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VCI: Steuerpaket wichtiges Signal für Branche

Mit ihrem am 4. Juni im Kabinett verabschiedeten Steuerpaket setzt die Koalition ein wirtschaftspolitisches Signal mit Substanz. So bewertet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) das aktuelle Vorhaben der Bundesregierung. Berthold Welling, VCI-Geschäftsführer Recht und Steuern, kommentiert weiter: „Die Regierungskoalition legt mit ihrem Steuerpaket eine tragfähige Grundlage, um Wachstum anzuschieben. Eine durchdachte Steuerreform ist kein […]

von | 10.06.25

Mit ihrem am 4. Juni im Kabinett verabschiedeten Steuerpaket setzt die Koalition ein wirtschaftspolitisches Signal mit Substanz. So bewertet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) das aktuelle Vorhaben der Bundesregierung. Berthold Welling, VCI-Geschäftsführer Recht und Steuern, kommentiert weiter: „Die Regierungskoalition legt mit ihrem Steuerpaket eine tragfähige Grundlage, um Wachstum anzuschieben. Eine durchdachte Steuerreform ist kein Kostenfaktor, sondern ein Zukunftsinvestment. Umso mehr müssen strukturelle Reformschritte erfolgen, um die Stammhäuser in Deutschland zu halten und auch internationale Investitionen zu erleichtern.“

Der VCI begrüßt die geplanten Liquiditätsmaßnahmen durch die Sonderabschreibungen von 30 Prozent ab 01.07.2025 bis 2027 als ersten Schritt. An diesen schließe ab Januar 2028 richtigerweise nahtlos die geplante Senkung der Körperschaftsteuer an, um die Attraktivität des heimischen Wirtschaftsstandorts wieder zu steigern. Zielführender wäre jedoch, die angekündigte Körperschaftsteuersatzsenkung vorzuziehen. Einen zusätzlich wichtigen Impuls für mehr Wachstum setzt die Ausweitung der Forschungszulage. Doch diese Maßnahmen allein reichen nicht aus, um wieder international wettbewerbsfähig zu werden, mahnt der Chemieverband: Die Mühlsteine der Steuerbürokratie gehören endlich abgeschafft, um die Unternehmen in der Breite zu entlasten.

Aktuell droht zudem neues Unheil aus den USA: Die Regierung in Washington will neue Strafsteuern gegen Unternehmen in Ländern verhängen, die die globale Mindeststeuer eingeführt haben. Welling: „Die neue Bundesregierung muss hier zum Schutz der deutschen Unternehmen überzeugende Antworten finden. Wir werden die Mindeststeuer aussetzen müssen, um die Nachteile für die europäischen Unternehmen abwenden zu können.“ Die Unsicherheiten für Unternehmen in der EU seien schon groß genug. Die globale Mindeststeuer, die lediglich einen enormen bürokratischen Aufwand, jedoch kaum Aufkommen produziere, benachteilige bereits jetzt schon die europäischen Unternehmen gegenüber den Mitbewerbern aus den USA und China und dürfe nicht zu einem faktischen K.-o.-Kriterium im internationalen Wettbewerb führen.

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