Generic filters
FS Logoi

ATHENE-Projekt: Neue KI-Methoden für Expertenaufgaben

Künstliche Intelligenz bietet großes Potenzial für die Cybersicherheit. Doch bessere Ergebnisse entstehen nicht automatisch, nur weil Mensch und KI zusammenarbeiten. Genau hier setzt das Forschungsprojekt „Human-AI Collaboration for Cybersecurity“ (HAICC) des ATHENE an: Es untersucht, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Expertinnen, Experten und KI-Systemen bei komplexen Sicherheitsaufgaben gezielt verbessern lässt.

von | 01.06.26

Mensch und KI in der Cybersicherheit: ATHENE-Projekt entwickelt neue KI-Methoden für Expertenaufgaben.
Quelle: geralt I Pixabay
ATHENE-Projekt entwickelt neue KI-Methoden für Expertenaufgaben

Künstliche Intelligenz (KI) hat in den vergangenen Jahren erstaunliche Fortschritte gemacht, und ihr Potenzial für komplexe Expertenaufgaben in der Cybersicherheit ist enorm. Studien zeigen jedoch, dass die Zusammenarbeit von menschlichen Expertinnen und Experten mit KI-Systemen keineswegs automatisch zu besseren Ergebnissen führt.

Das neue, vom Nationalen Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE durchgeführte Forschungsprojekt „Human-AI Collaboration for Cybersecurity“ (HAICC) setzt genau an dieser Stelle an. Es untersucht, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI bei der Lösung von komplexen und wenig erforschten Aufgaben in der Cybersicherheit gezielt verbessern lässt.

Komplexe Sicherheitsprobleme lösen

Das Verbundvorhaben wird von Professorin Iryna Gurevych, Inhaberin der ersten ATHENE Distinguished Professorship, an der Technischen Universität Darmstadt koordiniert und läuft von 2026 bis 2029.
Im Zentrum steht ein kooperativer Ansatz: Statt auf vollständig autonome Systeme zu setzen, arbeiten Expertinnen und Experten und KI-Agenten zusammen, um komplexe Sicherheitsprobleme zu lösen. Die Zusammenarbeit erfolgt in einem iterativen Prozess, in dem KI-Systeme komplexe Probleme „auf Augenhöhe“ schnell und effektiv bearbeiten.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Integration kontextbezogener und menschlicher Präferenzen, der Nutzung multimodaler Daten sowie der sprachlichen Interaktion. KI-Systeme sollen zudem nicht nur leistungsfähig, sondern auch nachvollziehbar und kontrollierbar sein, sodass Fachkräfte ihre Ergebnisse prüfen und einordnen können.

In diesem Zusammenspiel adressiert das Projekt zentrale Herausforderungen der generativen KI wie den sogenannten Automation Bias, also die unkritische Übernahme von KI-Empfehlungen, sowie die begrenzte Verfügbarkeit von Daten im Cybersicherheitsbereich.

Athene: Mehrere Fachgbiete der TU Darmstadt beteiligt

Die im Projekt entwickelten Ansätze werden unter anderem in Szenarien zur Analyse von Sicherheitslücken und Protokollen erprobt. KI-Agenten unterstützen dabei, große und heterogene Datenbestände aufzubereiten, während menschliche Expertinnen und Experten die Bewertung, Einordnung und Weiterentwicklung übernehmen.

Ziel ist es, die Effizienz zu steigern, ohne die Qualität und Verlässlichkeit der Entscheidungen zu beeinträchtigen. Am Vorhaben sind mehrere Fachgebiete der TU Darmstadt beteiligt. Dazu zählen das Artificial Intelligence & Machine Learning Lab, das Data and AI Systems Lab, das Multimodal AI Lab, das PEASEC – Science and Technology for Peace and Security, die Security in Information Technology Group, die Software Technology Group, das Ubiquitous Knowledge Processing (UKP) Lab, das Urban Interaction Lab sowie das Visual Inference Lab.

Ebenfalls beteiligt ist der Lehrstuhl für Cybersicherheit der Goethe-Universität Frankfurt, einer Partnerin der TU Darmstadt in der Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU), der auch die Johannes Gutenberg-Universität Mainz angehört. Die Ludwig-Maximilians-Universität München erhält einen Unterauftrag und bringt ihre dezidierte Expertise zum dynamischen Gedächtnis von KI-Agenten ein.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Sprachverarbeitung: Gehirn und KI arbeiten mit Vorhersagen
Sprachverarbeitung: Gehirn und KI arbeiten mit Vorhersagen

Bereits beim Zuhören versucht das Gehirn, die nächsten Worte zu antizipieren. Dies hat eine aktuelle Studie eines interdisziplinären Forschungsteams um PD Dr. Patrick Krauss, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), und PD Dr. Achim Schilling, Universität Heidelberg, ergeben. Dafür kombinierten die Forschenden drei Methoden: eine natürliche Hörsituation, hochauflösende Messungen der Hirnaktivität und ein KI-Sprachmodell als Referenz.

mehr lesen
MaterialsCommons gestartet: Gesamteuropäische föderierte Digitalinfrastruktur
MaterialsCommons gestartet: Gesamteuropäische föderierte Digitalinfrastruktur

Mit dem Projekt MaterialsCommons entsteht erstmals eine gesamteuropäische föderierte Digitalinfrastruktur für die Werkstoffforschung und -entwicklung. Unter Koordination von Prof. Dr. Peter Gumbsch (Fraunhofer IWM/KIT) verbindet das von der Europäischen Kommission im Rahmen von Horizon Europe mit 28 Mio. Euro geförderte Vorhaben 26 Forschungseinrichtungen aus 14 Ländern mit über 30 Industriepartnern, darunter Bosch, Siemens, ArcelorMittal, Infineon, Voestalpine und Schaeffler. Ziel ist es, die fragmentierte europäische Werkstoffdatenlandschaft zu vereinheitlichen und die Entwicklung neuer Hochleistungswerkstoffe, um den Faktor 4 zu beschleunigen.

mehr lesen
Claroty: CPS-nativer KI-Agenten für Cybersecurity
Claroty: CPS-nativer KI-Agenten für Cybersecurity

Claroty, spezialisiert für die Sicherheit von cyber-physischen Systemen (CPS), stellt seinen neuen CPS-nativen KI-Agenten Claire vor. Dieser ermöglicht es Unternehmen, ihre geschäftskritische Infrastruktur proaktiv mit bislang nicht erreichter Geschwindigkeit und Präzision mit intuitiver Benutzerführung zu schützen. Claire basiert auf dem weltweit fortschrittlichsten CPS-Sprachmodell, das auf über einem Jahrzehnt Branchenexpertise basiert und mit dem größten CPS-Datenpool trainiert wurde.

mehr lesen
Infineon tritt dem NVIDIA MGX(TM) Ökosystem bei
Infineon tritt dem NVIDIA MGX(TM) Ökosystem bei

Die Infineon Technologies AG, Anbieter von Halbleiterlösungen für Power Systems und IoT, ist dem NVIDIA MGX(TM) AI Factory Ecosystem beigetreten, um die Stromversorgung für KI-Rechenzentren der nächsten Generation neu zu gestalten.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
atpinfo.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
atpinfo.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: