Generic filters
FS Logoi

Industrie 4.0 rechnet sich für KMU laut neuer Studie

Berlin | Investitionen in Industrie 4.0 können sich für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) schon innerhalb von zirka 6 Jahren amortisieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH im Rahmen der Begleitforschung zum BMWi-Technologieprogramm „AUTONOMIK für Industrie 4.0“. Das Technologieprogramm des BMWi […]

von | 04.11.20

Berlin | Investitionen in Industrie 4.0 können sich für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) schon innerhalb von zirka 6 Jahren amortisieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH im Rahmen der Begleitforschung zum BMWi-Technologieprogramm „AUTONOMIK für Industrie 4.0“.
Das Technologieprogramm des BMWi zeigt Vorteile von Industrie 4.0 für KUM auf. Bild: AUTONOMIK Industrie 4.0 Das Technologieprogramm des BMWi zeigt Vorteile von Industrie 4.0 für KMU auf. Bild: AUTONOMIK Industrie 4.0
Die stärkere Berücksichtigung der mit Industrie 4.0 einhergehenden und bisher kaum untersuchten positiven Vernetzungseffekte verdeutlicht laut iit mittelfristig den hohen Nutzen für KMU. Die Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen durchweg positive Erwartungen hinsichtlich betriebswirtschaftlicher Potenziale mit den durch Industrie 4.0 ausgelösten Entwicklungen verbinden. Konkrete Schätzungen des volkswirtschaftlichen Potenzials von Industrie 4.0 für Deutschland gehen von einem Wachstumspotenzial von 153,5 Mrd. Euro in den nächsten fünf Jahren aus. Sie zeigen aber auch, dass derzeit vor allem mittelständische Unternehmen vielfach zögerlich agieren. Der Hintergrund ist, dass erforderliche Investitionskosten weitaus höher eingeschätzt werden als das resultierende Umsatzwachstum. Zur Auflösung dieses Dilemmas liefert die Studie einen innovativen Erklärungsansatz auf Grundlage eines idealtypischen Modells. In dem Modell wird die Wirkung von Investitionen in Industrie 4.0 für Unternehmen in Abhängigkeit von den sich daraus ergebenden unterschiedlichen Vernetzungsmöglichkeiten betrachtet. Insbesondere für KMU sind einheitliche Kommunikationsstandards bzw. Interoperabilität im Produktionsverbund die Voraussetzung für die Ausschöpfung des Potenzials von Industrie 4.0. Großunternehmen nehmen eine wichtige Schlüsselrolle bei der Standardisierung ein. Deutschland kann dabei nicht nur als Anwender von Industrie 4.0 profitieren. Die Analyse zeigt, dass Deutschland in fast allen entscheidenden Zukunftsfeldern international sehr gut aufgestellt ist und sich in wichtigen Schlüsselsektoren als Leitanbieter etablieren kann. Deutsche Unternehmen haben die Chance, ihre internationale Spitzenposition in Bereichen wie Robotik, Maschinenbau, Sensorik oder Logistik zu verteidigen und auszubauen. Die IKT ist dabei die am stärksten geforderte Branche, um den derzeitigen Technologie- und Wettbewerbsvorsprung erfolgreich in das Zeitalter von Industrie 4.0 zu transferieren. In der Studie „Industrie 4.0: Volks- und betriebswirtschaftliche Faktoren für den Standort Deutschland“ wurden 65 Veröffentlichungen mit Bezug zur Digitalisierung und Vernetzung in der industriellen Produktion ausgewertet. Zusätzlich wurde eine eigene Umfrage mit führenden Industrieexperten durchgeführt. Sie schafft erstmals einen zusammenfassenden Überblick über existierende Erhebungen und Analysen zum Thema Industrie 4.0 und ergänzt diese durch neue Thesen zu betriebswirtschaftlichen Effekten aufgrund der zunehmenden Vernetzung. Weitere Informationen und die Studie finden Sie unter www.autonomik40.de. Die Bundesregierung hat mit dem Zukunftsprojekt Industrie 4.0 einen technologiepolitischen Schwerpunkt initiiert. Mit dem Technologieprogramm „AUTONOMIK für Industrie 4.0“ leistet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung dieses Vorhabens. 14 Projekte mit rund 100 Partnern aus Industrie und Wissenschaft haben sich für eine Förderung durch das BMWi qualifiziert. Das BMWi unterstützt die Projekte mit einem Fördervolumen von rund 40 Mio. Euro. In begleitenden Forschungsmaßnahmen werden zudem wichtige Querschnittsfragen zu IT-Sicherheit, Recht, Normen & Standards sowie Zukunft der Arbeit in Industrie 4.0 behandelt.

