Auf der SPS präsentieren conplement und R. STAHL, wie der Digitale Zwilling entlang der gesamten Wertschöpfungskette durchgängig funktioniert: von der Erstellung über die Bereitstellung bis zur produktiven Nutzung.
Die Erstellung gelingt ohne Reibungsverluste, unabhängig von der Umgebung. Mit twinstudio lassen sich Verwaltungsschalen (Asset Administration Shell, AAS) und Teilmodelle manuell modellieren, inklusive Inline-Validierung nach IDTA-Standards und auf Basis wiederverwendbarer Vorlagen. So entsteht Standardkonformität, ohne dass Domainexperten tiefes Wissen über Metamodelle benötigen. Für datengetriebene Pipelines steht der Semantic Connector zur Verfügung: Er erzeugt Teilmodelle aus ETL-Strecken, Data Hubs oder Quellsystemen, ohne dass diese das Metamodell implementieren müssen.

Die Abbildung zeigt, wie Daten aus verschiedenen Unternehmenssystemen (CRM, ERP, PIM) in Verwaltungsschalen (AAS) überführt und in der twinsphere-Plattform validiert und gespeichert werden. Von dort aus stehen sie im R. STAHL Digital Twin Portal als Digitale Zwillinge zur Verfügung. Unterschiedliche Nutzergruppen – von Endkunden bis zu Anlagenplanern – greifen sicher und kontrolliert darauf zu. Ergänzt durch Berechtigungsmanagement, Echtzeit-Kommunikation und Interoperabilität entsteht so eine standardisierte und skalierbare Infrastruktur für effiziente Vernetzung.
Im zweiten Schritt zählt der Betrieb. twinsphere ist die skalierbare AAS-Plattform, um Digitale Zwillinge nicht nur zu erzeugen und zu speichern, sondern sie auch in Prozesse zu integrieren und nutzbar zu machen. Events über MQTT versorgen Drittsysteme mit Product-Change-Notifications (PCN), der Push-Service liefert Daten der Zwillinge in unterschiedlichen Formaten und eine Technical-Data-Suche ermöglicht präzise Abfragen nach Produktmerkmalen.
Der entscheidende dritte Schritt entfaltet seinen Mehrwert in der Nutzung durch Anwender. In Partnerschaft mit R. STAHL bietet conplement das Digital Twin Portal als White-Label-Lösung an. Es macht die Verwaltungsschale zum Interaktionskern für Planer, Betreiber und Service. Mit Login- und Member-Area, Bulk-Handling, PCN-Hinweisen sowie direktem Zugriff auf Typ- und Instanz-Schalen. Vor allem aber verbindet das Portal den Digitalen Zwilling mit Backend-Prozessen – von Nachbestellungen über Service-Orders bis hin zu SAP-Workflows. So werden Daten zu konsequenter Prozessautomation.
Auch die regulatorischen Anforderungen sind von Beginn an berücksichtigt. twinsphere basiert auf der Verwaltungsschale als normierter Grundlage und damit auf dem von der EU-Kommission geforderten offenen und interoperablen Metamodell. Ergänzend implementiert twinsphere die in den DIN-DKE-Spezifikationen zum DPP geforderten Systemanforderungen inklusive DPP-API und Security. Damit wird der Produktpass nahtlos in die produktionsreife Plattform eingebettet. Das reduziert Integrationskosten und schafft Zukunftssicherheit für Portfolios, die in EU-Märkten skalieren müssen.
Die Botschaft ist klar:
- Wie Sie Verwaltungsschalen erstellen, bestimmen Sie – mit twinstudio oder dem Semantic Connector.
- Den Betrieb übernimmt twinsphere – effizient, interoperabel und sicher.
- Für die Nutzung sorgt das STAHL Digital Twin Portal – als White-Label sofort integrierbar in Ihre Prozesse.
So entsteht ein Digitaler Zwilling, der durchgängig nutzbar, zukunftssicher und EU-konform ist.
Live-Demos auf der SPS 2025. Sie finden conplement AG in Halle 5, Stand 160.
Termine und Briefings ab Oktober über https://www.conplement.de/sps-2025







