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E-Mail-Sicherheit: BSI untersucht E-Mail-Programme

In unserem E-Mail-Programm lesen, schreiben und verwalten wir all unsere E-Mails. Nicht selten enthalten die Anwendungen daher auch sensibelste Informationen. Entsprechend gut müssen sie vor Risiken wie etwa Mitlesen und Manipulation durch Dritte geschützt werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat untersucht, inwiefern E-Mail-Programme relevante Eigenschaften, wie Transport- und Inhaltsverschlüsselung, SPAM-, Phishing- und […]

von | 02.01.26

In unserem E-Mail-Programm lesen, schreiben und verwalten wir all unsere E-Mails. Nicht selten enthalten die Anwendungen daher auch sensibelste Informationen. Entsprechend gut müssen sie vor Risiken wie etwa Mitlesen und Manipulation durch Dritte geschützt werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat untersucht, inwiefern E-Mail-Programme relevante Eigenschaften, wie Transport- und Inhaltsverschlüsselung, SPAM-, Phishing- und Tracking-Schutz sowie Prinzipien der Usable Security umsetzen. Außerdem betrachtet die Untersuchung, wie die Programme E-Mails und Zugangsdaten speichern und wie Anbieter mit möglichen Sicherheitslücken umgehen.

Die Untersuchung ergab Unterschiede in der Art und Weise, wie die Programme mit verdächtigen E-Mails und Anhängen umgehen oder ob sie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwenden. Die meisten der getesteten Programme speichern E-Mails lokal auf dem Gerät. In manchen Fällen lagen die E-Mails dabei verschlüsselt, in anderen unverschlüsselt ab. Angreifende könnten diese Informationen daher vergleichsweise einfach erbeuten. Insgesamt erfüllte aber eine Mehrheit der zwölf untersuchten Programme die gängigen Sicherheitsanforderungen. So verfügen alle untersuchten Programme über einfach zu bedienende Updatefunktionen. Die meisten E-Mail-Programme bieten zudem Spam- und Phishing-Filter an.

Caroline Krohn, Fachbereichsleiterin Digitaler Verbraucherschutz: „E-Mail-Programme enthalten unsere gesamte Korrespondenz – privateste Nachrichten, wichtige Rechnungen, aber auch Fotos, Verträge oder Termine. Die Anbieter von E-Mail-Clients müssen daher der Verantwortung gerecht werden, alles technisch Mögliche zu tun, um die Daten ihrer Kundinnen und Kunden adäquat zu schützen. Das BSI fordert sie dazu auf, die technischen Prozesse im Hintergrund nach den Prinzipien von Usable Security und Security-by-Default zu gestalten.“

Die Untersuchung „IT-Sicherheit auf dem digitalen Verbrauchermarkt: Fokus E-Mail-Programme“ leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, mehr Transparenz zu schaffen und Anbieter von der Verwendung sicherer Branchenstandards zu überzeugen. Neben den Forderungen an die Dienstanbieter kann die Untersuchung auch Verbraucherinnen und Verbrauchern die Wahl eines geeigneten E-Mail-Programms erleichtern. Um ihre E-Mail-Kommunikation zu schützen, sollten diese außerdem starke Passwörter vergeben. Da Phishing weiter eine große Bedrohung für die E-Mail-Kommunikation bleibt, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher jede E-Mail mit Hilfe der Checkliste des BSI kritisch prüfen. Darüber hinaus gibt das BSI Tipps für mehr E-Mail-Sicherheit.

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