R&I-Fließbilder im Brownfield digitalisieren
In vielen Bestandsanlagen sind R&I-Fließbilder zwar vorhanden, erfüllen ihre eigentliche Funktion jedoch nur noch eingeschränkt. Als statische PDFs sind sie weder konsistent noch auswertbar und entwickeln sich zunehmend vom Masterdokument zum operativen Risiko. Umbauten, Audits und Digitalisierungsinitiativen werden unnötig komplex, weil verlässliche, aktuelle Anlagendaten fehlen. Der Versuch, dieses Problem durch eine vollständige Neuerstellung aller R&I-Fließbilder zu lösen, scheitert im Brownfield in der Regel an Aufwand, Kosten und fehlendem Wissen. Ein realistischer Ansatz setzt deshalb vor allem auf Nutzbarkeit: vorhandene PDF-Fließbilder werden automatisiert in strukturierte, maschinenlesbare R&I-Modelle überführt. Dieses Whitepaper zeigt, wie Betreiber und Engineering-Verantwortliche einen solchen pragmatischen Weg umsetzen können. Es beschreibt die fachlichen Anforderungen, typische Stolpersteine und einen erprobten Ansatz zur schrittweisen Digitalisierung von Bestandsfließbildern – als Grundlage für datenzentriertes Engineering, einen konsistenten Anlagenbetrieb und zukünftige Automatisierungs- und KI-Anwendungen.

