Frankfurt am Main | Die Roboterindustrie verzeichnete im Jahr 2012 den zweithöchsten Roboterabsatz aller Zeiten, das ergab die Studie World Robotics – Industrial Robots des International Federation of Robotics (IFR) Statistical Department. Nach dem Rekordjahr 2011 verzeichnete die Branche demnach einen leichten Rückgang. Den Grund dafür sehen die Autoren der Studie in den niedrigeren Verkäufen in die Elektro- und Elektronikindustrie. Der Roboterabsatz in der Automobilindustrie stieg jedoch um sechs Prozent. Die Chemie-, Gummi- und Kunststoffindustrie sowie die Nahrungsmittelindustrie erhöhten ihre Roboterkäufe, während die Metall- und Maschinenbauindustrie sie etwas reduzierte.
Etwa siebzig Prozent der gesamten Roboterverkäufe gingen 2012 nach Japan, China, USA, Südkorea und Deutschland. Japan war der größte Robotermarkt, gefolgt von China. In den USA setzte sich der Trend zur Automatisierung fort. Dadurch erhöhten sich die Roboterinstallationen weiter auf einen neuen Rekordwert von 22.400 Stück.
„Zwischen 2008 und 2012 ist der Roboterabsatz durchschnittlich um neun Prozent gewachsen. Der Bedarf an Industrierobotern steigt weiter durch den weltweiten Trend zur Automatisierung. Wir schätzen, dass die Roboterinstallationen 2013 wieder ein ähnlich hohes Niveau erreichen werden. In den vergangenen drei Jahren wurden die Roboterinvestitionen sehr stark von der Automobilindustrie gefördert. Der Absatz in anderen Industrien wird weiter steigen“, sagt Dr. Andreas Bauer, Vorsitzender der IFR Industrial Robot Suppliers Group.
Die Studie World Robotics – Industrial Robots erscheint im September 2013. ifr.orgworldrobotics.org
Halbleiterversorgung: TU München stellt EU-weit ersten 7-Nanometer-Chip her
An der TU München (TUM) ist der EU-weit erste KI-Chip mit moderner 7-Nanometer-Technologie entstanden. Prof. Hussam Amrouch entwickelte den neuromorphen Chip auf Grundlage des Standards des weltweit führenden Chip-Produzenten TSMC. Künftig will der Professor für KI-Prozessor-Design zusammen mit seiner Forschungsgruppe jährlich mindestens drei neue Designs entwerfen, die ab 2028 von der European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) in Dresden gefertigt werden sollen.






