Generic filters
FS Logoi

Produktionsanlagen vor Industriepiraten schützen

Garching | Produktionsanlagen sollen sich künftig untereinander abstimmen und Maschinen häufiger aus der Ferne gewartet werden. Dies soll jedoch nicht Industriespionage oder Sabotage durch unsichere Netze erleichtern. Forscher haben eine Folie entwickelt, die bei Beschädigung Alarm schlägt. (Bild: IPA) Forscher haben daher einen Router entwickelt, der über einen sicheren Virtual Private Network-(VPN)-Zugang verfügt, Berechtigungs- und […]

von | 04.11.20

Garching | Produktionsanlagen sollen sich künftig untereinander abstimmen und Maschinen häufiger aus der Ferne gewartet werden. Dies soll jedoch nicht Industriespionage oder Sabotage durch unsichere Netze erleichtern.
Forscher haben eine Folie entwickelt, die bei Beschädigung Alarm schlägt. (Bild: IPA) Forscher haben eine Folie entwickelt, die bei Beschädigung Alarm schlägt. (Bild: IPA)
Forscher haben daher einen Router entwickelt, der über einen sicheren Virtual Private Network-(VPN)-Zugang verfügt, Berechtigungs- und Firewall-Funktionen sichern diesen weiter ab. Die notwendigen Sicherheitsprotokolle können direkt in die Anlagen und Maschinen beim Industriekunden integriert werden. „Das System ist ein Software-Bausatz: Die Basiskomponenten haben wir bereits entwickelt, diese können wir dann jeweils an die speziellen Anforderungen der Kunden anpassen“, sagt Bartol Filipovic, Bereichsleiter am Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC in Garching. Das dauert etwa vier Wochen. Die Forscher integrieren dabei auch einfache Systeme wie Sensoren, die beispielsweise in der Pharmaindustrie Füllstände anzeigen oder die Mischverhältnisse. Das System schützt die Unternehmen einerseits vor Spionen, die sich aus der Ferne in das Netz hacken wollen. Andererseits stellt es für Datendiebe vor Ort ebenfalls ein Hindernis dar. Eine spezielle Folie wird auf das Router-Gehäuse oder auch direkt auf die Platine, also die Leiterplatte mit den für die Steuerung wichtigen Elementen wie Mikrocontrollern, Chips, Dioden und anderen sicherheitskritischen Recheneinheiten angebracht und an mehreren Punkten verschweißt. Ist der Router ausgeschaltet, ist die gesamte Software verschlüsselt abgelegt. Ist er jedoch in Betrieb, so braucht er die entschlüsselten Programmcodes. Der jeweilige Schlüssel hängt von den Folieneigenschaften ab. Werden diese verändert, etwa indem die Folie aufgerissen oder durchbohrt wird, um an die Platine zu kommen, erkennt die Folie den Angriff in Millisekunden und handelt: Sie löscht alle sicherheitsrelevanten Daten, die unverschlüsselt vorliegen. aisec.fraunhofer.de

Garching | Produktionsanlagen sollen sich künftig untereinander abstimmen und Maschinen häufiger aus der Ferne gewartet werden. Dies soll jedoch nicht Industriespionage oder Sabotage durch unsichere Netze erleichtern.

Forscher haben eine Folie entwickelt, die bei Beschädigung Alarm schlägt. (Bild: IPA) Forscher haben eine Folie entwickelt, die bei Beschädigung Alarm schlägt. (Bild: IPA)

Forscher haben daher einen Router entwickelt, der über einen sicheren Virtual Private Network-(VPN)-Zugang verfügt, Berechtigungs- und Firewall-Funktionen sichern diesen weiter ab. Die notwendigen Sicherheitsprotokolle können direkt in die Anlagen und Maschinen beim Industriekunden integriert werden. „Das System ist ein Software-Bausatz: Die Basiskomponenten haben wir bereits entwickelt, diese können wir dann jeweils an die speziellen Anforderungen der Kunden anpassen“, sagt Bartol Filipovic, Bereichsleiter am Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC in Garching. Das dauert etwa vier Wochen. Die Forscher integrieren dabei auch einfache Systeme wie Sensoren, die beispielsweise in der Pharmaindustrie Füllstände anzeigen oder die Mischverhältnisse.
Das System schützt die Unternehmen einerseits vor Spionen, die sich aus der Ferne in das Netz hacken wollen. Andererseits stellt es für Datendiebe vor Ort ebenfalls ein Hindernis dar. Eine spezielle Folie wird auf das Router-Gehäuse oder auch direkt auf die Platine, also die Leiterplatte mit den für die Steuerung wichtigen Elementen wie Mikrocontrollern, Chips, Dioden und anderen sicherheitskritischen Recheneinheiten angebracht und an mehreren Punkten verschweißt. Ist der Router ausgeschaltet, ist die gesamte Software verschlüsselt abgelegt. Ist er jedoch in Betrieb, so braucht er die entschlüsselten Programmcodes. Der jeweilige Schlüssel hängt von den Folieneigenschaften ab. Werden diese verändert, etwa indem die Folie aufgerissen oder durchbohrt wird, um an die Platine zu kommen, erkennt die Folie den Angriff in Millisekunden und handelt: Sie löscht alle sicherheitsrelevanten Daten, die unverschlüsselt vorliegen. aisec.fraunhofer.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Ransomware-Angriffe: Deutschland 2025 weltweit auf 3. Platz
Ransomware-Angriffe: Deutschland 2025 weltweit auf 3. Platz

Deutschland zählte 2025 mit 433 bestätigten Ransomware-Angriffen (laut beobachteten Leak-Seiten von Cyberkriminellen) zu den drei weltweit am stärksten betroffenen Ländern – nur die USA (4.893) und Kanada (520) verzeichnen noch mehr erfolgreiche Angriffe. Das geht aus dem neuen Cyber Risk Report 2026 von TrendAI™, dem Cybersecurity-Geschäftsbereich von Trend Micro, hervor.

mehr lesen
Kostenfreies Handbuch zeigt digitale Wege für die Kreislaufwirtschaft
Kostenfreies Handbuch zeigt digitale Wege für die Kreislaufwirtschaft

Mit dem „Handbuch Kreislauffähige Wertschöpfung – Schlüsselkonzepte, Technologien, Geschäftsmodelle und Rahmenbedingungen“ haben das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) eine praxisorientierte Publikation zur Umsetzung kreislauffähiger Wertschöpfung veröffentlicht. Die Druckausgabe ist am 10. Juli 2026 bei Springer Gabler erschienen, die digitale Version steht kostenfrei als Open-Access-Publikation zur Verfügung.

mehr lesen
Virtuelle Steuerungen: Fachbeitrag beleuchtet Entwicklung, Chancen und Herausforderungen
Virtuelle Steuerungen: Fachbeitrag beleuchtet Entwicklung, Chancen und Herausforderungen

Virtuelle Steuerungen (vSPS) gelten als ein weiterer Entwicklungsschritt in der industriellen Automatisierung. Ein Fachbeitrag von Prof. Dr.-Ing. René Simon (Hochschule Harz) zeichnet die Evolution von klassischen Hardware-SPS über Soft-SPS bis hin zu virtualisierten Steuerungsarchitekturen nach und beschreibt den aktuellen Stand der Technik sowie offene Fragestellungen für den industriellen Einsatz. Der peer-reviewte Hauptbeitrag aus dem atp magazin 6-7/2026 steht nun zum kostenfreien Download bereit.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03