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Chemie und Pharma: DECHEMA und VAA starten Umfrage zu Standortbedingungen

Die DECHEMA und die Vertretung der Fach- und Führungskräfte in Chemie und Pharma (VAA) haben eine Umfrage zu den Standortbedingungen der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie gestartet. Die Teilnahme ist kostenfrei und noch bis zum 13. Februar möglich.

von | 27.01.26

Die Chemie- und Pharmaproduktion in Deutschland steckt in einer tiefen Krise.
Foto: kbarzycki - stock-adobe.com

Die DECHEMA und die Vertretung der Fach- und Führungskräfte in Chemie und Pharma (VAA) haben eine Umfrage zu den Standortbedingungen der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie gestartet. Die Teilnahme ist kostenfrei und noch bis zum 13. Februar möglich.

DECHEMA und VAA wollen Transparenz schaffen

Der Chemie- und Pharmastandort Deutschland befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Um die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb zu verbessern, muss die Branche ihre Stärken gezielt einsetzen und Defizite abbauen.

Der VAA und die DECHEMA möchten von den Beschäftigten in den Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Chemie- und Pharmasektor mehr über die Standortbedingungen erfahren und diese im Anschluss transparent machen. Bis zum 13. Februar 2026 können Sie Ihr Wissen teilen.

Zur Umfrage

Negativrekord bei der Anlagenauslastung

Der Blick auf die Jahreszahlen der chemisch-pharmazeutischen Industrie zeigt die herausfordernde Lage: Produktion und Erzeugerpreise der Branche liegen im Vorjahresvergleich laut dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) leicht im Minus (-0,5 %). Der Umsatz büßt einen Prozentpunkt ein. In der Chemie geht die Produktion um 2,5 % zurück. Das Umsatzminus im In- und Ausland liegt bei 3 %.

Die Produktionsanlagen sind nur noch zu 70 % ausgelastet – ein historischer Tiefpunkt und weit entfernt von Rentabilität. Jedes zweite Unternehmen hat zu wenig Aufträge. Diese sind seit 2021 im In- und Ausland um mehr als 20 % eingebrochen.

Pharma weist in diesem Jahr ein Produktionsplus von 3 % und ein Umsatzplus von mehr als 4 % auf. Doch die aktuelle Geschäftslage hat sich auch hier deutlich verschlechtert und liegt mittlerweile im negativen Bereich.

Chemie- und Pharmaindustrie muss sich auf weiteres Krisenjahr einstellen

Die Krise spiegelt sich in den Beschäftigtenzahlen wider: Ein Minus von 0,5 % bedeutet in diesem Jahr 2.400 Menschen weniger, die in der chemisch-pharmazeutischen Branche arbeiten. Bereits angekündigte Anlagenschließungen oder Produktionsverlagerungen werden laut VCI zu einem weiteren Stellenabbau führen.

Weitere Informationen gibt es unter www.dechema.de.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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