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BAM legt Grundstein für neues Chemie-Forschungsgebäude

Mit der feierlichen Grundsteinlegung ist der Bau des neuen Labor- und Forschungsgebäudes für die Sicherheit in Technik und Chemie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin-Adlershof gestartet. Der Neubau entsteht im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und wird in partnerschaftlicher Zusammenarbeit durch den Bundesbau Baden-Württemberg mit weiteren Projektbeteiligten realisiert.

von | 30.09.25

(v.l.n.r.): Carsten Krafft (Burckhardt Architektur), Alexander von Erdély (BImA), Ulrich Panne (BAM), Christian Kaiser (Bundesbau Baden-Württemberg), Christina Decker (BMWE).
Foto: BAM

Mit der feierlichen Grundsteinlegung ist der Bau des neuen Labor- und Forschungsgebäudes für die Sicherheit in Technik und Chemie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin-Adlershof gestartet. Der Neubau entsteht im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und wird in partnerschaftlicher Zusammenarbeit durch den Bundesbau Baden-Württemberg mit weiteren Projektbeteiligten realisiert.

Neue Labore, Werkhallen und Büroflächen in der Nähe der Humboldt-Universität

Der Bau wird Labore für elf Fachbereiche, Werkhallen mit Krananlagen sowie Büroflächen umfassen. Er entsteht in unmittelbarer Nähe zu zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und dem naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität – und stärkt so den Wissenschaftsstandort Berlin-Adlershof nachhaltig. Die Übergabe der Liegenschaft von der BImA an die Nutzerin ist für 2029 geplant.

„Die BAM steht für Sicherheit in Technik und Chemie – und erfüllt diesen Auftrag seit vielen Jahren mit wissenschaftlicher Exzellenz. Mit dem Neubau schaffen wir zusätzliche, moderne Voraussetzungen, um dieser Verantwortung auch in Zukunft gerecht zu werden – etwa durch Forschung zu erneuerbaren Energien, sicheren Hochleistungswerkstoffen oder einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft“, kommentierte Prof. Dr. Ulrich Panne, Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) die feierliche Grundsteinlegung.

„Mit diesem Projekt setzen wir neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen im Auftrag des Bundes. Das IPA-Modell zeigt, wie moderne öffentliche Bauvorhaben in partnerschaftlicher Zusammenarbeit erfolgreich umgesetzt werden können.“ — Prof. Dr. Alexander von Erdély, Vorstandssprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

„Einen Forschungsneubau in Integrierter Projektabwicklung realisieren zu dürfen, ist für den Bundesbau Baden-Württemberg eine besondere Aufgabe. IPA erweist sich heute gerade bei komplexen Großprojekten wie diesem für alle Beteiligten als der richtige Weg.“ — Christian Kaiser, Leiter Bundesbau-Baden-Württemberg

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Leitmotiv des Bauvorhabens: Bepflanzte Innenhöfe und begrünte Dächer mit Photovoltaikanlagen sollen zu einem besseren Stadtklima beitragen und erneuerbare Energie liefern. Der Laborbau und die Außenanlagen werden die Kriterien für die Silber-Zertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) erfüllen.

Zukunftsorientierte Räumlichkeiten für interdisziplinäre Forschung am BAM

Der Forschungsneubau ist notwendig, weil viele der aktuell von der BAM genutzten Gebäude noch aus der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende stammen und den heutigen Anforderungen an moderne Forschungsinfrastruktur nicht mehr genügen. Der Neubau schafft nicht nur dringend benötigte räumliche und technische Kapazitäten, sondern bietet eine zukunftsorientierte Umgebung für interdisziplinäre Forschung auf höchstem Niveau. Damit stärkt er die BAM nachhaltig in ihrer Rolle als Impulsgeberin für die Sicherheit in Technik und Chemie.

Das Projekt wird im Rahmen eines Mehrparteienvertrags nach dem Modell der Integrierten Projektabwicklung (IPA) umgesetzt. Die BImA als Bauherrin, der Bundesbau Baden-Württemberg als Bauherrenvertretung sowie Burckhardt Architektur, Buro Happold, W. Markgraf, ROM Technik und Apleona R&M arbeiten dabei in einem interdisziplinären Team eng zusammen. Dieses kooperative Modell ermöglicht eine frühzeitige Abstimmung aller Beteiligten, steigert Effizienz und Planungssicherheit und gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung.

Weitere Informationen gibt es unter www.gbd149.berlin.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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