Der Kongress „Security unter Kontrolle“ ruft Fachleute aus Automatisierung, Industrie, Forschung und Behörden zur Beitragseinreichung auf. Gesucht werden vor allem praxisnahe Lösungsansätze für reale Herausforderungen der industriellen Security. Wer auf die Bühne will, hat nur noch bis kommenden Dienstag Zeit. Für die Bewerbung genügt eine halbe Seite Text.
Die Frist läuft: Bis zum 15. September 2026 nimmt der Kongress „Security unter Kontrolle“ Vortragsvorschläge für das Programm 2027 entgegen. Eingereicht wird formlos per E-Mail an info@security-unter-kontrolle.de.
Der Aufwand für die Bewerbung ist bewusst niedrig gehalten. Verlangt wird kein ausgearbeitetes Paper, sondern eine knappe Skizze von maximal 2.000 Zeichen, die drei Fragen beantwortet: Wie lautet der vorgeschlagene Vortragstitel? Welches Problem löst der Beitrag, was verbessert er an bestehenden Lösungen – und wen interessiert das? Und schließlich: Wer steckt hinter dem Vortrag, und woher stammen die Inhalte? Ob aus der Forschung, der täglichen Arbeit, einem Zufallsfund oder dem Hobby, spielt dabei keine Rolle.
Publikum aus Leitwarte und Anlagenbetrieb
Zuhören werden mehr als 150 Security-Fachleute aus Industrie und Automatisierung – und solche, die es werden wollen. Der Kongress richtet sich an Anwender und Hersteller aus der Prozess- und Fertigungsautomatisierung, von der Energie- und Wasserwirtschaft über Food & Beverage bis zu Automotive, Verkehr und Logistik.
Für Referierende heißt das: Das Publikum ist technisch versiert, aber eher bei Leitsystemen, SPSen, Robotern, verfahrenstechnischen Prozessen und Feldbussen zu Hause als bei Vulnerability Management, Pentesting-Werkzeugen oder Threat Modeling. Den Standardkanon der industriellen Security kennen die Teilnehmenden dagegen auswendig. Einführungen ins Risikomanagement, Grundsatzreferate über die Unterschiede zwischen OT und IT, IEC-62443-Überblicke oder Produktpräsentationen haben deshalb wenig Aussicht auf einen Platz im Programm.
Fünf Themenfelder als Orientierung
Gesucht sind stattdessen Lösungsansätze, die reale Probleme adressieren – lösungsorientiert, pragmatisch und durch die Ingenieursbrille betrachtet. Als Orientierung dienen fünf Rubriken:
- „Aus dem Feld und der Leitwarte“ – Erfahrungsberichte, Anekdoten, Security-Vorfälle und was sich daraus lernen lässt.
- „Werkzeugkoffer“ – Methoden, die in der OT-Security-Community zu unbekannt sind, und wie sie sich in der Praxis bewähren.
- „Aktenstaub trifft Anlagenstaub“ – Regulierung und Standardisierung: Was kommt auf die Branche zu, wie soll es praktisch funktionieren, und wie handhaben es andere Länder?
- „Kapuzenpulli trifft Schutzhelm“ – Was Security- und Automatisierungsfachleute voneinander lernen können und was aktuelle Debatten der Security-Bubble für die OT bedeuten.
- „Pionierarbeit“ – Forschung, Trends und neue Technologien von KI bis Digitalisierung sowie Security im Kontext der industriellen Energiewende.
Formal gilt: maximal 20 Minuten Vortrag plus Diskussion, Vortragssprache Deutsch, eine vortragende Person pro Beitrag. Auf Wunsch erhält der Beitrag Reichweite über den Kongress hinaus – als Aufzeichnung auf dem YouTube-Kanal der Veranstaltung oder als Fachbeitrag im atp magazin, wahlweise mit oder ohne Peer Review.
Beirat entscheidet, Sponsoring hilft nicht
Über die Auswahl entscheidet ein mehr als 20-köpfiger Beirat aus Fachleuten der Automatisierung und der Security, besetzt aus Industrie, Wissenschaft und Behörden. Mindestens 60 Prozent der Mitglieder kommen aus der Industrie, um die Praxisrelevanz des Programms sicherzustellen. Abgestimmt wird nach gemeinsam festgelegten Kriterien, jede Stimme zählt gleich viel. Einreichungen von Sponsoren werden nach denselben Maßstäben bewertet wie alle anderen – ein Bühnenplatz ist nicht käuflich.
Der Fahrplan bis zum Kongress
- 15.09.2026: Einsendeschluss für Vortragsvorschläge
- Woche ab 08.10.2026: Rückmeldung des Beirats
- 06.01.2027: Entwurfsfolien angenommener Vorträge an den Beirat
- 08.02.2027: Feedback des Beirats zu den Folien
- 02./03.03.2027: Kongress
Weitere Informationen zum Kongress, zur Philosophie und zu den Beiratsmitgliedern sowie die stets aktuelle Timeline finden sich auf der Website der Veranstaltung:








