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IDTA veröffentlicht neue Security-Spezifikationen für die Verwaltungsschale

Die Industrial Digital Twin Association (IDTA) veröffentlicht ein neues Bundle der AAS Specifications, dem Informationsmodell der Verwaltungsschale, das die Grundlage für den standardisierten Digitalen Zwilling in der Industrie bildet.

von | 11.06.25

Titelblatt der neu veröffentlichten AAS Spezifikation „Part 4: Security“ (Quelle IDTA)

Die Industrial Digital Twin Association (IDTA) veröffentlicht ein neues Bundle der AAS Specifications, dem Informationsmodell der Verwaltungsschale (englisch: Asset Administration Shell – AAS), das die Grundlage für den standardisierten Digitalen Zwilling in der Industrie bildet. In fünf Teilen beschreibt die Spezifikation, wie Unternehmen Informationen in der Verwaltungsschale aufbereiten und strukturieren können. Die bedeutendste Neuerung dabei ist der neu herausgegebene Teil der Spezifikation „Part 4: Security“. Mit dieser neuen Komponente wird erstmals ein umfassendes Access Control Model eingeführt, das eine gezielte, feingranulare Steuerung von Zugriffsrechten auf Verwaltungsschalen ermöglicht. Für die operative Anwendung bedeutet es, dass Anbieter Digitaler Zwillinge nun differenzierte Sichtbarkeiten und Zugriffsrechte, z.B. für einzelne Nutzer, Gruppen oder Organisationen, definieren können. Das neue Bundle ist einsatzbereit und ab sofort verfügbar.

Mit „Part 4: Security“ erhält die Verwaltungsschale das lang erwartete Update: ein umfassendes, standardisiertes Access Control Model. Dieses ermöglicht eine detailgenaue Steuerung von Zugriffsrechten auf sämtliche Bestandteile der Verwaltungsschale, von einzelnen Properties bis hin zu kompletten Submodellen. Die neue Spezifikation erlaubt eine präzise, transparente und sichere Freigabe von Informationen. Globale Sichtbarkeit, Einschränkungen auf bestimmte User oder Usergruppen, Freigabe ausschließlich ausgewählter Attribute und vieles mehr sind möglich. Darüber hinaus unterstützt sie Access Rules sowohl auf Registry- als auch Repository-Ebene und sorgt dafür, dass sensible Daten verlässlich geschützt bleiben. Damit ist „Part 4: Security“ ein zentraler Meilenstein für den vertrauensvollen und skalierbaren Datenaustausch in industriellen Ökosystemen.

„Die neue Security-Spezifikation für die Verwaltungsschale markiert einen entscheidenden Fortschritt auf dem Weg zur industrietauglichen Umsetzung von Digitalen Zwillingen. Mit dem neuen Access Control Model schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass Unternehmen sicher und differenziert entscheiden können, wer welche Daten sehen oder nutzen darf – und das entlang eines international anschlussfähigen Standards. Diese Steuerbarkeit ist essenziell, damit Digitale Zwillinge nicht isoliert bleiben und zu einem funktionierenden Bestandteil vernetzter Industrieprozesse werden“, sagt Christian Mosch, Geschäftsführer der IDTA.

Neben den inhaltlichen Erweiterungen bringt das neue Release auch Verbesserungen in der Nutzbarkeit. Erstmals stehen alle Spezifikationsteile als versionierte und durchsuchbare HTML-Dokumentation zur Verfügung. Die Übersicht zum Release inklusive aller Spezifikationsteile als PDF-Dokument und als HTML-Version sind auf der Webseite der IDTA (https://industrialdigitaltwin.org/content-hub/aasspecifications) verfügbar.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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