Generic filters
FS Logoi

CRA und Fernwartung: Kostenfreier atp-Beitrag zeigt Auswirkungen

Die industrielle Fernwartung steht vor einem grundlegenden Wandel. Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) schafft die Europäische Union verbindliche Sicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Komponenten – und damit auch für Fernwartungslösungen in Produktion, Energieversorgung und Maschinenbau. Ein aktueller Fachbeitrag beleuchtet die technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Verordnung auf Hersteller, Betreiber und Servicepartner. Der Beitrag kann ab sofort kostenfrei heruntergeladen werden.

von | 17.02.26

Dieser exklusive atp-Beitrag kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Die industrielle Fernwartung steht vor einem grundlegenden Wandel. Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) schafft die Europäische Union verbindliche Sicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Komponenten – und damit auch für Fernwartungslösungen in Produktion, Energieversorgung und Maschinenbau. Ein aktueller Fachbeitrag beleuchtet die technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Verordnung auf Hersteller, Betreiber und Servicepartner. Der Beitrag kann ab sofort kostenfrei heruntergeladen werden.

Fernwartung im Fokus regulatorischer Anforderungen

Fernwartungssysteme gelten seit Jahren als produktivitätssteigernder Standard. Gleichzeitig werden sie – insbesondere vor dem Hintergrund KI-gestützter Angriffsmethoden – zunehmend zur potenziellen Schwachstelle vernetzter Produktionsumgebungen. Der Beitrag zeigt auf, warum die EU mit dem CRA reagiert und Sicherheitsanforderungen erstmals direkt auf Produktebene verankert.

Der CRA überträgt Mindestanforderungen an Cybersicherheit, Produktdesign und Vulnerability Management unmittelbar auf Hardware und Software. Anders als frühere Regelwerke adressiert er den gesamten Produktlebenszyklus – von der Entwicklung bis zur Außerbetriebnahme.

  • Technische und organisatorische Konsequenzen
  • Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
  • Security-by-Design und Risk-by-Design-Analysen
  • SBOM (Software Bill of Materials) zur Transparenz von Softwarebestandteilen
  • Zero-Trust-Architekturen und rollenbasierte Zugriffskontrollen
  • Patch- und Update-Pflichten
  • Vollständige Protokollierung und Nachvollziehbarkeit von Fernzugriffen
  • Verschlüsselte Kommunikation (z. B. TLS 1.3) und Zwei-Faktor-Authentifizierung

Neben technischen Maßnahmen behandelt der Beitrag auch organisatorische Anforderungen wie Governance-Strukturen, Schulungen, Auditprozesse sowie die vertragliche Absicherung von Drittanbieter-Zugängen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bedrohungslage industrieller Umgebungen – von Phishing gegen Wartungsdienstleister bis hin zu lateralem Movement in OT-Netzen – sowie auf wirtschaftlichen Aspekten, etwa den potenziellen Kosten von Produktionsausfällen durch Cyberangriffe.

Fünf Schritte zur CRA-Konformität

Der Beitrag skizziert einen strukturierten Umsetzungsansatz:

  • Analyse bestehender Fernwartungsarchitekturen
  • Abgleich mit CRA-, NIS2- und DSGVO-Anforderungen
  • Technische Implementierung von Zero-Trust- und Multi-Auth-Konzepten
  • Organisatorische Verankerung durch Richtlinien, Trainings und Notfallpläne
  • Kontinuierliche Auditierung und Monitoring
  • Abschließend wird die sichere Fernwartung nicht nur als Compliance-Anforderung, sondern als strategischer Wettbewerbsfaktor im internationalen Marktumfeld eingeordnet.

