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atp magazin 1-2/2021: Green Automation — wie kommen wir auf den grünen Zweig?

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Autor: Jana Kötter

atp magazin 1-2/2021: Green Automation — wie kommen wir auf den grünen Zweig?
Das atp magazin 1-2/2021 zeigt, dass Green Automation keine Traumvorstellung sein muss.

Das neue atp magazin ist da! Im atp magazin 1-2/2021 geht es um die Möglichkeiten, mit denen die Industrie die große Dekarbonisierung bewältigen kann und dass Ökonomie und Ökologie in jedem Fall vereinbar sind.

Deutschland steht vor der großen Dekarbonisierung. Mit dem Ziel der Bundesregierung, bis 2050  weitgehend für Treibhausgasneutralität zu sorgen, scheint die Umweltverträglichkeit endgültig  manifestiert zu sein und mit der jüngst eingeführten CO2 -Steuer wird auch schon eine Richtung  vorgegeben. Allerdings ist es sehr ehrgeizig in Anbetracht der derzeitigen Entwicklungen dieses Ziel zu erreichen.

Die deutsche und ehemals graue Industrie wird langsam grüner, allerdings geht die Dekarbonisierung noch nicht schnell genug voran. Dabei schließt ökologisches Handeln ökonomisches Wirtschaften keinesfalls aus.

Das atp magazin 1-2/2021 zeigt, dass Green Automation keine Traumvorstellung sein muss und auch nicht sein darf, denn die Situation unseres Planeten ist heikel. Die Industrie pustet zu viel CO2 in die Atmosphäre und ist  noch lange nicht so grün, wie sie sein sollte. Dekarbonisierung lautet hier das  Zauberwort. Diese Ausgabe zeigt  deshalb auf, dass die Digitalisierung ein entscheidender Enabler in der großen Dekarbonisierung der deutschen  Industrie ist.

Die Interview-Highlights:

”Automatisierung ist immer grün“ (Dr. Gunther Kegel)

Die Einführung der CO2-Steuer zwingt die deutsche Industrie jetzt dazu, sich umfassend zu  dekarbonisieren. ZVEI-Präsident und atp-Herausgeber Dr. Kegel mahnt im atp-Interview, die neue Steuer als Chance zu begreifen. Sein Credo: Elektrifizieren, Digitalisieren, Vernetzen und Automatisieren sind die großen Enabler, um Ökonomie und Ökologie zu versöhnen und Green Automation Made in Germany zum Exportschlager zu machen.

”Offen und einfach in die Zukunft“ ( Dr.-Ing. Thomas Holm)

In wandlungsfähigen Produktionsanlagen kommunizieren alle Assets nicht mehr streng hierarchisch getrennt miteinander, sondern tauschen in einem dezentralen Netzwerk ebenenübergreifend Informationen aus. Im atp-Interview zeigt Dr.-Ing. Thomas Holm, Head of Product Line Controller & HMI bei der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, auf, wie eine solche Architektur gestaltet werden kann und warum Automatisierer dafür jetzt IT-Know-how entwickeln müssen.

”Der Stellenwert der NAMUR ist längst noch nicht hoch genug“ (Monika Reek)

Seit 22 Jahren arbeitet Monika Reek in der Geschäftsstelle der NAMUR und ist inzwischen fast  untrennbar mit der Interessengemeinschaft der Prozessindustrie verbunden. Im kommenden April verabschiedet sie sich nun in den wohlverdienten Ruhestand. Anlass genug für ein Gespräch über den Wandel der NAMUR, Hauptsitzungs-Highlights und ein sehr besonderes rotes Kleid.

