In Zeiten globaler Unsicherheiten setzen deutsche Fertigungsunternehmen verstärkt auf intelligente Technologien. Der aktuelle Jahresbericht zur intelligenten Fertigung von Rockwell Automation zeigt: Die digitale Transformation ist in Deutschland in vollem Gange, mit KI als zentralem Treiber.
Deutsche Hersteller gehören zu den weltweiten Vorreitern bei der KI-Implementierung. Die überwiegende Mehrheit investiert bereits in KI oder plant entsprechende Investitionen. Bemerkenswert ist der typisch deutsche Ansatz: Während andere Märkte oft sprunghafte Entwicklungen zeigen, zeichnet sich die deutsche Industrie durch kontinuierlichen, stetigen Fortschritt aus.
Diese beständige Transformation zahlt sich aus: Deutsche Unternehmen erzielen konkrete Erfolge bei der Prozessoptimierung und Qualitätskontrolle durch KI-Einsatz. Besonders die Prozessoptimierung wird von vielen Herstellern als wichtigster KI-Anwendungsfall gesehen.
Ein Bereich mit besonderem Potenzial sind digitale Zwillinge und Simulationstechnologien. Mehr als ein Drittel der deutschen Hersteller nutzt bereits digitale Zwillinge, während fast die Hälfte eine Implementierung plant. Die Vorteile sind überzeugend: Unternehmen berichten von deutlich schnellerer Projektabwicklung, weniger Fehlern und verbesserter Projekteffizienz.
Die zunehmende Digitalisierung bringt auch neue Risiken mit sich. Cybersicherheit ist erstmals in die Liste der größten externen Risiken für Fertigungsunternehmen aufgestiegen. Deutsche Hersteller reagieren mit verstärkten Investitionen in Cybersicherheitslösungen. Viele planen, KI auch zur Verbesserung ihrer Cybersicherheit einzusetzen.
Eine weitere zentrale Herausforderung bleibt der Fachkräftemangel, der in Deutschland als größtes internes Wachstumshemmnis gilt. Um diesem entgegenzuwirken, setzen Unternehmen auf Umschulungen und die Entwicklung von KI-Kompetenzen. Die meisten deutschen Hersteller schätzen KI-bezogene Fähigkeiten als sehr wichtig ein.
Nachhaltigkeit bleibt ein wichtiger Faktor in der deutschen Fertigungsindustrie. Die Hälfte der Hersteller verfügt über formelle Nachhaltigkeits- oder ESG-Richtlinien. Der Fokus liegt dabei auf Energieeffizienz und optimierter Ressourcennutzung – Bereiche, in denen intelligente Fertigungstechnologien messbare Verbesserungen ermöglichen.
Die Ergebnisse des Berichts verdeutlichen: KI wird in den kommenden Jahren eine entscheidende Rolle in der deutschen Fertigungsindustrie spielen. Unternehmen, die jetzt in intelligente Fertigungstechnologien investieren, positionieren sich für eine erfolgreiche Zukunft mit optimierten Prozessen und höherer Effizienz.
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