3 Min. Lesezeit

CRA und Fernwartung: Kostenfreier atp-Beitrag zeigt Auswirkungen

Die industrielle Fernwartung steht vor einem grundlegenden Wandel. Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) schafft die Europäische Union verbindliche Sicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Komponenten – und damit auch für Fernwartungslösungen in Produktion, Energieversorgung und Maschinenbau. Ein aktueller Fachbeitrag beleuchtet die technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Verordnung auf Hersteller, Betreiber und Servicepartner. Der Beitrag kann ab sofort kostenfrei heruntergeladen werden.

von | 17.02.26

Dieser exklusive atp-Beitrag kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Die industrielle Fernwartung steht vor einem grundlegenden Wandel. Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) schafft die Europäische Union verbindliche Sicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Komponenten – und damit auch für Fernwartungslösungen in Produktion, Energieversorgung und Maschinenbau. Ein aktueller Fachbeitrag beleuchtet die technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Verordnung auf Hersteller, Betreiber und Servicepartner. Der Beitrag kann ab sofort kostenfrei heruntergeladen werden.

Fernwartung im Fokus regulatorischer Anforderungen

Fernwartungssysteme gelten seit Jahren als produktivitätssteigernder Standard. Gleichzeitig werden sie – insbesondere vor dem Hintergrund KI-gestützter Angriffsmethoden – zunehmend zur potenziellen Schwachstelle vernetzter Produktionsumgebungen. Der Beitrag zeigt auf, warum die EU mit dem CRA reagiert und Sicherheitsanforderungen erstmals direkt auf Produktebene verankert.

Der CRA überträgt Mindestanforderungen an Cybersicherheit, Produktdesign und Vulnerability Management unmittelbar auf Hardware und Software. Anders als frühere Regelwerke adressiert er den gesamten Produktlebenszyklus – von der Entwicklung bis zur Außerbetriebnahme.

  • Technische und organisatorische Konsequenzen
  • Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
  • Security-by-Design und Risk-by-Design-Analysen
  • SBOM (Software Bill of Materials) zur Transparenz von Softwarebestandteilen
  • Zero-Trust-Architekturen und rollenbasierte Zugriffskontrollen
  • Patch- und Update-Pflichten
  • Vollständige Protokollierung und Nachvollziehbarkeit von Fernzugriffen
  • Verschlüsselte Kommunikation (z. B. TLS 1.3) und Zwei-Faktor-Authentifizierung

Neben technischen Maßnahmen behandelt der Beitrag auch organisatorische Anforderungen wie Governance-Strukturen, Schulungen, Auditprozesse sowie die vertragliche Absicherung von Drittanbieter-Zugängen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bedrohungslage industrieller Umgebungen – von Phishing gegen Wartungsdienstleister bis hin zu lateralem Movement in OT-Netzen – sowie auf wirtschaftlichen Aspekten, etwa den potenziellen Kosten von Produktionsausfällen durch Cyberangriffe.

Fünf Schritte zur CRA-Konformität

Der Beitrag skizziert einen strukturierten Umsetzungsansatz:

  • Analyse bestehender Fernwartungsarchitekturen
  • Abgleich mit CRA-, NIS2- und DSGVO-Anforderungen
  • Technische Implementierung von Zero-Trust- und Multi-Auth-Konzepten
  • Organisatorische Verankerung durch Richtlinien, Trainings und Notfallpläne
  • Kontinuierliche Auditierung und Monitoring
  • Abschließend wird die sichere Fernwartung nicht nur als Compliance-Anforderung, sondern als strategischer Wettbewerbsfaktor im internationalen Marktumfeld eingeordnet.

Hintergrund: Der Cyber Resilience Act (CRA)

Der Cyber Resilience Act ist Teil der EU-Strategie „Cybersecurity for the Digital Decade“. Auslöser waren unter anderem gravierende Sicherheitsvorfälle in globalen Lieferketten sowie Angriffe auf kritische Infrastrukturen. Zentrale Eckpunkte des CRA:

  • Ziel: EU-weit einheitliches Sicherheitsniveau für digitale Produkte
  • Geltungsbereich: Alle vernetzten Geräte und Softwareprodukte
  • Rechtsform: EU-Verordnung mit unmittelbarer Wirkung in allen Mitgliedstaaten
  • Sanktionen: Bußgelder bis zu 15 Mio. Euro oder 2,5 % des weltweiten Jahresumsatzes
  • Der CRA ist 2026 in Kraft getrreten und ab 2027 Pflicht für Unternehmen
  • Für bestehende Produkte gibt es eine Übergangsfrist von 24 Monaten

Der CRA ergänzt bestehende Regelwerke wie NIS2, DSGVO und weitere sektorale Vorgaben, indem er Sicherheitsanforderungen direkt auf Produktebene festschreibt. Für Unternehmen der Automatisierungs- und Digitalisierungsbranche bedeutet dies, Security-by-Design, kontinuierliches Vulnerability Management und dokumentierte Governance-Strukturen verbindlich in Entwicklungs- und Betriebsprozesse zu integrieren.

Der gesamte Beitrag von Wordline steht kostenfrei zum Download zur Verfügung:

Zum Download

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Fahrerlose Transportsysteme: VDI zeichnet Günther Ullrich aus
Fahrerlose Transportsysteme: VDI zeichnet Günther Ullrich aus

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hat Dr.-Ing. Günther Ullrich für sein jahrzehntelanges Engagement in der technischen Logistik mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet. Seit 1987 arbeitet er im VDI-Fachausschuss für Fahrerlose Transportsysteme und mobile Robotik mit, den er seit 1996 leitet. Die Ehrung fand am 23. September 2026 in Dortmund statt.

mehr lesen
Frauen in MINT: VDI-Studie fordert bessere Karrierebedingungen
Frauen in MINT: VDI-Studie fordert bessere Karrierebedingungen

Eine neue Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) untersucht, warum Frauen in technischen Berufen weiterhin unterrepräsentiert sind. Geschlechterstereotype, unflexible Arbeitsmodelle und fehlende Aufstiegsmöglichkeiten erschweren die Fachkräftesicherung. Die Ergebnisse zeigen Handlungsbedarf für Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

mehr lesen
Cybersicherheit im Mittelstand: KI verschärft die Bedrohungslage
Cybersicherheit im Mittelstand: KI verschärft die Bedrohungslage

KI-gestützte Phishing-Angriffe, steigende Ransomware-Zahlen und neue Schwachstellen durch vernetzte Systeme erhöhen die Sicherheitsanforderungen im Mittelstand. Das CYBERsicher Lagebild 2026 der Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand zeigt, wo Unternehmen besonders gefährdet sind und bei welchen Schutzmaßnahmen weiterhin Nachholbedarf besteht.

mehr lesen

atp weekly

Der Newsletter der Branche

Ihr kostenfreier E-Mail-Newsletter für alle Belange der Automatisierung.

Sie möchten das atp magazin testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen das atp magazin kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
atpinfo.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
atpinfo.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: