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Datenverarbeitung in der Hochvoltbatterie-Produktion

Die Serienfertigung der Hochvoltbatterien der sechsten Generation stellt hohe Anforderungen an Datenverarbeitung, IT-Architekturen und Produktionsintegration. Bei der BMW Group laufen diese Themen in der Hochvoltbatterie-Produktion zusammen.

von | 29.12.25

Produktion von Hochvoltbatterien der Gen6 bei der BMW Group
Quelle: BMW Group
BMW Group Produktion Batterien Hochvoltbatterien

Die Hochvoltbatterie ist eine Schlüsselkomponente moderner Elektrofahrzeuge. Mit der sechsten Generation des BMW eDrive (Gen6) setzt die BMW Group auf eine neuartige Batterietechnologie mit höherer Energiedichte, kürzeren Ladezeiten und größerer Reichweite.

Parallel dazu entsteht eine global ausgerichtete Produktionslandschaft: Fünf neue Montage-Standorte werden derzeit auf drei Kontinenten gebaut – in Irlbach-Straßkirchen (Niederbayern), Debrecen (Ungarn), Shenyang (China), San Luis Potosí (Mexiko) und Woodruff (USA).

Bevor die Serienfertigung startet, werden die Produktionsprozesse in den Hochvoltbatterie-Pilotwerken in Parsdorf, Hallbergmoos und im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) entwickelt und erprobt. Ein zentraler Baustein dabei ist die durchgängige Nutzung des Industrial Internet of Things (IIoT) und der Data Analytics.

Für die Umsetzung dieser digitalen Produktionsarchitektur ist Patrick Zimmermann als Data-Scientist und IT-Projektleiter verantwortlich.

Datenerfassung und Cloud-Integration

In der Hochvoltbatterie-Produktion wird die gesamte Datenverarbeitungskette betrachtet: von der Bereitstellung der Produktionsdaten aus den Anlagen über Edge-Applikationen bis zum Transfer in die Cloud und der anschließenden Analyse.

Ziel ist es, Daten standortübergreifend verfügbar zu machen und konsistent auszuwerten.

Die eingesetzten Systeme verarbeiten sowohl numerische Daten als auch bildliche Darstellungen aus den Produktionsanlagen. Die Daten folgen an allen Standorten einer einheitlichen Struktur, wodurch sich die Analysedashboards weltweit standardisiert ausrollen lassen.

Standardisierte Schnittstellen und Digitale Zwillinge

Bei der Anlagenanbindung setzt die BMW Group auf die Schnittstellentechnologie OPC UA. Dadurch lassen sich standardisierte Digitale Zwillinge direkt in den Anlagen modellieren, ohne zusätzliche Datenaufbereitungsschritte.

Die entwickelte IT-Architektur wurde frühzeitig in den Pilotwerken etabliert und konnte mit geringem Aufwand auf erste Serienwerke übertragen werden.

KI-gestützte Qualitätsüberwachung

Die Produktion der Hochvoltbatterien folgt einem konsequenten Null-Fehler-Ansatz. Hochintelligente, in den Produktionsprozess integrierte und KI-gestützte Qualitätsprüfungen unterstützen die Überwachung kritischer Fertigungsschritte. Auf dieser Basis sollen sich Prozessabweichungen frühzeitig erkennen und gezielt Optimierungen umsetzen lassen.

Greenfield-Werke für IT-Architektur

Der Aufbau mehrerer neuer Werke der BMW-Group erfolgt nach dem sogenannten Greenfield-Prinzip. Für diese Standorte kann die IT- und Datenarchitektur von Beginn an mitgeplant werden. Dadurch sind laut Unternehmen größere technologische Sprünge möglich als bei der Integration in bestehende Produktionsumgebungen.

Internet of Things und Data Analytics können so von Anfang an in die Hochvoltbatterie-Produktion integriert werden und bilden eine wichtige Grundlage für skalierbare, datengetriebene Fertigungsprozesse.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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