Generic filters
FS Logoi

Messplatz für neue Lichtwellenleiter am PZH

Hannover | Am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover (PZH) steht Wissenschaftlern ein Messplatz für die Forschung an neuartigen flächigen Lichtwellenleitern zur Verfügung. Um beim klassischen Glasfaserkabel die Dämpfung, das heißt den Lichtverlust pro Strecke, zu messen, wird an beiden Enden des Kabels ein Messadapter aufgeschraubt. An einer Standardstation wird dann gemessen, wie viel des […]

von | 04.11.20

Hannover | Am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover (PZH) steht Wissenschaftlern ein Messplatz für die Forschung an neuartigen flächigen Lichtwellenleitern zur Verfügung. Um beim klassischen Glasfaserkabel die Dämpfung, das heißt den Lichtverlust pro Strecke, zu messen, wird an beiden Enden des Kabels ein Messadapter aufgeschraubt. An einer Standardstation wird dann gemessen, wie viel des hineingeschickten Lichts unterwegs verlorengeht. Die Lichtwellenleiter, die am Institut für Transport- und Automatisierungstechnik (ITA) am PZH entwickelt werden, lassen sich aber nirgends aufschrauben und auch nicht wie ein Kabel aufwickeln. Sie werden vielmehr als Polymerstrang per Kanüle auf beliebig geformte Flächen appliziert oder mit einer umgerüsteten Offset-Druckmaschine auf große Folien gedruckt. Das Spektrum möglicher Anwendungen der neuen Lichtwellenleiter ist groß. Eine Voraussetzung ist, dass ihre Eigenschaften verlässlich messbar sind. Daher haben die beiden Ingenieurwissenschaftler Michael Dumke und Tim Wolfer vom ITA jetzt eine neue Messstation mitentwickelt. Basierend auf ihren Anforderungen und ihrer Konstruktion hat der Industriepartner TSO Thalheim Spezialoptik eine neuartige Station gebaut. „Ein Hexapod sorgt dafür, dass der Lichtwellenleiter, egal ob er auf einer Folie oder einer dreidimensionalen Fläche verläuft, mikrometergenau platziert wird und wir können, während wir Licht in den Wellenleiter einkoppeln, gleichzeitig dessen Querschnitt über ein Mikroskop perfekt justieren“. Finanziert wurde die Messstation mit zehn Millionen Euro aus dem Sonderforschungsbereich/Transregios Plan OS, der seit 2013 am ITA angesiedelt ist. Tim Wolfer arbeitet bei PlanOS mit und nutzt bereits den neuen Messplatz. „Wir sind noch bei den Grundlagen, aber man kann sich zum Beispiel vorstellen, dass diese Folien, die mit ihren Lichtwellenleitern Druck, Dehnung, Temperatur oder auch Feuchtigkeit auf optischem Wege registrieren, später genutzt werden, um die Temperatur von Batterien in Elektroautos oder den Zustand von Flugzeugtragflächen zu überwachen. Der Messplatz ist sozusagen unser Auge in diese Welt der künftigen Lichtwellenleiter.“ pzh-hannover.de

