atp magazin 4 2026

Es ist verwunderlich, dass wir nach eineinhalb Dekaden Industrie 4.0 immer noch oft „Was bin ich?“ mit den in der Produktion erhobenen Daten spielen und gleichzeitig über den Einsatz von Data Spaces diskutieren und KI-basierte Funktionen implementieren wollen. Denn obwohl wir dank der digitalen Transformation inzwischen riesige Mengen an Daten erheben, ist es immer noch die große Kunst, aus diesen Datenbergen die wirklich entscheidenden Informationen zu extrahieren.
Systemkritisch dafür ist der Datenkontext. Und der fällt leider (noch) nicht einfach so vom Himmel, sondern muss oft weiterhin manuell hinzugefügt werden. Kein Wunder also, dass der Wandel der Daten von einer diffusen Informationsmasse hin zum echten Wertschöpfungsfaktor immer noch andauert. Das atp magazin 4/2026 zur Hannover Messe 2026 zeigt deshalb nicht nur, warum die Datenkontextualisierung entscheidend für die Zukunft der automatisierten Produktion ist, sondern auch wie Data Spaces und Industrial AI vom Ende des „Daten-Ratens“ profitieren können.
Jonas Völker, Redaktionsleiter

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Unsere Top-Themen

Industrielle Datenräume wie Catena-X ermöglichen es, den souveränen Austausch von vertrauenswürdigen, strukturierten Daten über Unternehmensgrenzen hinweg zu skalieren. Gleichzeitig sind sie Voraussetzung für wirksame industrielle KI und lernende Werke. Damit die schrittweise Entwicklung hin zu industrieller Autonomie mit KI-Agenten gelingt, müssen Unternehmen ihre Datensilos aufbrechen.

Interoperabilität wird für den Maschinenbau zum strategischen Muss. Darin sind sich Stefan Hoppe (OPC Foundation) und Andreas Faath (VDMA MII) einig. Nur wenn Maschinen, Anlagen und IT-Systeme semantisch eindeutig miteinander sprechen, lassen sich flexible Produktionsanforderungen und digitale Geschäftsmodelle realisieren. Als Schlüsseltechnologie sehen die beiden OPC UA mit Companion Specifications: einen offenen, sicheren und skalierbaren Standard, als Bindeglied zwischen OT und IT.
Weitere Themen
- Firmenübergreifender Datenaustausch als Grundlage kollaborativer Fertigung
- Vom notwendigen Übel zum Wertschöpfungsfaktor
- Präventive AIOps als Schlüssel zur IT-Stabilität
- IoT-gestützte Produktionsoptimierung vom Sensor bis in die Cloud
- Die Achillesferse vernetzter Industrieanlagen schützen
- AAS: A Standardized Foundation for the EU Digital Product Passport
- Vom Plan zur digitalen Realität
- Cybersicher in die digitalisierte Automatisierung
- Präzise Zuführung von Mikrochips sicherstellen
Hauptbeiträge
Ontologie als Enabler im Anlagenlebenszyklus
Robert Tagmann, Miriam Schleipen, Fabian Schmid, Tina Mersch, EKS-InTec GmbH; Fabian Schmitt, Olaf Buckmann, Mercedes-Benz AG
Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie
Jörg Meyer, Louisa Zaubitzer, Hochschule Niederrhein
Die AAS in der Praxis
Sven Schiffner, André Pomraenke, Fraunhofer IFF; Gesa Benndorf, Dennis Heitkamp, Joschka Kersting, Fraunhofer IOSB-INA; Akhtar Ali, KROHNE; Jürgen Reiser, WIKA; Sebastian Mißbach, Planets Software
Factory-X: Security-Herausforderungen meistern
Hesam Rezaee Ahvanouee, Ruhr Universität Bochum; Johannes Kalhoff, Olaf Graeser, Phoenix Contact GmbH & Co. KG; Thorsten Larsen-Vefring, TRUMPF Werkzeugmaschinen SE & Co. KG; Matthias Freund,
Festo SE & Co. KG; Achim Nübling, Jens Heidrich, SICK AG; Laura Schelenz, Forschungsvereinigung Elektrotechnik beim ZVEI e.V. (FE); Stefan Schork, ZVEI e.V.; Jonas Bleibdrey, SCHUNK SE & Co. KG;
Alexander Fay, Ruhr Universität Bochum
Ein AAS Repository als lebender digitaler Zwilling
Thomas Tauchnitz, TAUTOMATION.consulting
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