam Applikationen konzipieren und betreiben können. Die Plattform als Software as a Service für die Energiewirtschaft senkt nachhaltig Kosten, steigert die Effizienz und erhöht die Verfügbarkeit für kleinere Energieerzeuger. „Über die Skalierung erneuerbarer Energien leisten wir einen maßgeblichen Beitrag zu einer sicheren, umweltverträglichen und wirtschaftlichen Energiewende“, betont BentoNet-Geschäftsführer Manuel Gernsbeck.

Erneuerbare Energien sicher und marktgerecht skalieren

Dezentrale Energieerzeuger sowie Anlagenhersteller und Softwareentwickler in der Energiewirtschaft haben erstmals die Möglichkeit, über eine gemeinsame Plattform erneuerbare Energien sicher und marktgerecht zu skalieren. Die von Siemens Financial Services (SFS) und der GBS Beteiligung GmbH neu gegründete BentoNet GmbH mit Sitz in Baden-Baden bietet einen nachhaltigen, ganzheitlichen Datenhub für das Management von Energieerzeugern, Speichern und Verbrauchern. Wie in einem App-Store können sich Betreiber auf dieser Plattform genau die Kombination an Applikationen zusammenstellen, die sie brauchen, und erhalten auch die benötigte Hardware von BentoNet. Das ist in dieser Tiefe, Breite und den Anwendungsmöglichkeiten komplett neu in Europa. „Dezentrale Erzeuger sind für die Zukunft essenziell. Für sie gewähr-leistet BentoNet Netzqualität, Cybersecurity und bessere Renditen über den Zugang zum EU-weiten Energiemarkt. Ein echter Quantensprung, weshalb auch Siemens als Partner beim ‚greatest sustainable energy hub‘ dabei ist“, sagt Manuel Gernsbeck, Geschäftsführer der BentoNet GmbH.

Energiewende soll vorangetrieben werden

Erste erfolgreiche Anwendungen von 20 Kunden laufen bereits. „Natürlich sind Datensicherheit und Verfügbarkeit die höchsten Güter im Energiemarkt“, betont Manuel Gernsbeck. „Deshalb erfüllt unsere Plattform auch die ÜNB-Vorgaben. Zusätzlich implementieren wir derzeit ein Informationssicherheitsmanagement-system (ISMS) nach den Vorgaben der DIN 27001.“ Die hohe Agilität und der ganzheitliche Ansatz von BentoNet als Plattform sind Gründe, weshalb sich SFS als Partner mit 50 Prozent am Unternehmen beteiligt hat. „SFS setzt sich für eine nachhaltige Energiewirtschaft und den digitalen Wandel ein und steht deshalb absolut hinter BentoNet. Die Plattform verknüpft die physische und die digitale Welt und stellt die Weichen für eine vernetzte und datengesteuerte Energieinfrastruktur. Wir wollen den Aufbau einer deutschlandweiten Vertriebs-organisation mit skalierbarem Geschäft unterstützen. Dabei bieten wir sowohl finanzielle Expertise und Mittel als auch den Zugang zum Siemens-Netzwerk“, sagt Dr. Philipp Matthes, Senior Investment Manager bei SFS.

Modulare Digitalisierungsplattform für dezentrale Energieerzeuger

Manuel Gernsbeck und das BentoNet-Team konzipieren und betreiben selbst dezentrale Kraftwerksanlagen seit zehn Jahren und wissen: „Vom Parkhaus mit Photovoltaik-Anlage und E-Auto-Ladesäulen bis zum Klinikum mit eigenem Blockheizkraftwerk gibt es immer mehr Energieerzeuger, die keine Energiewirt-schafts-Experten sind.“ Die gängigen Lösungen zur Überwachung und Steuerung sind oft zu komplex und unwirtschaftlich für kleinere Betreiber. „Mit BentoNet bieten wir diesen neuen Betreibern gleich drei zentrale Faktoren für erfolgreiches energiewirtschaftliches Handeln ‚as a Service‘, damit sie sich auf ihr Hauptgeschäft konzentrieren können“, betont Manuel Gernsbeck. „Unser Ziel ist es, dass BentoNet künftig schon ab Werk in jeder Photovoltaik-Anlage, Wärmepumpe oder KWK-Anlage integriert ist. So haben die User einen noch einfacheren Zugang zur Plattform.“

Das Betriebssystem für die Energiewende

BentoNet vereint erstmals Softwareentwickler, Anlagenhersteller und Energie-erzeuger auf einer Plattform mit ganzheitlichen Lösungen statt isolierten Inseltechnologien.

  • Für Energieerzeuger: Optimiertes Energiemanagement erhöht die Betriebszeit ihrer Anlagen um bis zu 15 Prozent und steigert den Eigendeckungsanteil um bis zu 20 Prozent. Mit dem ganzheitlichen Service von BentoNet können dezentrale Energieversorger einfach am Energiemarkt teilnehmen. Datensicherheit und ÜNB-konforme Anbindung von Assets sind gewährleistet.
  • Für Anlagenhersteller: Direkte Integration der BentoNet-Software und Hardware in ihre Produkte reduziert „Time-to-Market“ und ermöglicht die einfache und schnelle Anbindung an den Energiemarkt. Das erleichtert den Zugang zu Entwicklern und erhöht die Rentabilität, ohne ein eigenes System oder tiefergehendes Fachwissen erwerben zu müssen. Hinzu kommen vorausschauende Wartung, die die Anlagenverfügbarkeit erhöht, und Fernwirkung sowie aktives Management aller Anlagen.
  • Für Softwareentwickler: Die offene Plattform mit Unified Data Standard ermöglicht Entwicklung und Vertrieb maßgeschneiderter Applikationen und die Erschließung neuer Geschäftsmodelle dank dem Zugang zu vielen Anlagen.

Zum Start bietet BentoNet drei Applikationen: Ein grundlegendes Assetmanagement mit starken Tools und allem, was für die Integration in die BentoNet-Infrastruktur benötigt wird. Eine Erweiterung erlaubt die einfache Energiemarktanbindung aller eingesetzten Erzeuger, Verbraucher und Speicher. Zusätzliche Funktionalität bietet das Energiemanagement mit einem Überblick über Strombezug und -Lieferung sowie der Verwaltung der Zählerdaten.

Infrastruktur, Plattform und Software aus einer Hand

Dank dem eigens von BentoNet entwickelten Unified Data Standard können Daten sicher und in einheitlichem Format übertragen werden – auch wenn Anlagen eines Betreibers von ganz unterschiedlichen Herstellern kommen. Zur physischen Anbindung und Vernetzung nutzt BentoNet hochwertige Gateways und Komponenten von Siemens.

Mehr Informationen zur Plattform finden Sie hier.

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