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VDI-2770: Ohne saubere Herstellerinformation keine autonome Anlage

Autonomie scheitert nicht an Algorithmen, sondern an Daten, die niemand zuverlässig findet. Wer auf der NAMUR-Hauptsitzung Ende November über „Milestones towards Autonomous Plants“ spricht, muss vorher über digitale Herstellerinformation reden – strukturiert, durchsuchbar, über Unternehmensgrenzen hinweg. Genau hier setzt die VDI-2770 an. Sie definiert, wie Herstellerdokumente klassifiziert, mit Metadaten versehen, in Formaten wie PDF/A bereitgestellt […]

von | 17.11.25

Advertorial

Autonomie scheitert nicht an Algorithmen, sondern an Daten, die niemand zuverlässig findet. Wer auf der NAMUR-Hauptsitzung Ende November über „Milestones towards Autonomous Plants“ spricht, muss vorher über digitale Herstellerinformation reden – strukturiert, durchsuchbar, über Unternehmensgrenzen hinweg. Genau hier setzt die VDI-2770 an. Sie definiert, wie Herstellerdokumente klassifiziert, mit Metadaten versehen, in Formaten wie PDF/A bereitgestellt und als standardisierte Container übergeben werden. Das ist kein „nice to have“, sondern die technische Grundlage für echte Kollaboration zwischen Lieferanten, Integrator und Betreiber.

Ohne einen verbindlichen Dokumentationsstandard entstehen gerade in der Prozessindustrie Silos, welche mit erheblichen Risiken verbunden sind. Mit der VDI-2770 wird Dokumentation maschinenlesbar, adressierbar und auditfest und damit anschlussfähig an Automatisierung und wissensbasierte Assistenzsysteme. Das ist die unspektakuläre, aber unverzichtbare Vorarbeit für jede Form von Autonomie.

Entscheidend hierbei ist die Kopplung mit einer Identität. Die IEC 61406 gibt Geräten eine global eindeutige, maschinenlesbare ID und eröffnet damit auch den direkten Zugriff auf die von der VDI-2770 gelieferten inhaltlichen Strukturen dazu. Erst die Kombination aus eindeutiger Objektidentität und normierter Dokumentstruktur schafft eine robuste „Digital Data Chain“, in der Informationen automatisch verknüpft, aktualisiert und verteilt werden können. Für Betreiber bedeutet das: weniger Suchzeiten, weniger Stillstände, weniger Compliance-Grauzonen. Für Hersteller: skalierbare Übergabe, geringere Übergabekosten, klare Verantwortlichkeiten.

Die Brücke in bestehende IT/OT-Landschaften schlägt der Digitale Zwilling auf Basis der Asset Administration Shell. Das AAS-Teilmodell „Handover Documentation“ referenziert VDI-2770-konforme Inhalte, macht sie versionierbar und ereignisfähig. So wird Dokumentation nicht länger Endzustand eines Projekts, sondern ein lebendiger Informationsstrom – vom Engineering bis in den Service.

Auch industriepolitisch ist der Schritt klug. Wer heute Dokumente sauber strukturiert, kann morgen Datenketten regulatorisch belastbar verlängern. DPP Readiness direkt mitgedacht.

Die twinsphere suite ist hier nicht Werbeversprechen, sondern eine Plattform, die die VDI-2770 in der Praxis automatisiert erlebbar macht: AAS-basiert, mit validierten Teilmodellen, VDI-2770-konformen Paketen und Integrationen wie Sharecat. Der Punkt ist nicht das Tool, sondern das Prinzip: Identität plus Struktur plus Governance. Wer das ernst nimmt, liefert nicht „Dokumente“, sondern betriebskritisches Wissen – maschinenlesbar, nachvollziehbar, zukunftsfähig.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt: Passend zur NAMUR Hauptsitzung die eigenen Übergaben gegen VDI-2770 spiegeln, die Kopplung mit IEC 61406 klären, AAS-Readiness schaffen. Autonomie beginnt mit sauber strukturierten Daten.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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