Berlin | Investitionen in Industrie 4.0 können sich für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) schon innerhalb von zirka 6 Jahren amortisieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH im Rahmen der Begleitforschung zum BMWi-Technologieprogramm „AUTONOMIK für Industrie 4.0“.

Das Technologieprogramm des BMWi zeigt Vorteile von Industrie 4.0 für KUM auf. Bild: AUTONOMIK Industrie 4.0 Das Technologieprogramm des BMWi zeigt Vorteile von Industrie 4.0 für KMU auf. Bild: AUTONOMIK Industrie 4.0

Die stärkere Berücksichtigung der mit Industrie 4.0 einhergehenden und bisher kaum untersuchten positiven Vernetzungseffekte verdeutlicht laut iit mittelfristig den hohen Nutzen für KMU. Die Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen durchweg positive Erwartungen hinsichtlich betriebswirtschaftlicher Potenziale mit den durch Industrie 4.0 ausgelösten Entwicklungen verbinden. Konkrete Schätzungen des volkswirtschaftlichen Potenzials von Industrie 4.0 für Deutschland gehen von einem Wachstumspotenzial von 153,5 Mrd. Euro in den nächsten fünf Jahren aus. Sie zeigen aber auch, dass derzeit vor allem mittelständische Unternehmen vielfach zögerlich agieren. Der Hintergrund ist, dass erforderliche Investitionskosten weitaus höher eingeschätzt werden als das resultierende Umsatzwachstum. Zur Auflösung dieses Dilemmas liefert die Studie einen innovativen Erklärungsansatz auf Grundlage eines idealtypischen Modells. In dem Modell wird die Wirkung von Investitionen in Industrie 4.0 für Unternehmen in Abhängigkeit von den sich daraus ergebenden unterschiedlichen Vernetzungsmöglichkeiten betrachtet. Insbesondere für KMU sind einheitliche Kommunikationsstandards bzw. Interoperabilität im Produktionsverbund die Voraussetzung für die Ausschöpfung des Potenzials von Industrie 4.0. Großunternehmen nehmen eine wichtige Schlüsselrolle bei der Standardisierung ein.
Deutschland kann dabei nicht nur als Anwender von Industrie 4.0 profitieren. Die Analyse zeigt, dass Deutschland in fast allen entscheidenden Zukunftsfeldern international sehr gut aufgestellt ist und sich in wichtigen Schlüsselsektoren als Leitanbieter etablieren kann. Deutsche Unternehmen haben die Chance, ihre internationale Spitzenposition in Bereichen wie Robotik, Maschinenbau, Sensorik oder Logistik zu verteidigen und auszubauen. Die IKT ist dabei die am stärksten geforderte Branche, um den derzeitigen Technologie- und Wettbewerbsvorsprung erfolgreich in das Zeitalter von Industrie 4.0 zu transferieren.
In der Studie „Industrie 4.0: Volks- und betriebswirtschaftliche Faktoren für den Standort Deutschland“ wurden 65 Veröffentlichungen mit Bezug zur Digitalisierung und Vernetzung in der industriellen Produktion ausgewertet. Zusätzlich wurde eine eigene Umfrage mit führenden Industrieexperten durchgeführt. Sie schafft erstmals einen zusammenfassenden Überblick über existierende Erhebungen und Analysen zum Thema Industrie 4.0 und ergänzt diese durch neue Thesen zu betriebswirtschaftlichen Effekten aufgrund der zunehmenden Vernetzung. Weitere Informationen und die Studie finden Sie unter www.autonomik40.de.
Die Bundesregierung hat mit dem Zukunftsprojekt Industrie 4.0 einen technologiepolitischen Schwerpunkt initiiert. Mit dem Technologieprogramm „AUTONOMIK für Industrie 4.0“ leistet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung dieses Vorhabens. 14 Projekte mit rund 100 Partnern aus Industrie und Wissenschaft haben sich für eine Förderung durch das BMWi qualifiziert. Das BMWi unterstützt die Projekte mit einem Fördervolumen von rund 40 Mio. Euro. In begleitenden Forschungsmaßnahmen werden zudem wichtige Querschnittsfragen zu IT-Sicherheit, Recht, Normen & Standards sowie Zukunft der Arbeit in Industrie 4.0 behandelt.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Grünes Licht für Industriestrompreis aus Brüssel
Grünes Licht für Industriestrompreis aus Brüssel

Die EU-Kommission hat den deutschen Industriestrompreis genehmigt und damit den beihilferechtlichen Rahmen für Entlastungen stromintensiver Unternehmen geschaffen. Das Fördervolumen beträgt 3,8 Milliarden Euro, die Regelung gilt für den Zeitraum von 2026 bis 2028. Ziel ist es, besonders energieintensive Branchen im internationalen Wettbewerb zu stabilisieren und Produktionsverlagerungen zu vermeiden. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) kritisierte die Entlastung als zu gering.

mehr lesen
VDI und IW: Potenzial von Ingenieurinnen wird nicht ausreichend genutzt
VDI und IW: Potenzial von Ingenieurinnen wird nicht ausreichend genutzt

Deutschland lässt wirtschaftliches Potenzial in Milliardenhöhe ungenutzt: Kurz vor der Hannover Messe, dem weltweit wichtigsten Branchentreff der Industrie, hat der VDI gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) neue Zahlen zur Rolle von Ingenieurinnen für den Standort Deutschland vorgestellt. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte der VDI ein Gutachten, das zeigt: Deutschland nutzt das Potenzial von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen noch immer nicht ausreichend. Die gesamte Studie steht zum kostenfreien Download bereit.

mehr lesen
BSI veröffentlicht neuen Sicherheitsstandard für Cloud-Anbieter und -Nutzer vor
BSI veröffentlicht neuen Sicherheitsstandard für Cloud-Anbieter und -Nutzer vor

Cloud Computing ist essenziell für die Digitalisierung von Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Um die Potenziale dieser Technologie sicher nutzen zu können, bedarf es industrietauglicher Sicherheitsstandards. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt mit dem Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue (C5) seit 2016 den deutschlandweit wichtigsten Sicherheitsstandard für Cloud-Anbieter und -Nutzer bereit – dieser liegt nun in einer neuen Version (C5:2026) vor.

mehr lesen
SECURITY UNTER KONTROLLE: Nächster Kongresstermin für 2027 steht fest
SECURITY UNTER KONTROLLE: Nächster Kongresstermin für 2027 steht fest

Der Termin für die nächste Ausgabe von SECURITY UNTER KONTROLLE steht fest: bereits am 2. und 3. März 2027 findet der größte deutschsprachige OT-Security-Kongress zum vierten Mal statt. Nach der mit über 200 Teilnehmenden ausverkauften Premiere im Gebläsehallenkomplex des Landschaftsparks Duisburg-Nord wird das Event auch in knapp einem Jahr wieder mitten im Ruhrgebiet auf dem Gelände des ehemaligen Hüttenwerks stattfinden.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03