Hannover | Am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover (PZH) steht Wissenschaftlern ein Messplatz für die Forschung an neuartigen flächigen Lichtwellenleitern zur Verfügung.
Um beim klassischen Glasfaserkabel die Dämpfung, das heißt den Lichtverlust pro Strecke, zu messen, wird an beiden Enden des Kabels ein Messadapter aufgeschraubt. An einer Standardstation wird dann gemessen, wie viel des hineingeschickten Lichts unterwegs verlorengeht. Die Lichtwellenleiter, die am Institut für Transport- und Automatisierungstechnik (ITA) am PZH entwickelt werden, lassen sich aber nirgends aufschrauben und auch nicht wie ein Kabel aufwickeln. Sie werden vielmehr als Polymerstrang per Kanüle auf beliebig geformte Flächen appliziert oder mit einer umgerüsteten Offset-Druckmaschine auf große Folien gedruckt.
Das Spektrum möglicher Anwendungen der neuen Lichtwellenleiter ist groß. Eine Voraussetzung ist, dass ihre Eigenschaften verlässlich messbar sind. Daher haben die beiden Ingenieurwissenschaftler Michael Dumke und Tim Wolfer vom ITA jetzt eine neue Messstation mitentwickelt. Basierend auf ihren Anforderungen und ihrer Konstruktion hat der Industriepartner TSO Thalheim Spezialoptik eine neuartige Station gebaut. „Ein Hexapod sorgt dafür, dass der Lichtwellenleiter, egal ob er auf einer Folie oder einer dreidimensionalen Fläche verläuft, mikrometergenau platziert wird und wir können, während wir Licht in den Wellenleiter einkoppeln, gleichzeitig dessen Querschnitt über ein Mikroskop perfekt justieren“.
Finanziert wurde die Messstation mit zehn Millionen Euro aus dem Sonderforschungsbereich/Transregios Plan OS, der seit 2013 am ITA angesiedelt ist. Tim Wolfer arbeitet bei PlanOS mit und nutzt bereits den neuen Messplatz. „Wir sind noch bei den Grundlagen, aber man kann sich zum Beispiel vorstellen, dass diese Folien, die mit ihren Lichtwellenleitern Druck, Dehnung, Temperatur oder auch Feuchtigkeit auf optischem Wege registrieren, später genutzt werden, um die Temperatur von Batterien in Elektroautos oder den Zustand von Flugzeugtragflächen zu überwachen. Der Messplatz ist sozusagen unser Auge in diese Welt der künftigen Lichtwellenleiter.“ pzh-hannover.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Industrielle KI wird zum Schwerpunkt der Plattform Industrie 4.0
Industrielle KI wird zum Schwerpunkt der Plattform Industrie 4.0

Die Plattform Industrie 4.0 richtet ihre Arbeit neu aus und stellt industrielle KI ins Zentrum. Ein neues Zielbild beschreibt, wie Infrastruktur, Datenökosysteme, Foundation Models und KI-Anwendungen zusammenspielen sollen – mit offenen Standards, Manufacturing-X und einem besonderen Fokus auf bestehende Produktionsanlagen.

mehr lesen
Green Energy Manufacturing: BASF will die Dekarbonisierung unterstützen
Green Energy Manufacturing: BASF will die Dekarbonisierung unterstützen

Mit Green Energy Manufacturing erweitert BASF ihre Sustainability Toolbox für technische Kunststoffe um einen Ansatz zur Reduzierung des Product Carbon Footprint (PCF). Die Lösung ermöglicht den Einsatz CO₂-reduzierter Materialien ohne Änderungen bestehender Fertigungsprozesse und unterstützt Unternehmen bei der Erfüllung regulatorischer Nachhaltigkeitsanforderungen.

mehr lesen
PI-Konferenz 2027: Sichere Daten als Grundlage für Industrial AI
PI-Konferenz 2027: Sichere Daten als Grundlage für Industrial AI

Die PROFIBUS Nutzerorganisation (PNO) veranstaltet am 24. und 25. Februar 2027 die 10. PI-Konferenz in Frankfurt am Main. Im Mittelpunkt stehen sichere und interoperable Datenstrukturen als Voraussetzung für den Einsatz von Industrial AI sowie aktuelle Entwicklungen der PI-Technologien in der industriellen Kommunikation.

mehr lesen
Physical AI: Studie sieht Industrie vor dem Übergang zur Skalierung
Physical AI: Studie sieht Industrie vor dem Übergang zur Skalierung

Industrieunternehmen betrachten physische KI zunehmend als strategische Transformation statt als isoliertes Automatisierungsprojekt. Das geht aus dem „Future-Ready Manufacturing: TCS Physical AI Readiness Report 2026“ hervor, für den Tata Consultancy Services 300 Führungskräfte aus Nordamerika und Europa befragt hat.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03