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IT-Fachkräfte aus Russland und Belarus nach Deutschland holen

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Autor: Charlotte Lange

IT-Fachkräfte aus Russland und Belarus nach Deutschland holen
Arbeitswillige IT-Experten aus Russland und Belarus sollen nach Forderungen von Bitkom einfacher nach Deutschland kommen (Bild: Pixabay)

Der Digitalverband Bitkom setzt sich dafür ein, dass auswanderungswillige IT-Fachkräfte aus Russland und Belarus nach Deutschland geholt werden sollen.  Zu diesem Zweck hat er unter anderem den Vorschlag präsentiert, das Sofortprogramm #greencard22 aufzulegen. In diesem sollen russische und belarussische IT-Expertinnen und -Experten schnell und unbürokratisch angeworben und vollständig und dauerhaft in Arbeitsmarkt und Gesellschaft integriert werden.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Einwanderung müssen das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und eine erfolgreich durchlaufene, behördliche Sicherheitsüberprüfung sein. Bitkom-Präsident Achim Berg: „Viele IT-Fachkräfte in Russland und Belarus gehören zur globalen digitalen Gesellschaft, freiheitliche und pluralistische Werte, für die das Internet geradezu symbolhaft steht, sind ihnen wichtig. Dass sie unsere Werte teilen, muss auch die Voraussetzung sein, um nach Deutschland kommen und hier arbeiten zu können. In der deutschen Wirtschaft sind 96.000 Stellen für IT-Fachkräfte vakant. Es wäre für alle Seiten ein Gewinn, wenn wir das exzellente IT-Know-how aus Russland und Belarus abziehen.“

Bürokratische Hürden senken

Das Sofortprogramm #greencard22 sieht vor, dass IT-Fachkräfte aus Russland und Belarus innerhalb einer Woche eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, sofern ihnen ein Jobangebot vorliegt. Zudem sollen das Visa-Verfahren zur Arbeitsplatzsuche und das Berufsanerkennungsverfahren beschleunigt werden. Die Antragsverfahren sollen komplett digitalisiert und es sollen verbindliche Bearbeitungsfristen gesetzt werden. Auf den Nachweis von Deutschkenntnissen soll vollständig verzichtet werden, da diese kurzfristig in vielen IT-Jobs nicht benötigt werden.

Ergänzend dazu müsse den Einwanderungswilligen auch praktische Unterstützung geleistet werden. Den IT-Fachkräften sollen zielgruppenspezifische Informationen bereitgestellt werden, unter anderem auch in russischsprachigen Job-Portalen. Bestehende Services deutscher Behörden sollten gebündelt, ausgebaut und vermarktet werden, wie die Hotline „Arbeiten und leben in Deutschland“, Online-Beratungsangebote etwa zu Wohnen, Schule und Kinderbetreuung oder Integrations- und Sprachkurse. Auch die engsten Familienangehörigen bedürfen Unterstützung. Neben den Eheleuten und Kindern sollten auch Lebenspartnerinnen und -partner vom ersten Tag an ein Visum erhalten, um in Deutschland leben und arbeiten zu können.

Die Kampagne #greencard22 knüpft an das Green-Card-Programm an, in dessen Rahmen in den Nullerjahren mehr als 13.000 IT-Spezialistinnen und -Spezialisten aus Drittstaaten außerhalb der EU nach Deutschland kamen. Dabei wurden mit jeder Green-Card zusätzlich weitere 2,5 neue Arbeitsplätze geschaffen.

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