Die peer-reviewten Hauptbeiträge:

Störsicherer Anlagenbetrieb bei Einsatz von geregelten Antrieben

Die optimale Regelung von Antrieben spielt sowohl aus prozesstechnischen als auch aus energetischen und ökonomischen Gesichtspunkten eine zunehmend wichtigere Rolle. Damit einhergehend steigt auch der Einsatz von Frequenzumrichtern und deren Verkabelung. Der Beitrag befasst sich mit den durch die Energieleitungen auftretenden Störungen in prozesstechnischen Anlagen und gibt Handlungsempfehlungen in Bezug auf den nach wie vor kontrovers diskutierten Verzicht von speziell abgeschirmten Leitungen für industrielle Anwendungen. Die Referenzierung von geltenden NAMUR-Empfehlungen hilft bei der Einordnung in bestehende Projekte.

Systematisch richtig, statt zufällig falsch

Das neu erschienene Blatt 4 der VDI/VDE-Richtlinie 2180 beschreibt die Besonderheiten von mechanischen Komponenten als Teil von PLT-Sicherheitseinrichtungen. Die Autoren gehen dabei  insbesondere auf die Unterscheidungsmerkmale von zufällig und systematisch auftretenden Fehlern  ein und erläutern die notwendigen PFD-Berechnungen (Probability of Failure on Demand) anhand prozesstechnischer Beispiele. Abschließend folgen konkrete Empfehlungen für den praktischen  Umgang mit dem neuen Richtlinienblatt sowie ein Ausblick auf die Einbindung von umfangreichen Hersteller-Datenbanken und Störstatistiken, was bislang so nicht möglich war.

Security für die NAMUR Open Architecture

Die NAMUR Open Architecture (NOA) ist das Kernelement für die Erweiterung der klassischen  Kommunikationswege in Automatisierungssystemen. Hierin werden Konzepte für die sogenannten „BrownfieldDigitalisierung“ entwickelt, welche die Einbindung neuer Kanäle erlaubt. Was bleibt, ist die Frage nach der Sicherheit. Die Autoren beschreiben im Beitrag ein Konzept für das „NOA Security Gateway“ als Weiterentwicklung der ursprünglichen Idee der unidirektionalen „NOA-Diode“. Das Gateway ermöglicht eine sichere Verbindung für die Monitoring+Optimization-Daten zwischen den vorab festgelegten NOA-Security-Zonen. Der Beitrag stellt die konzeptionellen Anforderungen sowohl aus funktionaler wie auch aus operativer und prozeduraler Sicht umfassend dar.

Diagnose in der Modularen Produktion

Modulare Prozessanlagen gelten als Schlüssel für eine flexible und zukunftssichere Produktion. Neben den beachtlichen Weiterentwicklungen im Bereich des Engineeringsvon modularen Anlagen stand deren Instandhaltung bislang eher nicht im Fokus. Doch gerade deren Diagnose  und Wartung erweisen sich als Kostentreiber. Die Autoren stellen hierzu neue Konzepte der operator- und systemzentrierten Diagnose sowie Ansätze für die Umsetzung einer standardisierten Diagnose vor, die in der ZVEI/NAMUR Arbeitsgruppe 4.1.1 erarbeitet wurden. Kernaspekte sind u. a. die Kombination zweier Zugriffswege, definierte Rollen und deren Fokus auf den jeweiligen Operator. Ein umfassender Beitrag, der wesentliche Aspekte für den dauerhaft effizienten Betrieb modularer Prozessanlagen enthält.

Geschäftsmodelle für Industrie 4.0 – Vision und Wirklichkeit

Maschinenhersteller verkaufen keine Maschinen mehr, sondern rechnen Betriebsstunden ab. Dieses und weiter Geschäftsmodelle stehen für die Versinnbildlichung von neuen Denkweisen für deutsche Industrieunternehmen. Doch wie viel wurde in Deutschland bereits realisiert? Die Goldgräberstimmung ist einer realistischen, umsetzungsorientierten Beurteilung gewichen. Was wurde Wirklichkeit und was hat sich nicht bewahrheitet? Auf Basis einer umfangreichen Befragung  stellen die Autoren zehn Thesen zur aktuellen Situation und den künftigen Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Geschäftsmodelle von Unternehmen auf und geben Impulse für deren Umsetzung.

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