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Industrieanlagen: Kommunikationsprozessor optimiert Anbindung von Außenstationen

Nürnberg | Mit dem neuen Kommunikationsprozessor CP 1243-8 IRC ermöglicht Siemens Telecontrol-Anwendungen auf Basis des Fernwirkprotokolls Sinaut ST7. Mit dem Kommunikationsprozessor lassen sich Simatic S7-1200-Controller als Außenstationen (Remote Terminal Units/RTUs) an eine Telecontrol-Leitstelle oder übergeordnete ST7-Stationen anbinden. Redundanztechniken und umfassende Security-Funktionen ermöglichen Siemens zufolge eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit. Haupteinsatzgebiete des Prozessors sind dezentrale Anlagen […]

von | 04.11.20

Nürnberg | Mit dem neuen Kommunikationsprozessor CP 1243-8 IRC ermöglicht Siemens Telecontrol-Anwendungen auf Basis des Fernwirkprotokolls Sinaut ST7. Mit dem Kommunikationsprozessor lassen sich Simatic S7-1200-Controller als Außenstationen (Remote Terminal Units/RTUs) an eine Telecontrol-Leitstelle oder übergeordnete ST7-Stationen anbinden. Redundanztechniken und umfassende Security-Funktionen ermöglichen Siemens zufolge eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit. Haupteinsatzgebiete des Prozessors sind dezentrale Anlagen im Bereich der Trinkwassergewinnung und -verteilung, Kanalnetze oder Regenüberlaufbecken. Zudem lassen sich die Kommunikationsprozessoren zur Umweltüberwachung sowie als Ortsstationen in Transport- und Verteilnetzen für Fernwärme oder elektrische Energie einsetzen.
KommunikationsprozessorSiemens_klein Der Prozessor eignet sich für Projekte im Bereich Wasser/Abwasser, Gasversorgung, Fernwärme und elektrische Energie. Bild: Siemens AG.
Die Verbindung zu angeschlossenen RTUs erfolgt über öffentliche oder private Kommunikationsnetze. Für die Verbindung mit dem Internet oder Mobilfunk wird ein externer Industrie-Router an die Ethernet-Schnittstelle des Geräts angeschlossen. Eine weitere Verbindung lässt sich auch über steckbare Module herstellen, zum Beispiel für den Anschluss an analoge Wählnetze oder private Funknetze. Der Prozessor unterstützt sowohl die zyklische als auch die ereignisgesteuerte Übertragung aller für die Prozessführung erforderlichen Datentypen und bietet zudem Alarmfunktionen. So können beispielweise Messwerte von den Außenstationen an die Leitstelle oder eine übergeordnete Station übermittelt oder automatische E-Mails und SMS an das Wartungspersonal versendet werden. Um im Falle eines Verbindungsausfalls Datenverluste zu verhindern, speichert der Kommunikationsprozessor die Messwerte mit Zeitstempel ab. Sobald die Verbindung wieder hergestellt ist, werden diese gepufferten Werte automatisch in historisch korrekter Reihenfolge an die Leitstelle übertragen. Zur Erhöhung der Verfügbarkeit bietet der der Prozessor die Möglichkeit, über die zweite WAN-Schnittstelle eine zusätzliche Verbindung herzustellen („Wegeredundanz“). Dafür wird an die zweite WAN-Schnittstelle ein sogenanntes Teleservice (TS)-Modul angeschlossen. Anwender können die Schnittstellen alternativ oder gleichzeitig betreiben. Diagnosemöglichkeiten, entweder lokal über die Fehlermeldung durch LED-Anzeigen, im Engineering-Tool Simatic Step 7 oder über Webserver, bieten Analysen zum Stationsstatus. Anwender können so die Verbindung neuer Baugruppen per Datenpunktprojektierung in Step 7 projektieren. Der Anwender wählt in der Engineering-Software Step 7 Professional des TIA Portals die von der Simatic S7-1200-CPU zu übertragenden Daten aus und gibt die gewünschten Kommunikationsparameter vor. Der neue Kommunikationsprozessor ist zudem mit Security-Funktionen wie Firewall (Stateful Inspection) und VPN-Protokoll (IPsec) ausgestattet.

Nürnberg | Mit dem neuen Kommunikationsprozessor CP 1243-8 IRC ermöglicht Siemens Telecontrol-Anwendungen auf Basis des Fernwirkprotokolls Sinaut ST7. Mit dem Kommunikationsprozessor lassen sich Simatic S7-1200-Controller als Außenstationen (Remote Terminal Units/RTUs) an eine Telecontrol-Leitstelle oder übergeordnete ST7-Stationen anbinden.
Redundanztechniken und umfassende Security-Funktionen ermöglichen Siemens zufolge eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit. Haupteinsatzgebiete des Prozessors sind dezentrale Anlagen im Bereich der Trinkwassergewinnung und -verteilung, Kanalnetze oder Regenüberlaufbecken. Zudem lassen sich die Kommunikationsprozessoren zur Umweltüberwachung sowie als Ortsstationen in Transport- und Verteilnetzen für Fernwärme oder elektrische Energie einsetzen.

KommunikationsprozessorSiemens_klein Der Prozessor eignet sich für Projekte im Bereich Wasser/Abwasser, Gasversorgung, Fernwärme und elektrische Energie. Bild: Siemens AG.

Die Verbindung zu angeschlossenen RTUs erfolgt über öffentliche oder private Kommunikationsnetze. Für die Verbindung mit dem Internet oder Mobilfunk wird ein externer Industrie-Router an die Ethernet-Schnittstelle des Geräts angeschlossen. Eine weitere Verbindung lässt sich auch über steckbare Module herstellen, zum Beispiel für den Anschluss an analoge Wählnetze oder private Funknetze.
Der Prozessor unterstützt sowohl die zyklische als auch die ereignisgesteuerte Übertragung aller für die Prozessführung erforderlichen Datentypen und bietet zudem Alarmfunktionen. So können beispielweise Messwerte von den Außenstationen an die Leitstelle oder eine übergeordnete Station übermittelt oder automatische E-Mails und SMS an das Wartungspersonal versendet werden.
Um im Falle eines Verbindungsausfalls Datenverluste zu verhindern, speichert der Kommunikationsprozessor die Messwerte mit Zeitstempel ab. Sobald die Verbindung wieder hergestellt ist, werden diese gepufferten Werte automatisch in historisch korrekter Reihenfolge an die Leitstelle übertragen.
Zur Erhöhung der Verfügbarkeit bietet der der Prozessor die Möglichkeit, über die zweite WAN-Schnittstelle eine zusätzliche Verbindung herzustellen („Wegeredundanz“). Dafür wird an die zweite WAN-Schnittstelle ein sogenanntes Teleservice (TS)-Modul angeschlossen. Anwender können die Schnittstellen alternativ oder gleichzeitig betreiben.
Diagnosemöglichkeiten, entweder lokal über die Fehlermeldung durch LED-Anzeigen, im Engineering-Tool Simatic Step 7 oder über Webserver, bieten Analysen zum Stationsstatus. Anwender können so die Verbindung neuer Baugruppen per Datenpunktprojektierung in Step 7 projektieren. Der Anwender wählt in der Engineering-Software Step 7 Professional des TIA Portals die von der Simatic S7-1200-CPU zu übertragenden Daten aus und gibt die gewünschten Kommunikationsparameter vor. Der neue Kommunikationsprozessor ist zudem mit Security-Funktionen wie Firewall (Stateful Inspection) und VPN-Protokoll (IPsec) ausgestattet.

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