Generic filters
FS Logoi

VDMA-Studie: Made in Germany auf Dauer kein Erfolgsgarant

Frankfurt am Main | Deutsche Industrieunternehmen können höhere Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen mit einer höheren Qualität im Vergleich zu günstigeren ausländischen Anbietern rechtfertigen. Noch. Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland muss sich auf veränderte Wettbewerbsbedingungen einstellen. (Bild: ebm-papst) „Made in Germany“ erlaube dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau zwar noch immer einen höheren Preis […]

von | 04.11.20

Frankfurt am Main | Deutsche Industrieunternehmen können höhere Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen mit einer höheren Qualität im Vergleich zu günstigeren ausländischen Anbietern rechtfertigen. Noch.
Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland muss sich auf veränderte Wettbewerbsbedingungen einstellen. (Bild: ebm-papst) Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland muss sich auf veränderte Wettbewerbsbedingungen einstellen. (Bild: ebm-papst)
„Made in Germany“ erlaube dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau zwar noch immer einen höheren Preis zu fordern. Der Vorteil nehme jedoch in dem Maße ab, wie internationale Wettbewerber mit geringeren Kosten ihre Qualität weiter steigern. Das ist das Ergebnis einer Studie mit dem Titel Zukunftsperspektive deutscher Maschinenbau, die der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und die Unternehmensberatung McKinsey & Company gemeinsam erstellt haben. An der Studie nahmen laut Verband 333 Unternehmen unterschiedlicher Größe und aus allen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus teil. „Die deutsche Maschinenbau-Industrie hat ihren Wettbewerbsvorteil durch konsequenten Ausbau der in ihrer eigenen Verantwortung stehenden Standortbedingungen erarbeitet, trotz der bestehenden Standortnachteile wie Lohnkosten, Steuern und Regelungsdichte“, sagte VDMA-Präsident Reinhold Festge. Doch die Bedingungen verändern sich: Markteintritte von Low-Cost-Anbietern mit steigender Qualität verschärften den Wettbewerb. Gleichzeitig forderten Kunden verstärkt individuelle Systemlösungen, was zusätzliche Anforderungen an die Ausgestaltung des Angebots und der internen Prozesse stellt. Um erfolgreich zu bleiben, stellt die Studie sechs Handlungsfelder zur Diskussion: zielgerichtete Internationalisierungs- und Wachstumsstrategie, Ausbau des Aftersales-/Servicegeschäfts, Standardisierung und Modularisierung, Optimierung des Produkt-Portfoliowertes durch Innovation und Reduzierung der Produktkosten, Exzellenz in der heimischen Wertschöpfung (Industrie 4.0) und risikodifferenziertes Projektmanagement. Jeder fünfte Unternehmer plant jedoch eine Produktionsverlagerung ins Ausland, so das Ergebnis der Studie. Zudem setzten die Unternehmen auf eine stärkere Automatisierung der Fertigung. Die Studie steht bereit zum Download unter www.vdma.org/zukunftsperspektive.

Frankfurt am Main | Deutsche Industrieunternehmen können höhere Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen mit einer höheren Qualität im Vergleich zu günstigeren ausländischen Anbietern rechtfertigen. Noch.

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland muss sich auf veränderte Wettbewerbsbedingungen einstellen. (Bild: ebm-papst) Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland muss sich auf veränderte Wettbewerbsbedingungen einstellen. (Bild: ebm-papst)