Hintergrund: Der Cyber Resilience Act (CRA)

Der Cyber Resilience Act ist Teil der EU-Strategie „Cybersecurity for the Digital Decade“. Auslöser waren unter anderem gravierende Sicherheitsvorfälle in globalen Lieferketten sowie Angriffe auf kritische Infrastrukturen. Zentrale Eckpunkte des CRA:

  • Ziel: EU-weit einheitliches Sicherheitsniveau für digitale Produkte
  • Geltungsbereich: Alle vernetzten Geräte und Softwareprodukte
  • Rechtsform: EU-Verordnung mit unmittelbarer Wirkung in allen Mitgliedstaaten
  • Sanktionen: Bußgelder bis zu 15 Mio. Euro oder 2,5 % des weltweiten Jahresumsatzes
  • Der CRA ist 2026 in Kraft getrreten und ab 2027 Pflicht für Unternehmen
  • Für bestehende Produkte gibt es eine Übergangsfrist von 24 Monaten

Der CRA ergänzt bestehende Regelwerke wie NIS2, DSGVO und weitere sektorale Vorgaben, indem er Sicherheitsanforderungen direkt auf Produktebene festschreibt. Für Unternehmen der Automatisierungs- und Digitalisierungsbranche bedeutet dies, Security-by-Design, kontinuierliches Vulnerability Management und dokumentierte Governance-Strukturen verbindlich in Entwicklungs- und Betriebsprozesse zu integrieren.

Der gesamte Beitrag von Wordline steht kostenfrei zum Download zur Verfügung:

Zum Download

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Digitalisierung: Bundesregierung hält laut Digitalmonitor das Tempo
Digitalisierung: Bundesregierung hält laut Digitalmonitor das Tempo

Die Bundesregierung kommt bei ihren digitalpolitischen Vorhaben voran. 12 % der Digitalprojekte sind inzwischen vollständig abgeschlossen, weitere 57 % befinden sich in Umsetzung. Damit sind 69 % der digitalpolitischen Vorhaben der Bundesregierung entweder auf den Weg oder bereits ins Ziel gebracht. 31 % wurden allerdings noch nicht begonnen. Das zeigt der neueste „Monitor Digitalpolitik“ des Digitalverbands Bitkom.

mehr lesen
Jessica Bethune ist neue Vorsitzende des VDMA-Fachverbands Elektrische Automation
Jessica Bethune ist neue Vorsitzende des VDMA-Fachverbands Elektrische Automation

Jessica Bethune, Vice President Industrial & Process Automation DACH bei Schneider Electric, ist zur neuen Vorsitzenden des VDMA Fachverbands Elektrische Automation gewählt worden. Die Wahl erfolgte im Rahmen der Mitgliederversammlung am 16. Juni 2026 in Bad Nauheim. Gleichzeitig wurde der neunköpfige Vorstand für die Amtsperiode von 2026 bis 2030 bestimmt.

mehr lesen
NAMUR: Neue AK-Praxis zum Einsatz von Smartphones und Tablets in Ex-Bereichen
NAMUR: Neue AK-Praxis zum Einsatz von Smartphones und Tablets in Ex-Bereichen

Die NAMUR hat eine neue AK-Praxis zum Explosionsschutz veröffentlicht. Das Papier beschreibt ein Konzept für den Einsatz von Smartphones und Tablets der Kategorie 3 in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1/21 bei Instandhaltungstätigkeiten. Ziel ist es, die fortschreitende Digitalisierung von Wartungs- und Instandhaltungsprozessen zu unterstützen und gleichzeitig die Anforderungen an den Explosionsschutz zu berücksichtigen. Die AK-Praxis steht kostenfrei auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.

mehr lesen
OT-Cybersicherheitsgeschäft: Accenture beteiligt sich an Dragos
OT-Cybersicherheitsgeschäft: Accenture beteiligt sich an Dragos

Accenture hat bekanntgegeben, eine Mehrheitsbeteiligung an Dragos sowie runZero und NetRise zu erwerben. Ziel ist der Aufbau eines durchgängigen Geschäfts für Cybersicherheit im Bereich Operational Technology (OT), um Unternehmen beim Schutz ihrer industriellen Betriebsumgebungen besser zu unterstützen.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatiserung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
atpinfo.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
atpinfo.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: