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Industrie 4.0: Größerer Datenraum und klimaneutrale Produktion

Im Rahmen der diesjährigen Hannover-Messe traf sich die Leitung der Plattform Industrie 4.0 virtuell, um zu zur Weiterentwicklung von Industrie 4.0 auszutauschen.

von | 14.04.21

Foto: Plattform Industrie 4.0

Im Rahmen der diesjährigen Hannover-Messe traf sich die Leitung der Plattform Industrie 4.0 zu einer virtuellen Sitzung, um über die Weiterentwicklung von Industrie 4.0 zu diskutieren. Geleitet wurde die Sitzung vom Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dr. Ulrich Nußbaum und dem Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Michael Meister.

GAIA-X soll Weiterentwicklung unterstützen

Zehn Jahre, nachdem der Begriff „Industrie 4.0“ an selber Stelle geboren wurde, nutzte das Gremium dieses Jubiläum, um den Stand der Umsetzung zu prüfen und strategische Ziele für die nächsten Jahre festzulegen. So will die Plattform Industrie 4.0 den internationalen Datenraum vernetzte Anwendungen mit ihrem starken Netzwerk und in enger Zusammenarbeit mit dem GAIA-X Projekt zügig vorantreiben. Aufbauend auf diesen Datenraum soll zudem die Entwicklung von Konzepten für eine nachhaltige, CO2-neutrale Produktion vorangetrieben werden.

Staatssekretär Ulrich Nußbaum erklärt:

„Wir müssen jetzt konsequent den Weg zu einer digitalisierten und datengetriebenen Wirtschaft einschlagen. Hierfür müssen wir das Innovationspotenzial Deutschlands und Europas auf die Straße bringen. Wir tun alles, um diese Prozesse zu beschleunigen. GAIA-X hilft der Umsetzung von Industrie 4.0. Mit dem geplanten IPCEI Industrial Cloud werden wir eine hochmoderne hochleistungs- und echtzeitfähige Cloud-Edge-Infrastruktur schaffen, die der Industrie völlig neue Möglichkeiten eröffnen wird. Im Förderprogramm Zukunftsinvestitionen für die Fahrzeugindustrie investieren wir bis Ende 2024 bis zu 1,5 Mrd. Euro zum Ausrollen auch von Industrie 4.0 in die Breite.“

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Michael Meister, führt aus:

„Industrie 4.0 zeigt, was gelingen kann, wenn Politik, Forschung, Wirtschaftspraxis und Sozialpartnerschaft vertrauensvoll zusammenarbeiten. Wir haben damit einen weltweiten Trend gesetzt und sind auch bei der Umsetzung den internationalen Wettbewerbern voraus. Auch heute ist die Plattform ein Treiber für die Weiterentwicklung von Industrie 4.0, insbesondere in Bezug auf den Datenaustausch in der Wirtschaft, datenbasierte Geschäftsmodelle sowie eine nachhaltige und CO2-neutrale Produktion. GAIA-X ist dafür ein zentrales Beispiel. Auch bei der Ausgestaltung des neuen Forschungsprogramms „Zukunft der Wertschöpfung“ ist die Plattform ein wichtiger Impulsgeber.“

Starke Unterstützung der digitalen Transformation in der Produktion

Die Plattform Industrie 4.0 ist das zentrale Netzwerk in Deutschland, um die digitale Transformation in der Produktion voranzubringen. Im Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und Verbänden sind über 350 Akteure aus mehr als 150 Organisationen in der Plattform aktiv. Die Plattform als eines der größten internationalen und nationalen Netzwerke unterstützt deutsche Unternehmen dabei, Industrie 4.0 zu implementieren, insbesondere indem sie existierende Praxisbeispiele bei Unternehmen bekannt macht und in die Fläche trägt. Zudem gibt sie mit konkreten Handlungsempfehlungen in über 200 Fachpublikationen wichtige Impulse und verweist auf Unterstützungsangebote und Testumgebungen. Die zahlreichen internationalen Kooperationen der Plattform unterstreichen ihre starke Rolle in den internationalen Diskussionen rund um dieses Thema. Wichtige Grundlagen im Bereich Standardisierung von Leistungen rund um die Vernetzung und Digitalisierung wurden in Deutschland in der Plattform Industrie 4.0 entwickelt. Das vielleicht prominenteste Beispiel: der digitale Zwilling, also das Abbild der echten Welt im virtuellen Raum.

Positive Zukunft für Industrie 4.0

Durch die Pionierarbeiten Deutschlands ist es gelungen, Deutschland als Leitanbieter und -anwender von entsprechenden Produkten und -Leistungen zu etablieren. Dadurch ist die deutsche, aber auch europäische Industrie widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger geworden. Um diese Position zu sichern, wird jetzt der internationale Datenraum für digitale Anwendungen mit einem starken Netzwerk und in enger Zusammenarbeit mit dem GAIA-X Projekt zügig vorangetrieben. Aufbauend auf diesen Datenraum soll zudem die Entwicklung von Konzepten für eine nachhaltige, klimaneutrale Produktion vorangetrieben werden.

Weitere Informationen gibt es unter https://www.plattform-i40.de/

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

So sieht das Leitbild für Industrie 4.0 bis zum Jahr 2030 aus. (Grafik: Plattform Industrie 4.0)

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