„Made in Germany“ erlaube dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau zwar noch immer einen höheren Preis zu fordern. Der Vorteil nehme jedoch in dem Maße ab, wie internationale Wettbewerber mit geringeren Kosten ihre Qualität weiter steigern. Das ist das Ergebnis einer Studie mit dem Titel Zukunftsperspektive deutscher Maschinenbau, die der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und die Unternehmensberatung McKinsey & Company gemeinsam erstellt haben. An der Studie nahmen laut Verband 333 Unternehmen unterschiedlicher Größe und aus allen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus teil.
„Die deutsche Maschinenbau-Industrie hat ihren Wettbewerbsvorteil durch konsequenten Ausbau der in ihrer eigenen Verantwortung stehenden Standortbedingungen erarbeitet, trotz der bestehenden Standortnachteile wie Lohnkosten, Steuern und Regelungsdichte“, sagte VDMA-Präsident Reinhold Festge. Doch die Bedingungen verändern sich: Markteintritte von Low-Cost-Anbietern mit steigender Qualität verschärften den Wettbewerb. Gleichzeitig forderten Kunden verstärkt individuelle Systemlösungen, was zusätzliche Anforderungen an die Ausgestaltung des Angebots und der internen Prozesse stellt.
Um erfolgreich zu bleiben, stellt die Studie sechs Handlungsfelder zur Diskussion: zielgerichtete Internationalisierungs- und Wachstumsstrategie, Ausbau des Aftersales-/Servicegeschäfts, Standardisierung und Modularisierung, Optimierung des Produkt-Portfoliowertes durch Innovation und Reduzierung der Produktkosten, Exzellenz in der heimischen Wertschöpfung (Industrie 4.0) und risikodifferenziertes Projektmanagement.
Jeder fünfte Unternehmer plant jedoch eine Produktionsverlagerung ins Ausland, so das Ergebnis der Studie. Zudem setzten die Unternehmen auf eine stärkere Automatisierung der Fertigung.
Die Studie steht bereit zum Download unter www.vdma.org/zukunftsperspektive.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Chemie und Pharma: VCI meldet alarmierende Jahreszahlen
Chemie und Pharma: VCI meldet alarmierende Jahreszahlen

Deutschlands Industrie hat ein kraftraubendes Jahr hinter sich, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) auf seiner Jahresabschlusskonferenz bekanntgab. Auch die Lage von Chemie- und Pharmaunternehmen hat sich weiter verschärft. „Die Industrie funkt SOS. 2025 war für unsere Branche erneut sehr schwierig und der Blick nach vorn wird nicht rosiger“, erklärte VCI-Präsident Markus Steilemann.

mehr lesen
Endress+Hauser: Umfassende Veränderungen im Executive Board
Endress+Hauser: Umfassende Veränderungen im Executive Board

Endress+Hauser hat drei neue Mitglieder in das Executive Board berufen: Dr. Mirko Lehmann, Prof. Dr.-Ing. Katja Windt und Helena Svensson. Mit den anstehenden Ruheständen des Chief Operating Officer (COO) Dr. Andreas Mayr und des Chief Information Officer (CIO) Pieter de Koning im Jahr 2026 ordnet das Unternehmen die Zuständigkeiten seiner Geschäftsführung neu.

mehr lesen
Siegfried Russwurm wird neuer acatech-Präsident
Siegfried Russwurm wird neuer acatech-Präsident

Das acatech-Präsidium hat am 25. November 2025 Siegfried Russwurm einstimmig zum neuen Präsidenten der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften gewählt. Er übernimmt das Amt am 1. April 2026 von Thomas Weber und bildet laut einer Pressemeldung gemeinsam mit der amtierenden Präsidentin Claudia Eckert die neue Doppelspitze.

mehr lesen
„Wir müssen die Prozessautomatisierung weiter strategisch voranbringen“
„Wir müssen die Prozessautomatisierung weiter strategisch voranbringen“

Warum die digitale Transformation der Prozessautomatisierung an Fahrt gewinnt, wo 2026 Wachstum entsteht und welche Rolle Cyber Security, sicherer Datenverkehr und neue Infrastrukturstandards künftig spielen – darüber spricht der wiedergewählte Vorsitzende des ZVEI-Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung, Axel Lorenz, im Interview.

mehr lesen
ZVEI startet neue Plattform „Industrial AI & Data Economy“
ZVEI startet neue Plattform „Industrial AI & Data Economy“

Der ZVEI hat eine neue Plattform für „Industrial AI & Data Economy“ ins Leben gerufen. Die Einheit bündelt Fachwissen zu industrieller KI, Datenökosystemen und datenbasierten Geschäftsmodellen. Sie soll Unternehmen dabei unterstützen, Chancen frühzeitig zu identifizieren und digitale Innovationen umzusetzen.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03